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Neuer Subaru WRX: Design, Technik und Chancen für Europa

Blauer Subaru WRX 2025 Sportwagen mit aggressivem Design und breitem Heckspoiler in weißem Studio.

Unübersehbar ist die schwarze „Rüstung“, die die kantig ausgeführten Radhäuser und den unteren Bereich der Karosserie des neuen Subaru WRX einfasst – fast so, als stünde hier irgendein Crossover.

Ganz neu ist diese Optik bei einer Limousine zwar nicht: Es gab etwa den Volvo S60 Cross Country, und heute fährt der Polestar 2 mit ähnlichen Anleihen vor. Trotzdem wirkt es ungewohnt, dieses Stilmittel ausgerechnet bei einem Modell zu sehen, dessen Stammbaum bis zu den legendären Impreza WRX STi zurückreicht.

Vertrauter ist dagegen die Lufthutze auf der Motorhaube. Die markante Heckflügel-Silhouette, die WRX und Vorgänger lange prägte, fehlt jedoch – an ihrer Stelle sitzt nun ein deutlich dezenterer Heck-Spoiler.

Neue Plattform des Subaru WRX

Abgesehen davon bleibt der neue Subaru WRX im Kern ganz er selbst – auch wenn er eine Reihe wichtiger Neuerungen mitbringt.

Den Anfang macht die Basis: Der WRX wechselt auf die Subaru Global Platform (SGP). Diese Architektur feierte 2016 im Impreza ihre Premiere und bildet inzwischen bei nahezu der gesamten Modellpalette des japanischen Herstellers das Fundament, etwa beim SUV Ascent oder beim Outback.

Laut Hersteller steigt die Torsionssteifigkeit um 28%, gleichzeitig legen die Aufnahmepunkte der Radaufhängungen um 75% zu. Beides soll dem WRX spürbare Vorteile bei Fahrverhalten und Handling verschaffen.

Hinzu kommt, dass die SGP einen niedrigeren Schwerpunkt ermöglicht. Ausserdem wird der hintere Stabilisator nun direkt an der Karosserie befestigt und nicht mehr – wie zuvor – an einer Unterstruktur, was die Wankneigung reduziert.

Neuer Motor, aber weiterhin Boxer

Auch beim Antrieb gibt es einen Wechsel. Der WRX bleibt dem längs eingebauten Vierzylinder-Boxer vorne treu, setzt nun aber auf den FA24F: 2,4 l Hubraum mit Turbo, wie er bereits in Ascent und Outback eingesetzt wird.

Im neuen Subaru WRX legt die Leistung etwas zu: maximal 275 cv (264 cv in den genannten Modellen). Beim Drehmoment geht es hingegen leicht zurück, es liegt bei 350 Nm (statt 376 Nm). Angaben zur Fahrleistung hat die Marke bislang nicht veröffentlicht.

Gekoppelt ist der Boxer entweder an ein Sechsgang-Schaltgetriebe – heute eine zunehmend seltene Wahl – oder optional an eine Automatik namens Subaru Performance Transmission. Diese soll, so Subaru, Hochschaltvorgänge um bis zu 30% und Rückschaltvorgänge um bis zu 50% beschleunigen.

Wie es sich gehört, verfügt der neue Subaru WRX über Allradantrieb: Zum Einsatz kommt der bewährte Subaru Symmetrical All-Wheel Drive inklusive Active Torque Vectoring (Drehmomentverteilung).

Die steifere Struktur, kombiniert mit einer neuen elektrischen Servolenkung sowie einer vorn überarbeiteten Fahrwerksgeometrie und einer auf der Rennstrecke optimierten Abstimmung, soll den WRX schneller ansprechen und präziser auf Lenkbefehle reagieren lassen – bei gleichzeitig höherer Dynamik und verbessertem Abrollkomfort.

Im Innenraum zeigt sich vermutlich die grösste Zäsur: Das Armaturenbrett wird von einem grossen, hochkant montierten 11,6″-Touchscreen dominiert, der Apple CarPlay und Android Auto integriert.

Kommt er nach Europa?

Trotz Limousinenform dürften die stärksten Gegner des neuen Subaru WRX eher Hot Hatch wie der Volkswagen Golf R sein – oder auch der kleinere, ebenfalls stark von Rallye-DNA geprägte Toyota GR Yaris. Und selbst wenn die ersten Eckdaten eher zurückhaltend wirken: Von einer künftigen STi-Version erwartet man, dass sie die Werte deutlich anhebt.

Vorgestellt wurde der neue Subaru WRX in den Vereinigten Staaten von Amerika, und Nordamerika ist auch sein wichtigster Zielmarkt. Diesseits des Atlantiks ist es dagegen eher unwahrscheinlich, dass er auf dem „alten Kontinent“ landet – nicht zuletzt wegen der hier geführten „guerra às emissões“. Für Portugal gilt das umso mehr, zumal die Marke dort nicht einmal offiziell verkauft wird.


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