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Der neue Honda HR-V Hybrid im Detail

Weißer Honda HR-V Hybrid SUV, frontal seitlich aufgenommen, in einer modernen Ausstellungshalle.

Der neue Honda HR-V Hybrid setzt die Elektrifizierungsstrategie des japanischen Herstellers konsequent fort und nimmt dabei eine Schlüsselrolle in der Europa-Planung der Marke ein – in einem Markt, in dem Honda bereits 2022 eine vollständig elektrifizierte Modellpalette anbieten will.

Auch die kürzlich vorgestellten Jazz und Crosstar sind in Hondas Elektrifizierungsfahrplan zentral positioniert, gemeinsam mit dem CR-V. Zusammen tragen sie maßgeblich dazu bei, dass 65 % der gesamten Honda-Verkäufe in Europa auf Hybridfahrzeuge entfallen. Im Kapitel der reinen Elektrifizierung gilt allerdings ein anderes Modell als „Speerspitze“: der Honda e, Hondas erstes in Serie produziertes Elektroauto.

Seit der Markteinführung im Jahr 2013 (in Japan unter dem Namen Honda Vezel) wurden weltweit mehr als 3,8 Millionen Einheiten verkauft. Damit ist der neue HR-V Hybrid – so lautet die offizielle Bezeichnung – für Honda eine wichtige „Visitenkarte“.

Coupé-inspirierte Linienführung

Mit stärker horizontal betonten Linien, einer schlichten, gestreckten Formensprache und einem deutlich anderen Auftritt als beim Vorgänger grenzt sich der neue HR-V Hybrid klar von der vorherigen Generation ab. Honda betont, dass man sich bei der Grundform dieses Crossover am Coupé-Format orientiert hat.

Zu diesem Eindruck trägt insbesondere die flacher verlaufende Dachlinie bei, die im Vergleich zum Vorgängermodell um 20 mm abgesenkt wurde. Gleichzeitig unterstreichen die auf 18" gewachsenen Felgen sowie die um 10 mm erhöhte Bodenfreiheit den robusteren Stand.

An der Front fällt der neue, in Wagenfarbe gehaltene Kühlergrill mit integriertem Markenlogo auf. Der große Chromrahmen der vorherigen Generation ist vollständig entfallen. Hinzu kommen die markante Lichtsignatur mit Full-LED-Technik sowie eine stärker geneigte A-Säule.

In der Seitenansicht betont eine horizontale Linie die Schulterpartie. Am Heck kommt nun ein durchgehendes Leuchtenband über die gesamte Breite zum Einsatz: Die Rückleuchten sind über eine beleuchtete Querspange miteinander verbunden.

Innenraum mit klarer Gestaltung

Der HR-V Hybrid basiert auf der GSP-Plattform (Global Small Platform), die auch beim neuen Honda Jazz eingesetzt wird. Trotz unveränderter Außenabmessungen gegenüber dem Vorgänger bietet das Modell nun mehr Platz.

Wie schon beim Exterieur setzt Honda auch im Innenraum auf eine horizontale Linienführung und einen insgesamt eleganteren Eindruck – in Anlehnung an das, was die Marke bereits beim Jazz und beim Crosstar gezeigt hat.

Im Zentrum des Armaturenbretts sitzt ein 9"-Display mit HMI-System, das die Smartphone-Integration über Apple CarPlay (ohne Kabel) und Android Auto ermöglicht. Hinter dem Lenkrad befindet sich zudem ein 7"-Digitalinstrument, das die wichtigsten Fahrerinformationen darstellt.

Ein weiteres neues Detail ist das Luftdiffusor-System: L-förmige Luftauslässe in den oberen Ecken des Armaturenbretts leiten den Luftstrom entlang der vorderen Seitenscheiben, sodass seitlich und oberhalb der Passagiere eine Art Luftvorhang entsteht. Laut Honda soll diese Lösung direkte Zugluft vermeiden und damit für ein angenehmeres Klima an Bord sorgen.

Die Vordersitze verfügen über eine neue Stützstruktur und entsprechen in ihrer Auslegung den Sitzen des neuen Jazz. Sie ermöglichen außerdem eine um 10 mm höhere Sitzposition als im Vorgänger, was ein größeres Sichtfeld begünstigt.

Fokus auf Raumangebot

In der zweiten Sitzreihe hebt Honda vor allem den um 35 mm vergrößerten Beinraum hervor – der bisherige HR-V gehörte bereits zu den geräumigeren Modellen seines Segments. Zusätzlich lassen sich die Sitzflächen um bis zu zwei Grad neigen. Ebenfalls an Bord sind die bekannten Honda Magic Seats: Wie beim Jazz und Crosstar lässt sich die Sitzfläche nach oben in Richtung Rückenlehne klappen, um hohe Gegenstände stehend transportieren zu können.

Beim Kofferraum nennt Honda noch keinen exakten Wert, spricht aber von einem ähnlich großen Volumen wie beim Vorgänger (470 Liter). Bestätigt ist die Funktion „walk away close“: Entfernt sich der Nutzer vom Fahrzeug, schließt sich die Heckklappe automatisch.

Nur und ausschließlich hybrid …

Wie der Name bereits nahelegt, wird der HR-V Hybrid ausschließlich mit Hondas Hybridtechnik e:HEV angeboten. Das System kombiniert zwei Elektromotoren mit einem 1,5-Liter-i-VTEC-Benziner im Atkinson-Zyklus (106 PS). Die maximale Systemleistung beträgt 131 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 253 Nm – angetrieben wird ausschließlich die Vorderachse.

Im Fahrbetrieb dient der Verbrennungsmotor fast immer als Generator, um die unter dem Kofferraumboden platzierte Batterie zu laden. Diese versorgt wiederum den Elektromotor mit Energie. Erst bei höheren Geschwindigkeiten (etwa auf der Autobahn) treibt der Benziner die Räder direkt an – laut Honda eine effizientere Lösung, um den Verbrauch zu optimieren.

Zur Auswahl stehen drei Fahrmodi (Eco/Normal/Sport) sowie zwei Stufen der Rekuperationsintensität. Die höchste Stufe ist „B“ und wird über den Wählhebel des Getriebes aktiviert.

Verbesserte Sicherheitssysteme

Erstmals erhält der HR-V Hybrid das markeneigene Honda SENSING. Neu ist dabei eine breiter erfassende Front-Monokamera mit höherer Auflösung. Dadurch wurde unter anderem die Fußgängererkennung mit automatischer Bremsfunktion bei Nacht verbessert; zusätzlich kann das System nun auch Radfahrer und Motorradfahrer erkennen.

Ebenfalls aufgewertet wurden der Querverkehrsmonitor sowie das Totwinkel-Informationssystem. Neu ist zudem ein Bergabfahrassistent, der im HR-V erstmals in Europa verfügbar ist und bei steilen, griffigkeitsarmen Abfahrten eine bessere Kontrolle ermöglichen soll.

Wann kommt er?

Der neue Honda HR-V Hybrid soll in Europa Ende 2021 erhältlich sein. Preise sind bislang noch nicht bekannt.

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