Seit seiner Markteinführung im Jahr 2007 wurden vom Nissan Qashqai mehr als drei Millionen Exemplare verkauft. Mit der dritten Generation hat das Modell ein klares Ziel: die Rückkehr an die Spitze des Segments, das es selbst begründet hat.
Um das zu erreichen, tritt der Qashqai mit einem vollständig neuen Auftritt an, bietet mehr Platz sowie mehr Technologie und ist – wie zu erwarten – nur noch mit elektrifizierten Antrieben erhältlich: entweder als 12-V-Mild-Hybrid oder mit dem neuartigen e-Power-Hybridsystem.
Beim ersten Kontakt mit der dritten Generation des japanischen Modells hat Diogo Teixeira „Hand angelegt“ an der Version mit dem 1.3 DIG-T mit 158 PS und erklärt alles, was man über den neuen Qashqai wissen muss. Seht euch das Video an:
Optisch zeigt sich der neue Nissan Qashqai komplett neu gezeichnet, bleibt aber dennoch sofort als Qashqai erkennbar.
Das neue Design folgt der jüngsten Formensprache der japanischen Marke. Auffällig sind vor allem der „V-Motion“-Kühlergrill – ein typisches Nissan-Merkmal – sowie die LED-Lichtsignatur.
Ebenfalls ein Hingucker: die 20-Zoll-Felgen. Zum ersten Mal kann der Qashqai diese Größe „tragen“ (bislang waren maximal 19 Zoll verfügbar).
Technischerer Innenraum
Im Innenraum fallen die Fortschritte bei Technik und Konnektivität deutlich aus. Der japanische SUV bietet nun einen 9-Zoll-Zentralbildschirm mit Unterstützung für Android Auto und Apple CarPlay (letzteres lässt sich kabellos nutzen), ein komplett digitales 12,3-Zoll-Kombiinstrument (eines der größten im Segment) sowie ein 10,8-Zoll-Head-Up-Display.
Mit mehreren USB- und USB-C-Anschlüssen und einem induktiven Smartphone-Ladegerät kann der Qashqai zudem mit WiFi ausgerüstet werden und als Hotspot für bis zu sieben Geräte dienen.
Auch beim Thema Sicherheit gibt es zahlreiche und relevante Neuerungen, denn der neue Nissan Qashqai erhält die neueste Ausbaustufe des ProPILOT-Systems.
Das bedeutet unter anderem: automatischer Geschwindigkeitsregler mit Stop-&-Go-Funktion und Verkehrszeichenerkennung, ein System, das die Geschwindigkeit vor Kurven anhand der Daten des Navigationssystems anpasst, sowie ein Totwinkelassistent, der aktiv in die Lenkung eingreift.
Und die Motorisierungen?
Für die neue Qashqai-Generation hat Nissan nicht nur vollständig auf Dieselmotoren verzichtet, sondern zugleich alle Antriebe elektrifiziert. Der bekannte 1.3 DIG-T wird hier mit einem 12-V-Mild-Hybrid-System kombiniert (inklusive der Begründung, warum nicht das verbreitetere 48-V-System genutzt wurde) und ist in zwei Leistungsstufen erhältlich: 140 oder 158 PS.
Die 140-PS-Version liefert 240 Nm Drehmoment und ist mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt. Die 158-PS-Variante gibt es entweder als Schalter mit 260 Nm oder mit einem stufenlosen CVT-Getriebe; in diesem Fall steigt das Drehmoment auf 270 Nm.
Zum Marktstart ist der Qashqai in Portugal ausschließlich mit dem 1.3 DIG-T (140 oder 158 PS) erhältlich. Noch vor dem Sommer 2022 soll jedoch das neue e-Power-Hybridsystem folgen: Dabei dient der Benzinmotor lediglich als Generator und ist nicht mit der Antriebsachse verbunden – der Vortrieb erfolgt ausschließlich über den Elektromotor.
Dieses System, das den Qashqai zu einer Art „Benzin-Elektroauto“ macht, umfasst einen Elektromotor mit 188 PS (140 kW), einen Inverter, einen Stromgenerator, eine (kleine) Batterie und natürlich einen Benziner: einen komplett neu entwickelten 1,5-l-Motor mit 154 PS, der als erster Serienmotor mit variabler Verdichtung in Europa vermarktet wird.
Was kostet er?
In Portugal wird der neue Nissan Qashqai mit fünf Ausstattungslinien angeboten (Visia, Acenta, N-Connecta, Tekna und Tekna+). Der Einstiegspreis liegt bei 29 000 Euro für die Basisversion und reicht bis 43 000 Euro für die am besten ausgestattete Tekna+-Variante mit Xtronic-Getriebe – genau diese hat Diogo in diesem Test gefahren.
Außerdem gibt es eine spezielle Startserie mit dem Namen Premiere Edition, die bei 33 600 Euro beginnt.
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