Nachdem die neue elektrische C-Klasse eingeführt wurde, erhält nun auch die Ausführung mit Verbrennungsmotoren eine Modellpflege. Mercedes-Benz überarbeitet Design, Technik und Antriebe, hält aber weiterhin an Benzinern, Plug-in-Hybriden und Dieselmodellen fest.
Mercedes-Benz C-Klasse: Neues Exterieurdesign
Die Nähe zur elektrischen C-Klasse zeigt sich besonders deutlich an der Karosserie. Der Kühlergrill fällt größer aus, besitzt ein neues Muster, wird von beleuchteten Elementen eingefasst und ist mit verchromten Sternen versehen.
Auch die Scheinwerfer erhalten eine von dem Mercedes-Benz-Stern inspirierte Lichtsignatur. Bei der Limousine gilt dies ebenso für die Rückleuchten, während der Kombi die bisherige Lösung beibehält.
Innenraum und MBUX der C-Klasse
Im Innenraum bleibt die Überarbeitung zurückhaltender. Die C-Klasse behält ihr 12,3-Zoll-Kombiinstrument sowie den 11,9-Zoll-Zentralbildschirm, verwendet künftig jedoch die vierte MBUX-Generation.
Als wichtigste Neuerung nennt Mercedes-Benz einen Sprachassistenten, der die künstliche Intelligenz von ChatGPT-4o und Microsoft Bing mit Google Gemini verbindet. Der Hersteller verspricht natürlichere Dialoge und die Möglichkeit, Zusammenhänge über mehrere Anfragen hinweg zu berücksichtigen; dazu gehören auch Navigationsfunktionen über Google Maps.
Hinzu kommt ein neues Lenkrad: Für Tempomat und Lautstärke kehren physische Bedienelemente zurück, einige Touch-Bedienelemente bleiben jedoch erhalten.
Auch die Fahrerassistenzsysteme wurden erweitert. Neu sind Funktionen zur Unterstützung beim Spurwechsel, zum Bremsen vor Ampeln sowie beim Parken.
Überarbeitete Motoren für Euro 7
Die Antriebspalette wurde im Hinblick auf die künftigen Vorgaben der Euro-7-Norm angepasst. Sämtliche Vierzylinder verfügen nun über 48-Volt-Mildhybrid-Technik und einen integrierten elektrischen Startergenerator, der bis zu 17 kW (23 PS) zusätzlich bereitstellen kann.
Bei den Benzinmotoren befindet sich eine der wesentlichen Änderungen unter der Motorhaube. Der bisherige 1,5-Liter-Motor des C 200 weicht einem 2,0-Liter-Vierzylinder, der nun in allen drei Varianten eingesetzt wird. Der C 200 leistet 130 kW (177 PS) und 270 Nm, der C 250 erreicht 160 kW (218 PS) sowie 320 Nm, und der C 300 bietet 190 kW (258 PS) und 400 Nm.
Der Benziner erhält zudem einen zusätzlichen elektrischen Verdichter. Er unterstützt vor allem bei niedrigen Drehzahlen den Aufbau des Ladedrucks und verbessert damit das Ansprechverhalten des Motors.
Bei den Dieseln bleibt es bei zwei Leistungsstufen mit 120 kW (163 PS) und 147 kW (200 PS). Auch diese Motoren nutzen die 48-Volt-Mildhybrid-Technik.
Die Plug-in-Hybrid-Palette umfasst den C 400 e 4MATIC mit bis zu 290 kW (395 PS) Systemleistung und 650 Nm. Seine 19,53-kWh-Batterie ermöglicht nach WLTP bis zu 100 km elektrische Reichweite. Geladen wird mit 11 kW Wechselstrom oder mit 55 kW Gleichstrom. Die Plug-in-Hybride werden sowohl mit Hinterrad- als auch mit Allradantrieb angeboten.
Auch das Fahrwerk wurde angepasst: Eine straffere Dämpferabstimmung soll die Agilität steigern, ohne den Komfort auf langen Strecken zu beeinträchtigen. Die Hinterachslenkung bleibt verfügbar und kann den Wendekreis auf 10,64 m reduzieren.
Was kostet sie und wann kommt sie?
In Deutschland startet der Bestellbeginn am 18. August. Für Portugal hat Mercedes-Benz bislang weder einen Marktstart oder Bestelltermin noch Preise bekannt gegeben.
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