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Nissan kündigt neue Gigafabrik in Sunderland im Rahmen von EV36Zero an

Weißer Nissan EV36ZERO Elektro-SUV in modernem Showroom mit großen Fenstern und Industriehintergrund.

Nissan hat soeben den Bau einer Gigafabrik in Sunderland im Vereinigten Königreich angekündigt. Das gemeinsame Investment mit Envision AESC beläuft sich auf rund 1,17 Milliarden Euro und ist Teil des Projekts EV36Zero.

Rund um das Nissan-Werk in Sunderland angesiedelt, soll EV36Zero 6.200 neue Arbeitsplätze schaffen und gilt als wesentlicher Baustein, um Nissans Ziel der CO₂-Neutralität bis 2050 spürbar voranzutreiben.

EV36Zero stützt sich auf drei eng miteinander verknüpfte Vorhaben: Erstens entsteht die neue Gigafabrik mit einer anfänglichen Produktionskapazität von 9 GWh. Zweitens wird in Sunderland ein Versorgungsnetz für 100 % erneuerbare Energie aufgebaut, basierend auf Wind- und Solarenergie. Drittens plant Nissan die Fertigung eines neuen elektrischen Crossover-Modells im Vereinigten Königreich.

Gigafabrik kann auf bis zu 35 GWh wachsen

Envision AESC betreibt in Sunderland bereits die erste Batteriefabrik Europas, die 2012 gegründet wurde und die Akkus für den Nissan LEAF produziert. Nun arbeitet das Unternehmen mit Nissan daran, die erste Gigafabrik im Vereinigten Königreich zu errichten – direkt neben dem Nissan-Werk in Sunderland.

Für den Start ist ein Investment von etwa 1,17 Milliarden Euro vorgesehen – Envision AESC aus China bringt davon „sofort“ 524 Millionen Euro ein. Die Produktionskapazität liegt zunächst bei 9 GWh. Gleichzeitig besteht die Option auf zusätzliche Investitionen in Höhe von 2,10 Milliarden Euro durch Envision AESC; damit könnte die Kapazität auf 35 GWh steigen.

In einer ersten Ausbaustufe soll die neue Gigafabrik 750 neue Stellen schaffen und zugleich die Arbeitsplätze von 300 bereits beschäftigten Mitarbeitenden absichern. Perspektivisch könnten weitere 4.500 neue Arbeitsplätze entstehen.

„Zero-Emission“-Ökosystem für Sunderland

Mit dem Anspruch, Sunderland zu einem Hub für Elektrofahrzeuge zu entwickeln, kündigte Nissan ausserdem ein Vorhaben gemeinsam mit der Stadtverwaltung an: den Aufbau eines Energie-Netzwerks, das zu 100 % aus erneuerbaren Quellen gespeist wird und dadurch jedes Jahr 55.000 Tonnen Kohlenstoff „einsparen“ soll.

Da sich vorhandene Wind- und Solarparks einbinden lassen, zielt das Projekt auf eine direkte Leitung zum Nissan-Werk ab, sodass die dort eingesetzte Energie vollständig „sauber“ ist.

Bei einem anfänglichen Investitionsvolumen von 93 Millionen Euro umfasst das Programm zudem Pläne für ein Energiespeichersystem, das gebrauchte Batterien aus Nissan-Elektrofahrzeugen nutzt. Auf diese Weise sollen die Akkus ein „zweites Leben“ erhalten.

Neuer elektrischer Crossover aus Grossbritannien

Zum Abschluss der live aus dem Werk in Sunderland übertragenen Ankündigung bestätigte Nissan, dass ein neuer elektrischer Crossover auf den Markt kommt, der im Vereinigten Königreich gebaut werden soll.

Viele Einzelheiten zu dem neuen Modell nannte die japanische Marke nicht. Bestätigt wurde jedoch, dass das Fahrzeug auf der CMF-EV-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi basiert.

Obwohl sich der neue Crossover die Plattform mit dem Ariya (Nissans erstem vollelektrischen SUV) teilt, dürfte er im Elektro-Portfolio von Nissan unterhalb dieses Modells positioniert sein.

Nissan und das Vereinigte Königreich: eine 35-jährige „Ehe“

In diesem Monat jährt es sich zum 35. Mal, dass Nissan die Produktion in Sunderland aufgenommen hat. Seither ist der Standort zur grössten Autofabrik im Vereinigten Königreich geworden und hat die Schaffung von 46.000 Arbeitsplätzen unterstützt.

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