Volkswagen positioniert den neuen Taigo als erstes „SUV-Coupé“ der Marke für den europäischen Markt. Im Vergleich zum T-Cross, mit dem er Plattform und Technik teilt, soll er mit einer dynamischeren, fliessenderen Linienführung auftreten.
Ganz neu ist das Modell allerdings nicht: In Südamerika ist es seit dem vergangenen Jahr bereits als Nivus bekannt – dort wird er in Brasilien gebaut und verkauft.
Für Europa ändert sich mit dem Namenswechsel von Nivus zu Taigo auch der Produktionsstandort: Die für den europäischen Markt bestimmten Fahrzeuge laufen in Pamplona in Spanien vom Band.
Länger und flacher als der T-Cross
Technisch ist der Volkswagen Taigo eng mit T-Cross und Polo verwandt und basiert ebenfalls auf dem MQB A0. Der Radstand beträgt 2566 mm und liegt damit nur wenige Millimeter von dem seiner „Brüder“ entfernt.
In den Aussenmassen setzt sich der Taigo deutlicher ab: Mit 4266 mm ist er spürbar länger – exakt 150 mm mehr als der 4110 mm lange T-Cross. In der Höhe misst er 1494 mm und in der Breite 1757 mm; damit steht er rund 60 mm niedriger und ein paar Zentimeter schmaler da als der T-Cross.
Der zusätzliche Platz kommt dem Gepäckraum zugute: Der Taigo bietet eine grosszügige Kofferraumkapazität von 438 l und liegt damit in etwa auf dem Niveau des kantiger gezeichneten T-Cross. Dessen Ladevolumen variiert – dank verschiebbarer Rücksitzbank – zwischen 385 l und 455 l; dieses Detail übernimmt das neue „SUV-Coupé“ jedoch nicht.
Dem Namen gerecht werden
Passend zur Bezeichnung „SUV-Coupé“ hebt sich die Silhouette klar von den verwandten Modellen ab. Besonders auffällig ist die stark geneigte Heckscheibe, die den gewünschten dynamisch-sportlichen Eindruck unterstützt.
Front und Heck wirken insgesamt vertraut, setzen aber sportivere Akzente: Vorn betonen das Zusammenspiel aus Scheinwerfern und Kühlergrill (LED serienmässig, optional IQ.Light LED Matrix) sowie hinten ein Leuchtenband die schärfer gezeichneten Konturen.
Im Innenraum orientiert sich das Armaturenbrett-Layout des Taigo stark am T-Cross, unterscheidet sich jedoch durch die – erfreulicherweise vom Infotainment getrennten – Klimabedienelemente, die aus berührungsempfindlichen Flächen und nur wenigen physischen Tasten bestehen.
Das Interieur wird insgesamt von Bildschirmen geprägt: Ein Digital Cockpit (8″) gehört bei allen Volkswagen Taigo serienmässig dazu. Beim Infotainment (MIB3.1) hängt die Grösse des Touchscreens von der Ausstattung ab und reicht von 6,5″ bis 9,2″.
Auch bei der Assistenztechnik soll das aktuelle Paket an Fahrerhilfen verfügbar sein. Mit dem IQ.DRIVE Travel Assist kann der Volkswagen Taigo – je nach Ausstattung – eine teilautomatisierte Fahrfunktion ermöglichen, indem mehrere Assistenzsysteme zusammenarbeiten und beim Bremsen, Lenken und Beschleunigen unterstützen.
Nur Benziner
Für den neuen Taigo sind ausschliesslich Benzinmotoren vorgesehen, bekannt aus anderen Volkswagen Modellen, mit Leistungsstufen von 95 PS bis 150 PS. Wie bei weiteren MQB-A0-Ableitungen sind weder Hybrid- noch Elektrovarianten geplant:
- 1.0 TSI, Dreizylinder, 95 PS;
- 1.0 TSI, Dreizylinder, 110 PS;
- 1.5 TSI, Vierzylinder, 150 PS.
Je nach Motor erfolgt der Antrieb der Vorderräder über ein manuelles Fünf- oder Sechsganggetriebe oder über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG).
Wann kommt er?
Der neue Volkswagen Taigo soll in Europa gegen Ende des Sommers in den Handel kommen. Die Baureihe wird in vier Ausstattungslinien gegliedert: Taigo, Life, Style sowie die sportlicher ausgerichtete R-Line.
Zusätzlich sind Optionen und Pakete vorgesehen, um den Taigo stärker zu individualisieren: Black Style Package, Design Package, Roof Pack sowie sogar ein LED-Lichtband, das die Scheinwerfer miteinander verbindet und nur vom Volkswagen Logo unterbrochen wird.
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