Kürzlich wurde bekannt, dass Richard „Hamster“ Hammond ein neues Geschäft für die Restaurierung klassischer Fahrzeuge eröffnen wird – es soll „The Smallest Cog“ heissen.
Die neue Restaurationswerkstatt wird zugleich Teil einer neuen Discovery+-Serie mit dem Titel „Richard Hammond’s Workshop“. So sehr die erwartbare Aufmerksamkeit – und hoffentlich auch der Erfolg – dem Projekt helfen dürfte: Um das Vorhaben zu finanzieren, sah sich Hammond gezwungen, einige Stücke aus seiner privaten Sammlung zu verkaufen.
Dass ausgerechnet der Verkauf eigener Klassiker den Aufbau eines Betriebs zur Restaurierung klassischer Fahrzeuge ermöglicht, entging dem bekannten Moderator nicht.
Insgesamt kommen acht Fahrzeuge unter den Hammer – drei Autos und fünf Motorräder. Die Versteigerung findet am 1. August über Silverstone Auctions statt, im Rahmen der Veranstaltung „The Classic Sale at Silverstone“ auf der gleichnamigen Rennstrecke.
Bei den vierrädrigen Klassikern, die Richard Hammond einliefert, ist die Bandbreite gross: ein Bentley S2 von 1959, ein Porsche 911 T von 1969 sowie als jüngstes Exemplar ein Lotus Esprit Sport 350 von 1999.
Bentley S2
Der Bentley S2 von 1959 hatte bereits fünf Vorbesitzer – darunter Richard Hammond –, der es sich nicht nehmen liess, dem aristokratischen Modell zusätzlichen Glanz zu verleihen. Laut Silverstone Auctions wurde die Karosserie vor Kurzem aufgearbeitet, ausserdem wurde das Automatikgetriebe vor zwei Jahren ersetzt. Der Kilometerzähler zeigt etwas mehr als 101.000 km.
Bedeutend ist dieses Modell, weil hier erstmals der V8 der L-Series eingesetzt wurde – ein Motor, der erst 2020 auslief, 41 Jahre nach seiner Einführung (nicht nur im Bentley S2, sondern ebenso im Rolls-Royce Silver Cloud II und Phantom). Mit 6.230 cm3 Hubraum war der V8 vollständig aus Aluminium gefertigt und brachte im Vergleich zum Vorgänger mit seinem deutlich zurückhaltenderen Reihensechszylinder einen spürbaren Leistungszuwachs.
Porsche 911 T
Der Porsche 911 T von 1969 gehörte zu den ersten, die vom Hubraumzuwachs des Flat-Six auf 2,2 l profitierten – die Leistung stieg von 110 PS auf 125 PS. Zusätzlich wurde der Radstand um 57 mm verlängert (nun 2.268 mm), was der Fahrdynamik zugutekam.
Dieses konkrete Exemplar ist links gelenkt, wurde ursprünglich in Kalifornien ausgeliefert und weist etwas mehr als 90.000 km aus. Richard Hammond hält diese Laufleistung aufgrund des sehr guten Erhaltungszustands für plausibel. Das „T“ steht für Touring und markierte den Einstieg in die wachsende 911-Familie, nachdem der 912 aus dem Programm genommen worden war.
Lotus Esprit Sport 350
Zum Abschluss steht mit dem Lotus Esprit Sport 350 von 1999 ein Kandidat bereit, der als zukünftiger Klassiker gelten darf. Es handelt sich um Exemplar Nr. 5 von insgesamt 48 gebauten Sport-350-Einheiten; dazu gehört ein Lotus-Zertifikat zur Herkunft. Der Wagen kommt auf ungefähr 76.000 km und nutzt einen in den vergangenen Jahren überholten V8-Twin-Turbo mit Flat-Plane-Kurbelwelle, 3,5 l Hubraum und 355 PS.
Als einer der exklusivsten Esprit überhaupt basierte der Sport 350 auf dem V8 GT, war jedoch 85 kg leichter und erhielt mehrere Verbesserungen am Fahrwerk. Dazu zählen grössere Bremsscheiben von AP Racing, neue Dämpfer und Federn sowie ein dickerer Stabilisator. Abgerundet wird das Paket durch OZ-Crono-Felgen aus Magnesium.
Neben den drei Autos trennt sich Richard Hammond auch von fünf Motorrädern aus seiner Sammlung: Sunbeam Model 2 (1927), Velocette KSS Mk1 (1932), Kawasaki Z900 A4 (1976), Moto Guzzi Le Mans Mk1 (1977) und als jüngstes Stück eine Norton Dominator 961 Street Limited Edition von 2019 – bemerkenswert, weil es sich um die Einheit 50 von 50 handelt.
Vieles deutet darauf hin, dass es nicht bei dieser Auktion bleibt: Noch für dieses Jahr ist bereits der Verkauf weiterer Klassiker vorgesehen, darunter zum Beispiel ein Ford RS200.
Quelle: Drivetribe, Silverstone Auctions.
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