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Erlkönig: Neuer MINI 3‑Türer als elektrisches Testfahrzeug

Grünes Kompakt-SUV mit weißem Dach, markanter Rückleuchte und schwarzen Akzenten in moderner Ausstellungshalle.

Der Aufkleber „Electric Test Vehicle“ verrät ihn sofort: Hier ist ein Erprobungsprototyp der nächsten Generation des MINI 3‑Türer zu sehen – und damit deutlich früher als üblich, denn ein Generationswechsel ist erst für 2023 vorgesehen.

Antrieb: Elektro-Prototyp, Verbrenner bleiben vorerst

Auch wenn dieses Testfahrzeug elektrisch unterwegs ist, wird die kommende MINI-Generation weiterhin mit Verbrennungsmotoren im Angebot bleiben. Wie kürzlich bestätigt wurde, erscheint der letzte MINI mit klassischem Verbrenner erst 2025. Danach sollen alle neuen Modellneuheiten ausschließlich als 100% elektrische Fahrzeuge auf den Markt kommen.

Karosserieformat: Ikonische Form, leicht kompakter

Optisch bleibt der neue MINI 3‑Türer der vertrauten, ikonischen Silhouette treu – gewissermaßen der „911“ von MINI, und entsprechend möchte niemand das Grundrezept beschädigen. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass die Außenmaße gegenüber dem aktuellen Modell leicht schrumpfen, als Reaktion auf die Kritik, der MINI 3‑Türer sei zuletzt kaum noch „mini“ gewesen.

Plattform und Produktion: Lösung über China und Great Wall

Da die im BMW Konzern verfügbaren Frontantriebs-Plattformen (Motor vorn, Antrieb vorn) auf größere Modelle der Kompaktklasse zugeschnitten sind – etwa auf den BMW 1er sowie den künftigen MINI Countryman – musste eine Alternative her, damit der nächste MINI möglichst kompakt bleiben kann.

Die Antwort kommt aus China: Die BMW-Joint Venture mit Great Wall wird ausgebaut, indem beide Hersteller sich eine neue Plattform teilen. Diese deutsch-chinesische Kombination soll die nötigen Skaleneffekte liefern, um die Kosten im Griff zu behalten, und zugleich MINI zusätzliche Chancen geben, in China stärker zu wachsen. Neben der Fertigung in Europa wird der MINI damit erstmals auch in China gebaut, was hilft, die dort geltenden hohen Importabgaben zu umgehen.

Was zeigen die Erlkönigfotos?

Aktuell sind kaum Details zu Eigenschaften oder technischen Daten der neuen Generation des MINI 3‑Türer bekannt. Von derselben Plattform werden zudem weitere Ableitungen erwartet, etwa eine Variante mit fünftüriger Karosserie.

Obwohl die Silhouette sofort als MINI erkennbar ist, sollten einzelne aufgesetzte Elemente nicht überbewertet werden – dazu zählen insbesondere die Ringe um die Scheinwerfer, die Rückleuchten-Attrappen sowie der falsche Lufteinlass auf der Motorhaube. Dennoch lassen sich gegenüber dem heutigen Modell klare Unterschiede ausmachen, vor allem an der Front.

Front: Neue Haubenlösung statt „Clamshell“

Auffällig sind die Schnittlinien zwischen Motorhaube, Stoßfänger und den übrigen Karosserieblechen. Die bisherige „Clamshell“-Haube des aktuellen Modells dürfte demnach durch eine konventionellere Ausführung ersetzt werden.

Heck: Ungewöhnliche Trennlinie an der Klappe

Auch am Heck ist eine markante, eigenwillige Schnittlinie in der Heckklappe zu erkennen – mit einer leicht zickzackartigen Führung –, die quer durch die provisorischen Rückleuchten verläuft.

Design und Innenraum: Größter Schritt, aber klar MINI

Laut Aussagen des MINI-Chefs Bernd Körber gegenüber Autocar soll das Design des kommenden 3‑Türers „der größte Schritt der letzten 20 Jahre“ in der Modellgeschichte sein – zugleich aber weiterhin eindeutig als MINI durchgehen.

Ebenfalls möglich ist ein erster Blick in den Innenraum, der sich deutlich vom aktuellen Modell abheben soll. Soweit erkennbar, wird das Armaturenbrett voraussichtlich von einem oder zwei Displays geprägt – eine Konfiguration, die heute immer verbreiteter ist. Der zentrale, kreisförmige Kern, der den MINI seit jeher charakterisiert hat, scheint dagegen zu entfallen.


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