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EU bereitet Vorschlag zu synthetischen Kraftstoffen nach 2035 vor

Hand hält eine Flasche mit Biokraftstoff, auf Tisch EU-Karte, Auto-Modell und EU-Flaggen im Hintergrund.

Die Europäische Union hat die Kritik und Vorschläge Deutschlands zum geplanten Aus für Verbrennungsmotoren im Jahr 2035 aufgenommen. Wie Automotive News berichtet, bereitet sie nun einen Vorschlag vor, der die „Rolle“ synthetischer Kraftstoffe nach 2035 festlegen soll.

Ende Februar hatte Deutschland der Europäischen Union vorgeschlagen, auch nach 2035 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zuzulassen – vorausgesetzt, sie werden mit CO₂-neutralen Kraftstoffen betrieben.

Die deutsche Position führte dazu, dass die abschließende Abstimmung über den EU-Vorschlag verschoben wurde. Dieser sieht vor, den Verkauf neuer Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 zu untersagen.

Deutschlands Bedeutung für die Autoindustrie

Die Haltung Deutschlands lässt sich teilweise mit dem Stellenwert der Automobilindustrie für die Wirtschaft des Landes erklären. Die Branche ist mit großem Abstand der wichtigste Wirtschaftszweig Deutschlands, beschäftigt rund 800.000 Menschen und erwirtschaftet 411 Milliarden Euro.

Was soll vorgeschlagen werden?

Die Europäische Kommission, der „Exekutivarm“ der Europäischen Union, wird für den Vorschlag verantwortlich sein. Ein Termin für dessen Vorlage steht noch nicht fest, ebenso wenig sind konkrete Einzelheiten bekannt. Er soll jedoch festlegen, welche neuen Fahrzeuge nach 2035 weiterhin mit Verbrennungsmotor verkauft werden dürfen, wenn diese synthetische Kraftstoffe verbrennen.

Trotz der Fortschritte in den Gesprächen bezweifeln von Automotive News Europe zitierte Quellen, dass der EU-Vorschlag die von Deutschland vertretene Position verändern kann.

Skepsis gegenüber synthetischen Kraftstoffen

Obwohl die Details des EU-Vorschlags weiterhin offen sind, gibt es bereits „Stimmen“, die ihn kritisieren.

Eine von der Publikation zitierte Quelle stellt infrage, wie verhindert werden soll, dass Motoren herkömmliche Kraftstoffe nutzen, falls für synthetische Kraftstoffe eine Ausnahme geschaffen wird. Nach Ansicht dieser Quelle wären dafür nicht nur neue Additive, sondern auch spezielle Technologien erforderlich, da synthetische und konventionelle Kraftstoffe auf molekularer Ebene identisch sind.

Entscheidendes Treffen zur Euro-7-Norm

Noch heute, am Montag, dem 13. März, kommen in Straßburg Vertreter der 12 Länder zusammen, die Vorbehalte hinsichtlich der Umweltauswirkungen der umstrittenen Euro-7-Norm geäußert haben.

Neben Änderungsanträgen zur kontroversen Norm werden diese 12 Staaten, darunter Deutschland und Portugal, auch das Verbot des Verkaufs neuer Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 erörtern.

Quelle: Automotive News Europe

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