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Stellantis legt erste Quartalszahlen 2021 vor: Umsatz steigt um 14% auf 37 Milliarden Euro

Blauer Faraday Future STLA 2021 Elektro-Sportwagen im Showroom mit Stadtpanorama und Bildschirmen im Hintergrund

Am 100. Tag nach ihrer Gründung hat Stellantis – der Konzern, der aus der Fusion von Groupe PSA und FCA hervorgegangen ist – die Zahlen für das 1. Quartal 2021 vorgelegt, sein allererstes als neue Unternehmensgruppe. Zwischen Januar und März stieg der Umsatz um 14% auf 37 Milliarden Euro, verglichen mit den jeweiligen Vorjahreswerten der beiden getrennt berichtenden Gruppen im Jahr 2020.

Trotz des Chipmangels, der die Automobilbranche in den vergangenen Monaten deutlich beeinträchtigt hat und weiterhin belastet – und damit auch die maximal mögliche Produktion bei Stellantis (wie in der gesamten Industrie) begrenzt –, bewertet Richard Palmer, Technikchef des Konzerns, die Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres als „sehr positiv“ und im Rahmen der für 2021 gesetzten Ziele.

Der Mangel an Halbleitern schlug sich jedoch spürbar in der Produktionsplanung nieder: Die erwartete Fertigung lag 11% unter Plan, was rund 190.000 weniger produzierte Fahrzeuge bedeutet.

Palmer ging auf dieses zentrale Thema ein und warnte davor, dass sich die Lage im 2. Quartal noch stärker auswirken könnte, bevor sich in der zweiten Jahreshälfte eine Entspannung abzeichnet.

Gleichzeitig ist festzuhalten, dass der Chipmangel Stellantis nicht daran hinderte, das Quartal mit einem Absatzplus von 11% von Januar bis März abzuschliessen – auf insgesamt mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge (1.567.000).

Nach Angaben von Stellantis lässt sich dieser Anstieg durch die höhere Nachfrage der Kundinnen und Kunden erklären – und dadurch, dass das Vergleichsquartal des Vorjahres stark von der Covid-19-Pandemie geprägt war, die zeitweise sogar zur vorübergehenden Stilllegung einzelner Stellantis-Werke führte.

Dass der Umsatz (14%) stärker wuchs als der Absatz (11%), führt der Konzern auf höhere Fahrzeugpreise sowie auf eine stärkere Vermarktung höherwertiger Modelle zurück.

Führend in Europa und in Südamerika

Derzeit ist Stellantis Marktführer in Europa und erreicht dort einen Marktanteil von 23,6%. In dieser Region legte der Absatz des Konzerns um 11% auf 823.000 Einheiten zu, während der Umsatz um 15% auf 16,029 Milliarden Euro kletterte.

Die gute Entwicklung in Europa hängt mit den starken Verkaufszahlen des Peugeot 208 und 2008, des Citroën C4 sowie – in jüngerer Zeit – des Opel Mokka zusammen.

Auch in Südamerika fiel die Entwicklung im 1. Quartal ähnlich aus: Stellantis sicherte sich dort 22,2% des Marktes. In Brasilien erreichte der Konzern 28,9%, in Argentinien 27,8%. Der Umsatz stieg in dieser Region um 31% auf 2,101 Milliarden Euro – unter anderem getragen von der hohen Nachfrage nach der neuen FIAT Strada.

Stellantis und CO₂: Abschied von Tesla

Diese Woche war ausserdem geprägt von der Ankündigung, dass Stellantis keine CO₂-Emissionsgutschriften mehr bei Tesla kaufen wird – so wie es in den vergangenen Jahren üblich war. Bestätigt wurde dies von Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender von Stellantis, gegenüber Le Point; auch Richard Palmer kommentierte das Thema.

In Übereinstimmung mit den Aussagen des Portugiesen Carlos Tavares erläuterte Palmer, dass das „gute Portfolio an Plug-in-Hybriden und Elektrofahrzeugen“ es Stellantis ermöglichen werde, die CO₂-Grenzwerte bereits ab diesem Jahr aus eigener Kraft einzuhalten.

„Keine CO₂-Emissionsgutschriften in Europa zu bezahlen, ist etwas sehr Positives für das Geschäft auf dem europäischen Markt“, ergänzte Palmer – nachdem er betont hatte, dass die Fusion von Groupe PSA und FCA für diesen Schritt entscheidend gewesen sei.

Zur Einordnung: Laut Giorgio Fossati, General Counsel von Stellantis, hatte FCA zwischen 2018 und 2020 1500 Millionen Euro für Emissionsgutschriften ausgegeben, davon 700 Millionen allein im Jahr 2020.

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