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Formel 1 2026: Alle neuen Regeln für die Motoren

Rotes Formel-1-Rennfahrzeug mit schwarzem Spoiler und grünem Akzent, präsentiert in modernem Showroom.

Der FIA-Weltrat für Motorsport hat am 16. August endlich die neuen Motorenregeln für die Formel 1 verabschiedet, die 2026 in Kraft treten werden.

Auf den ersten Blick bleibt das Konzept vertraut: Weiterhin kombiniert der Antrieb einen Verbrennungsmotor mit einer elektrischen Maschine. Im Detail stehen jedoch zahlreiche weitreichende Änderungen an.

Die nächste Generation der Formel-1-Rennwagen soll dadurch effizienter werden, also weniger Energie verbrauchen, und bei den CO₂-Emissionen aus dem Auspuff klimaneutral sein. An der erwarteten Leistung soll sich dennoch nichts ändern. Hier sind alle Neuerungen.

Abschied von fossilen Kraftstoffen

Auch 2026 setzen die Formel-1-Monoposti auf 1,6-Liter-V6-Turbomotoren. Der Kraftstoff, der sie antreibt, wird allerdings nicht länger fossilen Ursprungs sein.

Der neue nachhaltige Kraftstoff soll aus nicht für Lebensmittel bestimmten Rohstoffen, Biomasse und sogar aus der CO₂-Abscheidung aus der Atmosphäre gewonnen werden – einem der Bestandteile für synthetische Kraftstoffe.

Dieser gemeinsam mit ARAMCO entwickelte nachhaltige Kraftstoff soll CO₂-Neutralität bei den Auspuffemissionen ermöglichen. Sein Einsatz könnte zudem auf Straßenfahrzeuge ausgeweitet werden, was der Verbreitung solcher Kraftstoffe weiteren Auftrieb geben dürfte.

Formel-1-Motoren dürfen weniger Kraftstoff verbrauchen

Die Formel-1-Rennwagen behalten zwar ihren 1,6-Liter-V6-Turboantrieb, doch künftig wird sowohl der maximale Energiefluss begrenzt als auch die Kraftstoffmenge pro Grand Prix weiter gesenkt.

Während ein Monoposto 2013 noch 160 kg Kraftstoff je Rennen verbrauchen durfte, sank dieser Wert 2020 auf 100 kg. 2026 wird er mit 70 kg bis 80 kg nochmals niedriger ausfallen.

Dadurch wird der V6-Turbo weniger Leistung liefern als heute. Laut FIA bleiben jedoch Leistungen von über 1000 PS der Standard – denn …

… die elektrische Maschine liefert fast die dreifache Leistung

Derzeit besteht die elektrische Maschine eines Formel-1-Wagens aus einer MGU-H (Motor-Generator Unit – Heat) und einer MGU-K (Motor-Generator Unit – Kinetic).

2026 bleibt nur die MGU-K erhalten. Die MGU-H, welche thermische Energie aus Abgasen und Turbolader in elektrische Energie umwandelt, wird wegen ihrer Komplexität und Kosten abgeschafft. Ihr Wegfall könnte die Rückkehr des Turbo-Lags zur Folge haben.

Erzeugen MGU-K und MGU-H zusammen derzeit 120 kW Leistung, was 163 PS entspricht, wird die MGU-K 2026 allein 350 kW beziehungsweise 476 PS bereitstellen können. Um dies zu erreichen, wird beim Bremsen mehr Energie zurückgewonnen.

Die MGU-K wird außerdem gemeinsam mit Batterie und Elektronik im Chassis untergebracht. Damit befindet sich die gesamte Hochvolttechnik innerhalb der Sicherheitszelle, was die Sicherheit des Fahrzeugs erhöht.

Niedrigere Kosten

Das Verbot der MGU-H und weiterer Materialien sowie der verstärkte Einsatz standardisierter Komponenten von nur einem Lieferanten sollen die Kosten senken. Zusätzlich wird eine Obergrenze für die Prüfstandszeit eingeführt.

Wie bereits heute bleibt die Formel 1 auch 2026 bei maximal drei Motoren pro Fahrzeug und Saison.

Batterien recyceln

Die Formel 1 hat sich dazu verpflichtet, ökologisch verantwortungsvoller zu werden. Wie in der übrigen Automobilindustrie müssen deshalb Lösungen dafür gefunden werden, was mit Batterien am Ende ihrer Nutzungsdauer geschieht.

Ab 2026 müssen verpflichtend Recyclingmöglichkeiten nicht nur für Batterien verfügbar sein, sondern auch für bestimmte Rohstoffe aus ausgedienten MGU-K, etwa Kobalt.

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