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Smart Concept #1: Der größte Smart und ein Blick in die Zukunft

Beiger Elektro-Kleinwagen mit schwarzem Dach an Ladestation in modernem Innenraum.

Mit 4290 mm Länge, 1910 mm Breite, 1698 mm Höhe und einem großzügigen Radstand von 2750 mm ist der Smart Concept #1 mit Abstand der größte Smart, den es je gab – und er gibt bereits sehr genau das künftige Serienmodell vor.

Obwohl Smart als erste „traditionelle“ Marke den Verbrennungsmotor hinter sich gelassen hat – seit Anfang 2019 stehen ausschließlich 100% elektrische Modelle im Programm –, ist der Concept #1 das erste Fahrzeug, das von Grund auf als reines Elektroauto für die Marke entwickelt wurde.

Smart Concept #1: Abmessungen, Plattform und Positionierung

Gleichzeitig ist er das erste Produkt des Joint Ventures zwischen Daimler und Geely, die sich die Marke inzwischen zu gleichen Teilen teilen: Die Deutschen verantworten das Design, die Chinesen übernehmen Engineering, Entwicklung und Produktion der kommenden Modelle.

Es überrascht daher nicht, dass dieser Smart im „Familienformat“ – als erster SUV der Marke – auf der Geely-eigenen Elektroplattform SEA basiert. Mehr technische Details wurden bei der Vorstellung des Concept #1 jedoch nicht genannt; aktuell ist das die einzige bekannte technische Eigenschaft.

Angesichts seiner Maße wird das Serienfahrzeug, das wir Ende 2022 kennenlernen sollen – derzeit noch unter dem internen Code HX11 geführt –, zugleich Smarts Einstieg ins C-Segment markieren. Dort trifft er beispielsweise auf Rivalen wie den MINI Countryman. Darüber hinaus macht der Concept #1 deutlich, dass Smart die Marke stärker als bislang in Richtung Premium und Technologie positionieren will.

Ein Modell mit großer Bedeutung für Smart

Wie unschwer zu erkennen ist, trägt der Concept #1 eine enorme Erwartungslast – und es ist kaum zu übersehen, wie wichtig dieses Modell für Smarts Zukunft ist, zumal die Existenz der Marke vor nicht allzu langer Zeit sogar grundsätzlich infrage stand.

Design mit neuen Genen

Als 100% elektrisches Fahrzeug auf einer dedizierten Architektur fällt vor allem das Verhältnis aus langem Radstand (2750 mm) zu Gesamtlänge (4290 mm) auf, wodurch die üppigen 21″-Räder in die Ecken „geschoben“ werden. Entsprechend kündigt Smart großzügige Platzverhältnisse im Innenraum an, die mit Fahrzeugen höherer Klassen vergleichbar sein sollen.

Der Concept #1 ist als Viersitzer ausgelegt (die Serienversion soll fünf Sitzplätze bieten). Wie bei Messe-Studien üblich, wird der Einstieg durch den Verzicht auf eine B-Säule und durch hinten angeschlagene, gegenläufig öffnende Fondtüren erleichtert – ob diese Lösungen in die Serie übernommen werden, ist offen; große Hoffnungen machen wir uns diesbezüglich allerdings nicht. Ein interessantes Detail: Die Türgriffe sind lediglich kleine, beleuchtete Touch-Flächen.

Im Innenraum rückt zudem die Lichtstimmung in den Mittelpunkt: Ein Panorama-Glasdach integriert einen Leuchtring und sorgt so für zusätzliche Helligkeit im Fahrzeug.

Die Armaturentafel „blendet“ mit einem glänzenden Goldfinish, bleibt in der Gestaltung jedoch bewusst reduziert. Sämtliche Informationen und Funktionen werden in einem zentralen 12,8″-Display gebündelt – physische Tasten sind nirgends zu sehen, abgesehen vom Lenkrad. La pièce de résistance ist die schwebende Mittelkonsole, die sich bis zwischen die Vordersitze erstreckt und das Raumgefühl im großen (für einen Smart) und dennoch kompakten Modell weiter verstärkt.

Außen wirkt der Concept #1 trotz neuer Fahrzeugklasse und frischer Formensprache weiterhin eindeutig wie ein Smart. Die SUV-/Crossover-Silhouette ist klar erkennbar, mit zwei deutlich abgesetzten Volumen; aggressiv gibt er sich dabei nicht, wie es bei anderen Konzepten oft der Fall ist – robust wirkt er dennoch. Dafür sorgen die großen Räder, die schwarze untere „Panzerung“ und die modellierten Flächen.

Die neue Markenidentität wird vorne wie hinten durch durchgehende LED-Lichtbänder über die gesamte Fahrzeugbreite geprägt, die die Leuchteneinheiten miteinander verbinden. An der Front verzichtet der Concept #1 auf einen klassischen Kühlergrill; stattdessen gibt es lediglich eine trapezförmige (mit abgerundeten Ecken) untere Lufteinlassöffnung, die beim Concept #1 ebenfalls beleuchtet ist.

Das schwebend wirkende Dach in Gold bildet einen deutlichen Kontrast zum glänzenden Weiß der restlichen Karosserie. Es zieht sich seitlich weiter und formt die C-Säule – ein Stilmerkmal, das voraussichtlich auch die zukünftigen Smart-Modelle prägen wird.

Mehr Digitalisierung und Konnektivität

Wie zu erwarten, setzt auch Smart konsequent auf Digitalisierung und Konnektivität. Dafür wurde ein leistungsstarker Zentralrechner integriert, der im Concept #1 vier große Bereiche steuert: Infotainment, Fahrassistenzsysteme, spezifische Funktionen der Elektromobilität sowie das Management der elektrischen/elektronischen Plattform.

Damit das System „immer in Form“ bleibt, sind zudem Remote-Updates möglich (OTA oder „over the air“), die mehr als 75% der an Bord befindlichen ECUs (elektronische Steuergeräte) betreffen sollen.

Im Infotainment ist außerdem ein „virtueller Begleiter“ vorgesehen, der mithilfe Künstlicher Intelligenz unsere Gewohnheiten und Verhaltensweisen erlernt und sich schrittweise an unsere individuellen Vorlieben anpasst.

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