Seit dem rekordträchtigen Börsengang von SpaceX verdichten sich die Gerüchte über einen Zusammenschluss mit Tesla. Nun hat Elon Musk das Thema erneut aufgegriffen.
Die Spekulationen über eine Fusion von Tesla und SpaceX machen bereits seit der Übernahme von xAI durch SpaceX Anfang 2026 die Runde. Nach dem rekordverdächtigen Börsengang des Raumfahrtkonzerns im Juni gewannen sie zusätzlich an Dynamik. Gwynne Shotwell, Präsidentin und Chief Operating Officer des Unternehmens, erklärte damals, ein solcher Zusammenschluss würde „Elons Leben vielleicht ein wenig erleichtern“.
Tesla und SpaceX: Musk schließt eine Fusion nicht aus
Am 22. Juli rückte die Frage während Elon Musks üblicher Telefonkonferenz nach der Veröffentlichung der Tesla-Quartalszahlen wieder in den Fokus. Ein Analyst fragte den CEO unmittelbar nach einer möglichen Fusion des Autobauers mit seinem Raumfahrtunternehmen. Musks Antwort lässt die Möglichkeit einer solchen Transaktion eindeutig offen: „Bei einer Ergebnispräsentation kann man nicht über Unternehmenszusammenschlüsse sprechen; das muss im Rahmen eines angemessenen Prozesses erfolgen“.
Zugleich betonte der Unternehmer, dass es zwischen den beiden Konzernen „immer mehr Überschneidungen“ gebe. Als Beispiel nannte er die Initiative TeraFab, die den Bau einer KI-Chip-Gigafactory vorsieht und von Tesla, SpaceX sowie SpaceXAI mitfinanziert werden soll.
Nach dieser Aussage erhöhte Gene Munster, Mitgründer der Investmentgesellschaft Deepwater, seine Prognose für eine mögliche Konsolidierung. Zuvor hatte er die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schritts auf 80 % geschätzt; inzwischen geht er von 90 % aus.
Zahlreiche Hürden für den Zusammenschluss
Abgesehen von TeraFab arbeiten die beiden Unternehmen bereits in mehreren Bereichen eng zusammen. Tesla liefert Batterien und Fertigungstechnologien für bestimmte SpaceX-Projekte. SpaceXAI wiederum soll die künstliche Intelligenz entwickeln, die Optimus, Teslas humanoiden Roboter, steuern wird. Musk sprach außerdem über eine weitergehende Integration von Starlink in die Fahrzeuge des Konzerns, um künftigen Robotaxis eine dauerhafte Internetverbindung zu sichern.
Für viele Investoren erscheint ein Zusammenschluss inzwischen unvermeidbar; offen sei lediglich noch der Zeitpunkt. Dennoch stehen einer möglichen Vereinigung mehrere bedeutende Hindernisse entgegen. JPMorgan verweist insbesondere auf einen regulatorischen „Engpass“, vor allem in China. Dort könnten die engen Verbindungen von SpaceX zur US-Regierung Fragen der nationalen Sicherheit aufwerfen.
Hinzu kommt ein Problem bei der Unternehmensführung: Musk verfügt bei SpaceX über einen deutlich größeren Stimmrechtsanteil als bei Tesla. Das erschwert die Verhandlungen mit den Tesla-Aktionären erheblich, deren Zustimmung für eine solche Transaktion unverzichtbar wäre.
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