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Morgan Plus Four CX-T: Offroad-Roadster mit Dakar-Know-how

Grünes Geländefahrzeug im Retro-Stil mit großen Offroad-Reifen und Dachgepäckträger in einer Ausstellungshalle.

Wer hätte das gedacht: Morgan, seit jeher bekannt für Sportwagen, die optisch wie „in der Zeit stehen geblieben“ wirken – irgendwo in den 1930er-Jahren –, fand, es sei an der Zeit, „ins Gelände zu gehen“. Dafür tat sich der Hersteller mit Rally Raid UK zusammen, einem Unternehmen mit viel Dakar-Erfahrung. Das Ergebnis trägt den Namen Morgan Plus Four CX-T.

Morgan Plus Four CX-T: Technikbasis und Antrieb

Technisch baut der CX-T auf dem Plus Four auf. Obwohl dieser die klassische Formensprache seiner Vorgänger übernimmt, handelt es sich dabei um ein komplett neues Modell. Gemeinsam ist beiden auch der Antrieb: ein 2,0-l-TwinPower-Turbo von BMW, der 258 PS (190 kW) und 400 Nm liefert (350 Nm mit Handschaltgetriebe).

Damit ist die Ausgangsbasis klar – und ebenso, wohin die Reise gehen soll: Die Modifikationen des bisher abenteuerlichsten Morgan konzentrieren sich auf alles, was für echte Ausflüge abseits des Asphalts nötig ist. Und davon gab es reichlich, was dem CX-T einen deutlich eigenständigeren Auftritt verleiht.

Bis ans Ende der Welt… und noch weiter

Um den Morgan Plus Four CX-T für „schlechte Wege“ fit zu machen, musste zunächst die Bodenfreiheit steigen. Morgan verbaute deshalb ein Fahrwerk von EXE-TC, das die Bodenfreiheit auf beeindruckende 230 mm anhebt – mehr als bei den meisten SUV „bei uns“ und nahezu doppelt so viel wie beim „normalen“ Plus Four.

Auch bei Rädern und Bereifung ging Morgan konsequent vor: Die Speichenräder verschwanden und wichen neuen Felgen samt Reifen, die speziell für den Geländeeinsatz ausgelegt sind. Zudem wurde die Frontschürze deutlich ausgeschnitten, um den wichtigen Böschungswinkel zu verbessern. Trotzdem ist der überarbeitete vordere Stossfänger längst nicht die grösste Veränderung, die der Plus Four im Zuge dieses Umbaus erfahren hat.

Offroad-Umbauten: 230 mm Bodenfreiheit und neues Heck

So erhielt der Plus Four CX-T als Erstes einen externen Überrollbügel, an dem vier Zusatzscheinwerfer montiert sind. Dazu kommen Taschen, die seitlich an der Motorhaube befestigt werden – doch der eigentliche Blickfang ist das komplett neu konstruierte Heck.

Dieses fällt deutlich weniger „retro“ aus und wirkt optisch näher an Fahrzeugen aus der Mad-Max-Reihe. Vor allem wurde es so entwickelt, dass es umfangreiche Ausrüstung aufnehmen kann: zwei Kanister, eine Werkzeugkiste aus Aluminium, zwei Reserveräder sowie zwei wasserdichte Taschen von Pelican.

Wer befürchtet, dass das fehlende Allradsystem die Geländetauglichkeit des Plus Four CX-T einschränken könnte, dem hält Morgan nach eigener Aussage eine „Lösung“ entgegen. Der britische Roadster nutzt nun ein BMW-xDrive-Hinterachsdifferenzial, das eine „massgeschneiderte“ Software erhielt.

Im Modus „Road“ ist das Differenzial vollständig geöffnet, was dem Fahrverhalten auf Asphalt zugutekommt. In „All-Terrain“ schliesst es zu 45%. Und im Modus „All Terrain – Extreme“ ist das Differenzial komplett gesperrt, sodass beide Hinterräder die gleiche Menge an Drehmoment erhalten.

Bleibt die Frage nach dem Preis: Der abenteuerlichste Morgan ist nicht günstig – er kostet 170.000 Pfund (rund 200.000 Euro). Ein Teil davon – der Preis liegt etwa dreimal so hoch wie beim „normalen“ Plus Four – erklärt sich dadurch, dass Morgan lediglich acht Exemplare des Plus Four CX-T bauen wird. Genau das wirkt wie eine Einladung, ihn in einem rally raid einzusetzen.


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