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Ford Ka 1.3 TDCi im Test

Blaues Ford-Kleinwagen fährt auf Landstraße bei sonnigem Wetter mit Fahrer am Steuer.

Ford Ka TDCi: Dieseltechnik von Fiat

Dass Ford beim neuen Ka Kosten spart und ihn auf derselben Plattform wie den Fiat 500 aufbaut, bringt einen entscheidenden Vorteil: Der Kleinwagen profitiert von Fiats Motorentechnik. Damit ist im Ka erstmals ein Common-Rail-Diesel erhältlich, was seine Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert. Der Selbstzünder liefert genug zusätzlichen Durchzug, um Fahrten bei höherem Tempo entspannter zu machen – der Ka ist damit nicht mehr allein auf die Fahrt zum Supermarkt beschränkt.

Finanziell bringt der Diesel allerdings keinen Vorteil. Der Ka mit Benzinmotor stösst 119 g/km CO2 aus, die Dieselversion kommt auf 112 g/km. Da beide Modelle über der entscheidenden Grenze von 100 g/km liegen, ergibt sich kein steuerlicher Vorteil. Selbst unter Einbezug des Verbrauchsunterschieds von 12 mpg – der 1,3-Liter-TDCi mit 74 bhp erreicht im Durchschnitt 67,3 mpg, entsprechend 4,2 l/100 km – müsste man fast 32.000 km pro Jahr fahren, um beim Diesel tatsächlich bei den laufenden Kosten zu sparen. Kein Wunder also, dass Ford erwartet, dass der TDCi lediglich vier Prozent der Verkäufe ausmacht.

Mehr Fahrbarkeit statt Ersparnis

Die Entscheidung für einen Ka Diesel statt eines Benziners ist folglich keine Frage der Wirtschaftlichkeit. Das gilt umso mehr, weil der Diesel 700 £ mehr kostet als die Benzinversion und ausschliesslich in der gehobenen Ausstattung Zetec angeboten wird.

Aus Fahrersicht rechtfertigt der Aufpreis sich jedoch. Der Diesel-Ka wirkt in sich stimmiger, und man stellt geringere Erwartungen daran, wie sich der Ka fahren sollte. Im TDCi fällt weniger auf, wie unglaublich gut sich die vorherige Generation lenken liess. Man nimmt ihn einfach so, wie er ist: Mit diesem Motor wird der Ka zum reinen Fortbewegungsmittel von A nach B – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er will nicht unterhalten, und genau das versucht er auch nicht. Der Benziner wird dagegen zu stark von seinem unmittelbaren Vorgänger geprägt.

Ford Ka TDCi auf Stadt- und Autobahnfahrten

Der Sprintwert von 0 auf 100 km/h in 13,1 Sekunden ist nicht gerade beeindruckend. Im Stadtverkehr und auf der Autobahn fühlt sich der Ka dennoch nie wirklich langsam an. Selbst auf der linken Spur fährt man nicht mit dem Eindruck, ein rollendes Hindernis zu sein. Dabei hilft natürlich das höhere Drehmoment gegenüber dem Benziner – 107 lb ft statt 74 lb ft, also rund 145 Nm statt 100 Nm. Ebenso vorteilhaft sind der früh einsetzende Turbolader und die Tatsache, dass nur fünf Gänge vorhanden sind. Dadurch fällt die Drehzahl nur selten unter den Turboladereinsatz bei 1.800 U/min.

Weil ein sechster Gang fehlt, ist das typische Dieselklappern etwas präsenter, als es ideal wäre; selbst auf der Autobahn verschwindet es nie vollständig. Bei hohem Tempo sind die Geräusche, Vibrationen und Härten dennoch geringer als im Benziner. Genau das zählt bei diesem Auto und macht ihn zum vielseitigeren Alltagsfahrzeug. Er sollte sich bei 113 km/h ebenso wohlfühlen wie beim gemächlichen Rollen durch die Stadt. Spannend oder unterhaltsam ist er nicht, doch genau dort müssen Diesel-Kleinwagen überzeugen. Dieses Auto – entschuldigung, dieser Ka – tut es.

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