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Volvo Cars Tech Moment: Elektro, vernetzt und sicher – die Technologie-Strategie

Weißes Volvo Elektroauto an Ladestation in modernem, lichtdurchflutetem Raum mit Pflanzen.

Ausschliesslich elektrisch, deutlich stärker vernetzt und – wie seit jeher – kompromisslos auf Sicherheit ausgerichtet: Auf diesen drei Säulen soll die Entwicklung künftiger Modelle von Volvo Cars aufbauen. Beim Online-Event Volvo Cars Tech Moment hat die skandinavische Marke heute ihre neuesten Technologie-Fortschritte vorgestellt.

Volvo Cars verfolgt das Ziel, bis 2030 zur führenden Marke im Premium-Segment der 100% elektrischen Autos zu werden – und setzt dafür konsequent auf Technik. Die Strategie stützt sich dabei auf vier zentrale Felder: Sicherheit, zentrales Computing, Elektrofahrzeuge und Konnektivität.

Dazu sagte Håkan Samuelsson, Chief Executive Officer von Volvo Cars: „Dies ist ein sehr wichtiger Moment in unserer Entwicklung, und wir wollen die Nachfrage unserer Kunden nach elektrischen Modellen mit einfacher Konnektivität, exzellenten Sicherheitsniveaus und fortschrittlichem autonomen Fahren erfüllen“.

Sicherheit, das bewährte Fundament von Volvo Cars

Sicherheit ist seit Langem ein Kernbestandteil der Markenidentität von Volvo Cars – und sie bleibt auch in der nächsten Entwicklungsphase entscheidend. Mit dem Anspruch, die kommende Modellgeneration zur bislang sichersten zu machen, kündigt Volvo Cars die Integration innovativer Software- und Hardware-Technologien an, die eine Datenerfassung und -auswertung in Echtzeit ermöglichen.

Diese Echtzeit-Datenarbeit erfolgt laut Hersteller stets nur nach vorheriger Zustimmung der Kunden. Dabei können Kunden auswählen, welche Daten erhoben werden dürfen; zudem werden alle Informationen aggregiert verarbeitet, um Datenschutzvorgaben einzuhalten. Nach Angaben der schwedischen Marke sollen so schnelle und kontinuierliche Verbesserungen der Fahrzeugsicherheit möglich werden. Zu den erfassten Daten zählt auch die Umgebungsinformation rund um das Auto, die über den LiDAR-Sensor gewonnen wird.

Beim autonomen Fahren verfolgt Volvo Cars das Ziel, durch die laufende Sammlung und Analyse die Validierung und Verifizierung von Daten schneller voranzutreiben – gestützt auf die Erkenntnisse aus Millionen von Kilometern, die tausende Fahrzeuge weltweit zurücklegen. Entsprechend sollen die Fahrzeuge bei Bedarf sicherheitsrelevante Aktualisierungen per over-the-air-Updates erhalten.

Die umfassende Datennutzung führt direkt in ein weiteres Investitionsfeld: zentrales Computing. Um die gesammelten Informationen verarbeiten zu können, investieren die schwedische Marke und Zenseact in eine Anlage, die mehr als 200 PebiBytes an Daten speichern kann (225 Millionen Gigabytes).

Eigenes Software-Ökosystem

Neben dieser zentralen Infrastruktur zur Datenspeicherung setzt Volvo Cars zusätzlich auf eine eigene Software-Basis: das Betriebssystem VolvoCars.OS, das in der nächsten Modellgeneration der Marke erstmals eingesetzt wird. Es unterstützt die notwendigen over-the-air-Updates und bildet das Fundament für ein System, das verschiedene Betriebssysteme im Fahrzeug und in der Cloud zusammenführt.

Gleichzeitig soll diese Software Entwicklern den Zugriff auf Fahrzeugfunktionen ermöglichen – über unterschiedliche Programmierschnittstellen für Apps. So können neue Dienste und Apps speziell für Volvo-Fahrzeuge entwickelt werden.

Henrik Green, Chief Technology Officer von Volvo Cars, erklärte zu diesem Ansatz: „Indem wir unsere Software intern entwickeln, können wir die Geschwindigkeit erhöhen, mit der wir unsere Fahrzeuge verbessern. Wie bei einem Smartphone oder einem Computer kann die neue Software schnell über over-the-air-Updates integriert werden, sodass das Auto im Laufe der Zeit immer besser wird“.

Abschliessend verfolgt Volvo zudem das Ziel, die zentrale Rechenleistung in seinen Elektro-Modellen stärker zu bündeln. Dadurch soll ein grosser Teil der heutigen Komplexität reduziert werden: Statt auf zahlreiche elektronische Steuergeräte angewiesen zu sein, soll ein neues System von einer leistungsfähigen Zentraleinheit betrieben werden, die das operative Processing, künstliche Intelligenz, das übergreifende Betriebssystem und das Infotainment-System steuert.

Elektroautos: heutige Investition, künftiger Standard

Bei den Fahrzeugen selbst stehen vor allem zwei Punkte im Vordergrund: kürzere Ladezeiten und eine höhere Reichweite. Um das zu erreichen und gleichzeitig den Fokus auf Nachhaltigkeit zu halten, hat sich Volvo Cars – wie bereits vor einiger Zeit berichtet – mit dem Unternehmen Northvolt zusammengeschlossen.

Darüber hinaus plant Volvo, in der dritten Generation seiner Elektro-Modelle (geplant für die Mitte des Jahrzehnts) den Batterie-Pack in den Fahrzeugboden zu integrieren. Die Zellstruktur soll dabei genutzt werden, um die Gesamtsteifigkeit zu erhöhen und die Effizienz des Fahrzeugs zu verbessern.

Im Bereich Konnektivität setzt Volvo Cars auf die Partnerschaft mit Google, um „vorn zu bleiben“. Ziel ist eine „vereinfachte Erfahrung, die die Sicherheit optimieren wird“. Für künftige Volvo-Modelle sind daher ein digitales Kombiinstrument, ein Head-up Display sowie ein grösserer Zentralbildschirm mit Sprachsteuerung angekündigt.


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