Zum Inhalt springen

Volkswagen ID.4 GTX: Neue GTX-Bezeichnung, Technik und Details

Blaues vollelektrisches Volkswagen ID.X GTX Modell in einer modernen Ladestation und Ausstellungshalle.

Der Volkswagen ID.4 GTX macht als erstes Modell die neue Bezeichnung startklar, die in der Markenlogik auf einer Stufe mit dem traditionsreichen und hoch angesehenen Kürzel GTI stehen soll. Sie wird künftig die sportlicher positionierten Varianten der wachsenden Elektrobaureihe ID. kennzeichnen – sowohl optisch als auch in Sachen Leistung.

Für den Leistungszuwachs sorgt ein zusätzlicher, asynchroner Elektromotor an der Vorderachse. Zusammen mit dem hinteren Synchronmotor mit Permanentmagneten (204 PS oder 150 kW) steigt die Systemleistung auf maximal 299 PS (220 kW) – und der elektrische SUV erhält Allradantrieb. Damit sprintet der ID.4 GTX in 6,2 s auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit ist bei 180 km/h abgeregelt.

Die Energie liefert eine 77-kWh-Batterie mit 486 kg, die flach im Fahrzeugboden der Plattform untergebracht ist. Das senkt den Schwerpunkt deutlich – selbst für ein SUV – und ermöglicht dem ID.4 GTX eine WLTP-Reichweite im kombinierten Zyklus von 480 km.

Volkswagen gibt zudem an, dass der Akku nach acht Jahren oder 160.000 km noch 70 % seiner ursprünglichen Kapazität besitzen wird.

Über ein serienmässiges Mode-3-Kabel lädt der ID.4 GTX mit 11 kW an Wechselstrom. An einer Schnellladesäule mit Gleichstrom, wie sie etwa bei den neuen IONITY-Standorten zu finden ist, sind bis zu 125 kW möglich; so lassen sich rund 300 km Reichweite in ungefähr einer halben Stunde nachladen.

Fein abgestimmtes Fahrwerk, optional

Bei der Fahrdynamik werden gegenüber den übrigen ID.4 keine spezifischen Änderungen genannt – abgesehen von den Extras, die optional verfügbar sind.

Mit dem optionalen Sport-Paket rückt der ID.4 GTX 15 mm näher an den Boden und erhält zusätzlich eine Progressivlenkung. Darüber hinaus soll ein Sport-Plus-Paket angeboten werden, das die adaptive Fahrwerksregelung (DCC) ergänzt.

Serienmässig rollt er auf 20-Zoll-Felgen, wahlweise sind 21 Zoll erhältlich. Dabei sind die Hinterreifen mit 255 mm breiter ausgelegt als vorne (235 mm).

Vorn verzögern Bremsscheiben mit 358 mm Durchmesser, während hinten – wie bei den übrigen ID.4 – Trommelbremsen zum Einsatz kommen. Begründet wird das damit, dass Elektrofahrzeuge wie der ID.4 stark über Rekuperation bremsen können – mit Verzögerungen bis etwa 0,3 g. Entsprechend werden die hydraulischen Bremsen seltener beansprucht; Trommeln gelten hier als kostengünstiger sowie als Lösung mit geringerem Verschleiss und Wartungsaufwand.

Deutlich eigenständiger

Neben der angekündigten Mehrleistung und den besseren Fahrleistungen setzt sich der ID.4 GTX auch über neue Designdetails ab – wobei Volkswagen offensichtlich auf eine eher zurückhaltende Optik setzt.

Mehrere Bauteile werden in Wagenfarbe ausgeführt, darunter die Kunststoffschutzleisten im unteren Bereich der Türen. Andere Elemente verzichten auf den metallischen Look und erscheinen stattdessen in Schwarz – etwa die Leiste oberhalb der Fenster, die zugleich die D-Säule formt. Die Lufteinlässe (echte wie auch angedeutete) erhalten ein schwarz hochglänzendes Finish, und das GTX-Emblem ist an den Kotflügeln sowie am Heck zu finden.

Am stärksten differenziert sich der Volkswagen ID.4 GTX jedoch über die Aussenbeleuchtung. Serienmässig sind IQ.LIGHT LED matrix-Scheinwerfer an Bord; hinzu kommt eine eigene Lichtsignatur durch zwei zusätzliche Dreier-LED-Module, die in die seitlichen Aussparungen an den Enden des vorderen Stossfängers integriert sind.

Auch am Heck wird die Lichttechnik betont: Die Leuchten sind als 3D-LED ausgeführt und bestehen aus neun unabhängigen Elementen mit Glasfaserlichtleitern.

Im Innenraum beschränken sich die Änderungen auf ein spezifisches Farbkonzept. Vorherrschend ist der dunkle Ton „Soul“, ergänzt oben auf dem Armaturenträger und bei den lederähnlichen Türverkleidungsapplikationen durch ein dunkles Blau („X-Blue“). Dazu kommen rote Akzente; weitere Bauteile (Lenkrad, Lenksäule, Instrumententräger und Türeinlagen) sind in Schwarz Hochglanz gehalten.

Auch innen ist das GTX-Kürzel prominent platziert – am Lenkrad, auf den Einstiegsleisten und auf den Kopfstützen der Vordersitze. Die Pedale bestehen aus Edelstahl und greifen das „Play & Pause“-Motiv der übrigen ID.-Familie auf.

Wann kommt er?

Der neue Volkswagen ID.4 GTX soll bereits im kommenden Sommer auf den Markt kommen; Preise für Portugal sind jedoch noch nicht bekannt.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen