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Sechs Gebrauchtwagen mit echten Offroad-Fähigkeiten für die Ferien

Fünf verschiedene Geländewagen in einer Autohalle, aufgereiht in Farben Grau, Orange, Weiß, Grün und Gelb.

Wenn die Ferien näher rücken, suchen manche nach versteckten Stränden, Bergpfaden oder Routen, auf denen der Asphalt längst endet, bevor das Ziel erreicht ist. Genau dann zeigt sich jedoch ein Problem: Ein Auto zu finden, das wirklich fürs Gelände taugt, wird zunehmend schwieriger.

Denn auch wenn SUVs den Markt erobert haben, bedeutet das robuste Auftreten vieler Modelle nicht automatisch echte Offroad-Kompetenz – etliche bleiben abseits befestigter Strassen deutlich hinter dem Eindruck zurück.

Für alle, die lieber abbiegen, wenn andere umdrehen, gibt es zum Glück weiterhin den Gebrauchtwagenmarkt. Deshalb haben wir bei PiscaPisca.pt vorbeigeschaut und gezielt nach sechs Modellen mit echten Fähigkeiten im Gelände gesucht.

Diese Auswahl haben wir in zwei Kategorien aufgeteilt: drei vergleichsweise günstige Optionen, die überschaubare laufende Kosten mit solider Geländetauglichkeit verbinden, sowie drei klassische Geländewagen, die in Anschaffung und Unterhalt teurer sind, dafür aber deutlich mehr leisten, sobald Asphalt zur Ausnahme wird.

Los geht’s mit den preiswerteren Kandidaten.

Dacia Duster

Was ist das? Kaum ein Modell hat Geländetauglichkeit so breit zugänglich gemacht wie der Dacia Duster. Schon seit der ersten Generation sticht er heraus, weil er Preis, Robustheit und Alltagstauglichkeit in einer Kombination bietet, die schwer zu schlagen ist.

Selbst als Fronttriebler helfen die grosse Bodenfreiheit sowie die guten Böschungs-, Rampen- und Abfahrwinkel dabei, Schotterwege, schlechte Pisten oder Waldwege für ein SUV dieser Klasse erstaunlich souverän zu meistern. Mit 4×4-Antrieb legt der Duster noch einmal nach: Dann steht auch die nötige Traktion für Untergründe mit wenig Grip zur Verfügung.

Ohne die technische Raffinesse klassischer Geländewagen, dafür aber auch ohne deren Kauf- und Wartungskosten, bleibt der Duster eine der günstigsten Möglichkeiten, Orte zu erreichen, an denen viele moderne SUVs passen müssen. Bis 20.000 Euro findet man gebraucht sowohl Exemplare der ersten als auch der zweiten Generation.

Worauf achten? Bei den Dieselaggregaten 1.5 dCi sollte man den Zustand von Partikelfilter (DPF) und AGR-Ventil prüfen – besonders, wenn das Fahrzeug überwiegend im Stadtverkehr unterwegs war. Achten Sie ausserdem auf mögliche Öl- oder Kühlmittellecks und darauf, ob Wartungen innerhalb der empfohlenen Intervalle durchgeführt wurden.

Bei Varianten mit Allradantrieb lohnt ein genauer Blick auf Hinterachsdifferenzial und Kupplung: Suchen Sie nach Spiel, Undichtigkeiten oder Hinweisen auf intensive Offroad-Nutzung. Unabhängig vom Motor sind auch Fahrwerk, Unterboden und Motorschutz auf Einschläge oder Korrosion zu kontrollieren.

FIAT Panda Cross

Was ist das? Lassen Sie sich von den kompakten Abmessungen nicht täuschen. Als echter David unter den Goliaths ist der FIAT Panda Cross erstaunlich stark, sobald das Gelände anspruchsvoller wird – und knüpft damit an den Ruf seiner Vorgänger an.

Mit mehr Bodenfreiheit als der normale Panda, sehr günstigen Böschungs- und Abfahrwinkeln sowie Allradantrieb kommt er über Hindernisse, an denen viele kompakte SUVs scheitern. Ein zentraler Vorteil ist zudem das geringe Gewicht: Gerade auf rutschigen Untergründen kommt der Panda Cross damit besonders leicht voran.

Worauf achten? Bei Versionen mit dem zweizylindrigen 0.9 TwinAir ist entscheidend, dass die Wartung nach Herstellervorgaben erfolgt ist. Prüfen Sie ausserdem auf ungewöhnlichen Ölverbrauch oder Undichtigkeiten im Bereich des Turboladers. Während der Probefahrt sollten übermässige Vibrationen oder ein unruhiger Motorlauf auffallen.

Testen Sie das 4×4-System und die Kupplung auf korrekte Funktion. Kontrollieren Sie ebenso Fahrwerk, Dämpfer und den Unterboden auf Schäden durch häufige Geländeeinsätze oder auf Korrosionsspuren – insbesondere an Auspuffanlage und Fahrwerksarmen.

Suzuki Vitara

Was ist das? Im Gegensatz zu vielen heutigen kompakten SUVs hat der Suzuki Vitara seine Wurzeln nie verleugnet. Er ist handlich, leicht und mit dem AllGrip-Allradsystem erhältlich – und zählt damit weiterhin zu den fähigeren Angeboten im Segment, wenn Asphalt durch Schotter, Schnee oder Matsch ersetzt wird.

Ohne den Anspruch, mit kompromisslosen Geländewagen zu konkurrieren, überzeugt er vor allem mit niedrigem Gewicht und einer unkomplizierten Technik. Genau das bringt ihn oft weiter als zahlreiche SUVs, die primär für die Stadt konzipiert sind. Hinzu kommen ein guter Ruf in Sachen Zuverlässigkeit sowie vergleichsweise moderate Betriebskosten – beides macht ihn als Gebrauchten besonders interessant.

Worauf achten? Beim 1.4 BoosterJet sollte die Wartung nach Plan erfolgt sein; achten Sie zudem auf mögliche Geräusche von der Steuerkette. Prüfen Sie bei der Probefahrt, ob der Motor sauber und ohne Aussetzer hochdreht, um eventuelle Probleme im Einspritzsystem auszuschliessen.

Unabhängig von der Motorisierung sind Unterboden und Fahrwerk sorgfältig zu begutachten – vor allem bei AllGrip-Varianten, die häufiger abseits befestigter Wege eingesetzt worden sein könnten.

Stellen Sie ausserdem sicher, dass alle Rückrufaktionen (Recall) erledigt wurden. Bei frühen Baujahren gab es Kampagnen rund um das automatische Notbremssystem sowie um Befestigungsschrauben der Hinterachse.

Überprüfen Sie auch das Infotainment auf einwandfreie Funktion und achten Sie auf mögliche Fehlermeldungen zu elektronischen Fahrassistenzsystemen.

Jeep Wrangler

Was ist das? Bei den klassischen Geländewagen muss der Jeep Wrangler an erster Stelle stehen. Kaum ein anderes Auto verkörpert Offroad so klar wie der Wrangler: als direkter Nachfahre des Willys setzt er Geländeleistung konsequent vor Strassenkomfort.

Leiterrahmen, Untersetzungsgetriebe und die typischen, sehr guten Böschungs- und Rampenwinkel ermöglichen Hindernisse, die nur wenige Modelle schaffen. Zudem gehört er zu den wenigen modernen Fahrzeugen, die sich einen wirklich abenteuerlichen Charakter bewahrt haben.

Anfangs vor allem mit Dieselmotoren im Angebot, erhielt der Wrangler später auch eine Plug-in-Hybrid-Variante, die – wie im Video oben zu sehen – seine Fähigkeiten abseits des Asphalts nicht eingebüsst hat.

Der Wrangler wird dieses Jahr nicht mehr auf dem europäischen Markt verkauft, was dazu beitragen könnte, dass verfügbare Exemplare als Gebrauchtwagen im Wert steigen.

Worauf achten? Beim Diesel 2.8 CRD sind Wartungshistorie sowie mögliche Öl- oder Kühlmittellecks zu prüfen. Kontrollieren Sie die Funktion des Untersetzungsgetriebes und inspizieren Sie Achsen, Antrieb und Lenkung auf Spiel oder Vibrationen – bei intensiv im Gelände genutzten Fahrzeugen relativ häufig.

Bei den Plug-in-Hybrid-Versionen 4xe sollte nachweisbar sein, dass alle Rückrufe durchgeführt wurden, insbesondere jene zur Hochvoltbatterie. Achten Sie in der Probefahrt darauf, dass der Ladevorgang normal verläuft, und prüfen Sie, ob Fehlermeldungen des Hybridsystems erscheinen.

Egal welcher Antrieb: Untersuchen Sie den Rahmen gründlich auf Korrosion oder Anzeichen extremer Nutzung. Prüfen Sie den Zustand der Unterfahrschutze, der Achsen und der Antriebskomponenten und achten Sie auf Schäden durch Aufsetzer.

Land Rover Discovery 3

Was ist das? Der Discovery beeindruckt weiterhin mit starken Geländeeigenschaften. Mit Luftfederung und Terrain Response – einem System, das zentrale Fahrzeugparameter automatisch an den Untergrund anpasst – gehörte er zu den frühen Modellen, die Elektronik gezielt fürs Gelände nutzten und damit einen Trend setzten, der sich rasch verbreitete.

Auf der Strasse bietet er einen Komfort, der in dieser Geländewagen-Generation nur selten zu finden ist; abseits davon bleibt er dank langhubiger Federung, ausgefeilter Elektronik und Untersetzungsgetriebe eine feste Referenz.

Es gab zeitweise auch einen V8, wie es bei der Marke „üblich“ ist, doch die Dieselversionen fanden die meisten Anhänger. Gleichzeitig gilt: Dieses Auto verlangt nach konsequent sorgfältiger Wartung.

Worauf achten? Beim 2.7 TDV6 sollte die Luftfederung die Karosserie ohne Zögern heben und senken, und der Kompressor darf nicht dauerhaft laufen – das ist eines der typischen Probleme dieses Modells. Bevorzugen Sie Fahrzeuge mit lückenloser Historie, idealerweise aus spezialisierten Werkstätten.

Unabhängig vom Motor sind die Querlenker, Radnaben und die elektrische Feststellbremse zu prüfen.

Vor dem Kauf sollten Sie ausserdem Terrain Response und die übrigen elektronischen Systeme testen und dabei auf mögliche Fehlermeldungen im Kombiinstrument achten.

Mercedes-Benz G-Klasse

Was ist das? Nur wenige Fahrzeuge erreichen den Status der G-Klasse. Auch wenn sie längst als Luxus-Ikone gilt, hat sie die Eigenschaften, die sie unter den Geländewagen berühmt gemacht haben, nie abgelegt.

Leiterrahmen, drei Differenzialsperren und Untersetzungsgetriebe sorgen weiterhin dafür, dass sie zu den kompetentesten Serienfahrzeugen für den Geländeeinsatz zählt.

Ausserdem gehört sie zu den Modellen, die ihren Wert am Gebrauchtwagenmarkt besonders gut halten – beim Kauf eine „schlechte Nachricht“, beim späteren Verkauf jedoch ein klarer Vorteil.

Worauf achten? Sehen Sie sich Rahmen und Karosserie sehr genau auf Rost an, insbesondere bei älteren Exemplaren. Prüfen Sie die Funktion aller drei Differenzialsperren und des Untersetzungsgetriebes – Reparaturen können hier schnell teuer werden.

Bei Dieselversionen sind Öllecks ein Thema, und es sollte belegt sein, dass Inspektionen innerhalb der empfohlenen Intervalle durchgeführt wurden.

Auch Fahrwerk, Lenkung und Teile des Antriebsstrangs verdienen eine gründliche Kontrolle, vor allem bei Fahrzeugen, die regelmässig im Gelände unterwegs waren. Bei neueren Modellen sollte zusätzlich die einwandfreie Funktion aller elektronischen Ausstattungen und Assistenzsysteme geprüft werden.


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