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Hauptuntersuchung: Wichtige Punkte vor der Kfz-Inspektion prüfen

Blauer Elektro-Kompaktwagen in modernem Innenraum mit Nummernschild "CONTROLE-OK" und Sonnenschutzfolie.

Nachdem wir bereits erläutert haben, was bei der Kfz-Inspektion (Hauptuntersuchung) kontrolliert wird und was passiert, wenn das Auto nicht besteht, rufen wir heute einige Punkte in Erinnerung, die man vor dem Termin unbedingt selbst prüfen sollte.

Natürlich gibt es Mängel, die nur eine Werkstatt zuverlässig findet – dafür bieten viele Betriebe entsprechende Vorab-Checks an. Eine Reihe anderer Dinge lässt sich jedoch ganz einfach zu Hause kontrollieren.

Seien wir ehrlich: Eine defekte Lampe zu erkennen, zu prüfen, ob das Warndreieck an Bord ist, oder den Zustand der Wischerblätter zu begutachten, ist kein Hexenwerk. Dass ein Fahrzeug bei der Hauptuntersuchung wegen solcher Kleinigkeiten durchfällt, lässt sich daher oft problemlos vermeiden.

Sehen und gesehen werden

Als Erstes sollte man sicherstellen, dass sämtliche Leuchten funktionieren: Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Rückfahrlicht, Bremsleuchten, Nebelscheinwerfer sowie die Kennzeichenbeleuchtung.

Beim Thema „sehen“ gilt: Kontrollieren, ob die Rückspiegel und die Scheibenwischer in gutem Zustand sind, den Stand der Scheibenwaschflüssigkeit prüfen und schauen, ob die Düsen den Wasserstrahl korrekt ausrichten. Ausserdem sollte die Frontscheibe weder stark beschädigt noch gerissen sein – sonst kann das zur Nichtbestehung führen.

Selten genutzt, aber nicht vergessen

Oft übersehen, aber wichtig: Warnwesten und Warndreieck gehören ebenfalls auf die Checkliste vor der Kfz-Inspektion.

Das Warndreieck muss in einwandfreiem Zustand sein. Die Warnwesten müssen nicht nur vorhanden sein, sondern auch griffbereit liegen (zum Beispiel im Fahrgastraum und nicht im Kofferraum).

Vom „Vergangenen“ verfolgt

Vor dem Termin lohnt sich zudem ein Blick auf den letzten Prüfbericht: Falls dort Mängel des „Grad 1“ eingetragen wurden, sollte man sicherstellen, dass diese inzwischen behoben sind.

Zur Erinnerung: Auch wenn ein Auto mit bis zu vier solchen Auffälligkeiten im Prüfbericht noch bestehen kann, werden nicht beseitigte Punkte im Folgejahr als „Grad 2“ gewertet – und das führt automatisch zum Durchfallen.

Reifen

Bei den Reifen gibt es einige Dinge, die man selbst prüfen kann, um eine Ablehnung bei der Hauptuntersuchung zu vermeiden.

Zunächst sollte pro Achse jeweils derselbe Reifen montiert sein (Marke und Modell). Danach ist zu kontrollieren, ob das gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofil von 1,6 mm noch vorhanden ist. Viele Reifenhersteller integrieren dafür in ihre Modelle bereits eine Verschleissmarke.

Fehlt diese Markierung und hat man keine Möglichkeit zu messen, kann eine 1-Euro-Münze als „Messhilfe“ dienen: Liegt das Profil unterhalb des goldfarbenen Randes der Münze, ist es besser, die Reifen vor der Inspektion zu erneuern.

Auto waschen

Zum Schluss sollte das Auto vor dem Vorfahren im Prüfzentrum gewaschen werden – einschliesslich des Motors, denn nach den neuen Prüfregeln ist eine Strassen- oder Motorwäsche verpflichtend. Dabei sollte man darauf achten, dass sich kein Öl und kein Schmutz am Ventildeckel oder an anderen Stellen angesammelt hat.

Ist das Fahrzeug so stark verschmutzt, dass die notwendigen Sichtprüfungen verhindert oder erschwert werden, kann es durchfallen – ebenso, wenn ein Ölverlust festgestellt wird.

Es lohnt sich nicht, das Risiko eines „roten Zettels“ einzugehen, wenn sich diese Punkte so leicht im Vorfeld kontrollieren lassen.

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