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Fiat 500 3+1: Neue Tür und günstigere Elektroversionen

Weißer Fiat 500 Elektroauto im Showroom, umgeben von Ladestationen und großen Fenstern.

Die 500-Familie wächst weiter. Nach der Vorstellung der dritten Modellgeneration, die ausschliesslich elektrisch als Cabriolet und Schrägheckmodell erhältlich ist, kommt nun eine weitere Variante hinzu. Der neue Fiat 500 3+1 unterscheidet sich durch eine kleine, gegenläufig öffnende Seitentür von den übrigen Ausführungen – ähnlich wie beim Mazda MX-30 oder BMW i3. Sie befindet sich allerdings nur auf der Beifahrerseite.

Wie bei diesen Modellen – und weiteren, etwa dem Hyundai Veloster oder dem früheren Mini Clubman – entfällt die B-Säule. Dadurch wird der Einstieg in die zweite Sitzreihe erleichtert. Laut Fiat soll diese Lösung die Anforderungen von 500-Kunden erfüllen, insbesondere wenn ein Baby samt Kindersitz im Innenraum untergebracht werden muss.

An den Abmessungen des neuen Fiat 500 3+1 ändert sich nichts. Die zusätzliche Tür erhöht das Gewicht des Stadtwagens jedoch um 30 kg. Wie bei vergleichbaren Konzepten lässt sie sich erst öffnen, nachdem zuvor die vordere Tür geöffnet wurde.

Günstigerer Einstieg in den Fiat 500

Der neue Fiat 500 3+1 war die grosse Überraschung bei der offiziellen Präsentation der vollständigen neuen 500-Baureihe. Wie das Cabriolet und das Schrägheckmodell wird auch er zunächst als limitierte Sonderversion „La Prima“ eingeführt. Doch der 500 3+1 war nicht die einzige Neuheit.

Neben dem 3+1 erhält die neue Generation des italienischen Stadtwagens eine Einstiegsvariante: den Fiat 500 @Action.

Als Basisversion – auch mit Blick auf Carsharing-Dienste – nutzt der neue 500 @Action einen weniger leistungsstarken Elektromotor mit 95 PS (70 kW). Bisher war der neue 500 nur mit 118 PS bekannt. Auch der Akku fällt mit 23,8 kWh kleiner aus; die übrigen Varianten besitzen eine Batterie mit 42 kWh.

Trotz der niedrigeren Leistung benötigt er für den Sprint von 0 auf 100 km/h lediglich 0,5 Sekunden mehr als die 118-PS-Version und erreicht diesen Wert in 9,0 s. Die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit sinkt dagegen von 150 km/h auf 135 km/h.

Die geringere Batteriekapazität wirkt sich auch auf die Reichweite aus. Sie beträgt 180 km im kombinierten WLTP-Zyklus beziehungsweise 240 km im Stadtverkehr, statt der für die 500-Modelle mit 42-kWh-Akku angegebenen 320 km. Um dennoch schnelles Laden zu ermöglichen, verfügt der neue 500 @Action über ein 50-kW-Schnellladesystem.

Zur Serienausstattung dieser Einstiegsvariante gehört zudem ein umfangreiches Paket an Fahrassistenten: von der autonomen Notbremsfunktion, die Fussgänger und Radfahrer erkennen kann, bis zum Spurhalteassistenten.

Bei der Konnektivität gibt es eine preiswertere Alternative zum neuen Infotainmentsystem UConnect 5. Sie umfasst eine Smartphone-Halterung, die senkrecht oder waagerecht montiert werden kann, eine Bluetooth-Verbindung zum Koppeln mit dem Audiosystem des Fahrzeugs sowie eine spezielle App für die Interaktion mit dem Auto.

Äusserlich ist der 500 @Action an Halogenscheinwerfern und 15-Zoll-Rädern zu erkennen. Im Innenraum kommen für die Sitze Seaqual-Bezüge zum Einsatz – eine Faser aus recyceltem Kunststoff, der teilweise aus den Meeren stammt – mit einem spezifischen geometrischen Dekor. Das Armaturenbrett ist schwarz ausgeführt.

Weitere Ausstattungsvarianten

Neben dem @Action, der ausschliesslich mit dem 95-PS-Elektromotor und der 23,8-kWh-Batterie angeboten wird, umfasst die Palette des neuen Fiat 500 zwei weitere Versionen: @Passion und @Icon.

Beide setzen auf den stärkeren 118-PS-Motor sowie den 42-kWh-Akku und bieten offiziell 320 km Reichweite beziehungsweise 460 km im Stadtverkehr. Serienmässig ist bei beiden ein 85-kW-Schnellladesystem an Bord, das die Batterie in 35 Minuten von 0 auf 80 % lädt.

Natürlich steigt auch der Ausstattungsumfang. Der 500 @Passion erhält einen Tempomaten, das Infotainmentsystem UConnect 5 mit 7-Zoll-Bildschirm sowie kabelloses Android Auto und Apple CarPlay. Beim 500 @Icon wächst das Display auf 10,25 Zoll, ausserdem kommt ein Navigationssystem hinzu. Die Kombination der Fahrassistenten ermöglicht darüber hinaus teilautonomes Fahren der Stufe 2 – eine Premiere in diesem Segment.

Aussen hebt sich der 500 @Passion durch glänzend ausgeführte zweifarbige 15-Zoll-Räder ab. Für den Innenraum stehen zwei Varianten zur Wahl: ein dunkles Ambiente mit schwarzem Armaturenbrett und Seaqual-Sitzen mit silberfarbenen Ziernähten oder ein helles Interieur mit weissem Armaturenbrett und blauen Sitzen.

Der 500 @Icon rollt auf 16-Zoll-Rädern und bietet innen eine hellere, glänzendere Atmosphäre; das Armaturenbrett ist dabei in Wagenfarbe lackiert. Optional ist eine Verkleidung aus einem „vegan“ Material erhältlich, deren Struktur Holz für Armaturenbrett und Lenkrad nachbildet. Bei den Bezügen kann zwischen Dunkelgrau mit kupferfarbenen Akzenten oder Hellgrau mit blauen Sprenkeln bei einigen Details gewählt werden.

Zum 500 @Icon gehört ausserdem eine Fernbedienung beziehungsweise ein Schlüssel, der einem Flusskiesel ähnelt. Er hat keine Tasten und ermöglicht den Zugang zum Fahrzeug sowie dessen Start, ohne dass er aus der Tasche genommen werden muss.

Wann kommt er auf den Markt?

Bislang hat Fiat weder Termine für die Markteinführung des neuen Fiat 500 3+1, des Cabriolets und des Schrägheckmodells in Deutschland noch Preise genannt.

Aktualisiert um 18:55 Uhr – Der Text enthielt Fehler, die korrigiert wurden.

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