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Kraftstoffpreise in Portugal steigen ab 13. Juli: Diesel +7 Cent, Benzin 95 +2,5 Cent

Mann tankt Auto an Zapfsäule und schaut gleichzeitig auf sein Smartphone an einer Tankstelle.

Am Wochenende stehen bei vielen Familien die letzten Reisevorbereitungen für den Urlaub an. Wer noch tanken muss, hat einen zusätzlichen Grund, das möglichst vor Montag zu erledigen: Die Kraftstoffpreise sollen erneut anziehen.

Preisprognose ab 13. Juli

Nach Einschätzung aus der Branche wird ab Montag, dem 13. Juli, vor allem Diesel deutlich teurer. Für Standarddiesel wird ein Plus von 7 Cent pro Liter erwartet. Auch Standardbenzin 95 soll steigen, allerdings moderater: um 2,5 Cent pro Liter.

Sollten sich diese Prognosen bewahrheiten, läge der landesweite Durchschnittspreis für Standarddiesel bei 1,863 €/l. Standardbenzin 95 würde im Mittel auf 1,918 €/l klettern.

Diese Berechnungen stützen sich auf die von der Generaldirektion für Energie und Geologie (DGEG) veröffentlichten Durchschnittswerte – in diesem Fall auf die Daten vom vergangenen Donnerstag, dem 9. Juli. In den DGEG-Durchschnittspreisen sind sowohl die von den Tankstellenketten gewährten Rabatte als auch die aktuell geltenden staatlichen Maßnahmen bereits berücksichtigt.

Trotzdem sind das nicht zwingend die Preise, die an der Zapfsäule angezeigt werden. Es handelt sich um Durchschnitts- und Orientierungswerte; die Betreiber können ihre Endpreise im Rahmen ihrer jeweiligen Preisstrategie frei festlegen.

Warum steigen die Kraftstoffpreise?

Der erneute Anstieg hängt mit der Entwicklung an den Öl- und Energiemärkten zusammen, nachdem sich die Spannungen im Nahen Osten in der vergangenen Woche wieder verschärft haben. Brent, die maßgebliche Referenzsorte für die europäischen Märkte, legte in dieser Woche erneut zu, nachdem der Preis zuvor auf ein Niveau zurückgefallen war, das in etwa den Werten vor der jüngsten Eskalation des Konflikts entsprach.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels lag ein Barrel Brent bei rund 76 US-Dollar, nachdem die Woche bei knapp 71 US-Dollar begonnen hatte. Zusätzlich belastet die anhaltende Unsicherheit rund um die Straße von Hormus den Markt, da sie zu den wichtigsten Transportrouten für Erdöl und Erdgas aus dem Persischen Golf zählt.

Aktuelle Maßnahmen

Seit der Zuspitzung des Konflikts im Nahen Osten und dem damit verbundenen Anstieg der Kraftstoffpreise hat die Regierung den außerordentlichen Nachlass auf die ISP-Steuer (Steuer auf Erdölprodukte und Energie) ausgeweitet.

Außerordentlicher ISP-Nachlass seit 6. Juli

Die derzeit gültige Verordnung, in Kraft seit dem 6. Juli, legt den außerordentlichen Nachlass auf 3,03 Cent pro Liter bei Diesel und auf 3,51 Cent pro Liter bei Benzin fest.

Auch wenn die Verordnung für die kommende Woche noch nicht veröffentlicht wurde, könnte die nun erwartete Preissteigerung bei Kraftstoffen dazu führen, dass die Regierung diesen außerordentlichen Nachlass erneut erhöht.

Zur Erinnerung: Diese Sondermaßnahme war ursprünglich nur bis Ende Juni befristet. Die Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho hat jedoch bereits zugesichert, dass die Unterstützung bestehen bleibt, solange die aktuellen Marktbedingungen anhalten. Sobald sich die Lage stabilisiert, soll sie schrittweise zurückgenommen werden.

Der außerordentliche Nachlass kommt zusätzlich zu dem Mechanismus hinzu, der 2022 nach dem Preisschub infolge der russischen Invasion in der Ukraine eingeführt wurde. Seitdem passt die Regierung die steuerliche Belastung von Benzin und Diesel teilweise an und orientiert sich dabei an der Entwicklung der Preise auf den internationalen Märkten.

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