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Volkswagen Golf R32: Die Geschichte eines besonderen Sportwagens

Blauer Volkswagen Golf R32 in einem modernen, weißen Showroom vor einer großen Spiegelwand.

Es gibt solche Tage. Dann wirkt es, als würde das Universum seine übervolle To-do-Liste – neue Planeten, Sterne, Schwarze Löcher und vieles mehr erschaffen – kurz beiseitelegen, um ausgerechnet unsere Wünsche wahr werden zu lassen.

Genau so ging es mir, als ich erfuhr, dass mir für einige wenige Stunden ein Exemplar des ersten Volkswagen Golf R32 für einen Test im Rahmen des German Car of The Year zur Verfügung stehen würde.

Wieder einmal hatte ich den Eindruck, dass das Universum zu meinen Gunsten gearbeitet hatte – ein Glücksgefühl, das zum Glück gar nicht so selten vorkommt. Und als wäre das nicht genug, kann ich meine Eindrücke in diesem Video mit euch teilen:

Die Bedeutung des Volkswagen Golf R32

Wie ich in diesem Video erläutert habe, zählt der Volkswagen Golf R32 zu den bedeutendsten Sportmodellen der vergangenen 20 Jahre.

„Mit dem Golf R32 hielten einige der wichtigsten Technologien der Gegenwart Einzug.“

Das knüpft an eine lange Tradition innerhalb der Golf-Baureihe an. Bereits 1974 definierte Volkswagen mit der ersten Generation des Golf GTI das Segment der sportlichen Kompaktwagen neu. 2002 gelang den Wolfsburgern dies mit dem ersten Volkswagen Golf R32 erneut.

Und der Golf brauchte diese R32-Version dringend. Der Golf GTI der Mk4-Generation war, wie ihr euch vielleicht erinnert, angesichts seines Mangels an Leistung und Ausstrahlung beinahe nur noch eine „Ausstattungslinie“.

DSG-Technik im Volkswagen Golf R32

Entscheidend für den Volkswagen Golf R32 waren allerdings nicht allein sein Motor oder der Allradantrieb – zumal die 241 PS des 2,8-Liter-VR6 heute eher bescheiden wirken. Prägend war vor allem die Premiere eines Doppelkupplungs-Automatikgetriebes in einem Serienfahrzeug.

Diese revolutionäre Technik, die Porsche in den 1980er-Jahren für den Rennsport entwickelt hatte und Volkswagen erstmals in einem Serienmodell einsetzte, findet sich heute in praktisch jedem modernen Sportwagen und Supersportwagen.

„Das DSG-Getriebe veränderte grundlegend, was wir von einem Automatikgetriebe erwarten durften.“

Mit diesen Zutaten gewann der R32 nach dem enttäuschenden GTI die verlorene Glaubwürdigkeit des Golf unter den Hot Hatches zurück: ein kultivierter Motor, ein fortschrittliches Getriebe, erstklassige Fahrleistungen und ein Fahrverhalten, das seine Versprechen einlöste. Kein Wunder also, dass er noch heute zu den meistverehrten und begehrtesten Golf aller Zeiten gehört.

20 Jahre Volkswagen R-Division feiern

Der Volkswagen Golf R32 war nicht nur das erste Modell mit Doppelkupplungs-Automatikgetriebe. Er markierte zugleich den Auftakt der Volkswagen R-Division – das „R“ steht für Racing.

„Diese Abteilung feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.“

Zu diesem Anlass hat Volkswagen eine Sonderausgabe des Golf R aufgelegt: den Volkswagen Golf R 20 Years Edition. Er wurde nicht nur mit 333 PS zum stärksten Golf aller Zeiten, sondern ist auch der schnellste „R“ auf der anspruchsvollen Nürburgring-Strecke.

Das Rezept des Golf R bleibt erhalten

Obwohl inzwischen zwei Jahrzehnte vergangen sind, ähnelt das Grundrezept weiterhin stark dem damaligen: ein kräftiger Motor, Allradantrieb und ein Doppelkupplungs-Automatikgetriebe.

Die Fahrleistungen liegen selbstverständlich auf einem deutlich höheren Niveau: von 0 auf 100 km/h in 4,6 s und 270 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dass sich nach so vielen Jahren noch immer dieselbe Rezeptur wiederfindet, ist das beste Kompliment für die Arbeit der Techniker in der Volkswagen R-Division vor 20 Jahren.

Nun bleibt abzuwarten, was die kommenden 20 Jahre bringen. Die vollständige Elektrifizierung dürfte einige der Trümpfe, welche diese Abteilung über die Jahre entwickelt hat, ins Abseits stellen. Sicher ist jedoch: Volkswagen hat immer wieder gezeigt, dass die Marke sich neu erfinden kann.

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