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Pkw-Neuzulassungen in Europa im Oktober um 7,8% gesunken

Blauer Sportwagen mit LED-Scheinwerfern und EUROPE-2024 Kennzeichen in modernem Ausstellungsraum.

Im Oktober sind die Neuzulassungen von Pkw in Europa um 7,8% zurückgegangen. Nachdem der europäische Automarkt im September noch ein leichtes Zulassungsplus von +3,1% verzeichnet hatte, wurden im zehnten Monat des Jahres 953 615 Neufahrzeuge registriert – 81 054 Einheiten weniger als im gleichen Monat des Jahres 2019.

Nach Angaben der ACEA – Europäischer Automobilherstellerverband – belastete die erneute Einführung von Einschränkungen durch verschiedene europäische Regierungen zur Bekämpfung der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) den Markt. Eine positive Entwicklung zeigten im Oktober lediglich Irland (+5,4%) und Rumänien (+17,6%).

Unter den großen Märkten verbuchte Spanien mit -21% den stärksten Rückgang. Es folgten Frankreich (-9,5%), Deutschland (-3,6%) und Italien, wo die Zulassungen nur um 0,2% sanken.

Kumulierte Neuzulassungen

Die Pandemie beeinträchtigt weiterhin auch die Jahresbilanz des europäischen Pkw-Markts. Von Januar bis Oktober gingen die Neuzulassungen von Pkw um 26,8% zurück – gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2019 wurden 2,9 Millionen Fahrzeuge weniger registriert.

In den ersten zehn Monaten des Jahres erlitt Spanien unter den wichtigsten europäischen Automärkten die größten Einbußen (-36,8%). Danach folgten Italien (-30,9%), Frankreich (-26,9%) und Deutschland (-23,4%).

Der portugiesische Markt

Im Oktober blieb die Entwicklung des nationalen Markts für neue Pkw hinter dem europäischen Durchschnitt zurück und schloss mit einem Minus von 12,6% ab.

Auch im kumulierten Zeitraum lag Portugal deutlich unter dem Durchschnitt der Europäischen Union: Die Veränderung betrug -37,1%.

Pkw-Neuzulassungen nach Marken

Die folgende Tabelle zeigt die Neuzulassungszahlen der 15 im Oktober in der Europäischen Union meistzugelassenen Automarken. Zusätzlich sind die kumulierten Werte aufgeführt:

Platz Marke Oktober 2020 Oktober 2019 Var. % Januar bis Oktober 2020 Januar bis Oktober 2019 Var. %
1. Volkswagen 105 562 129 723 -18,6% 911 048 1 281 571 -28,9%
2. Renault 75 174 74 655 +0,7% 614 970 823 765 -25,3%
3. Peugeot 69 416 73 607 -5,7% 545 979 737 576 -26,0%
4. Mercedes-Benz 61 927 64 126 -3,4% 480 093 576 170 -16,7%
5. Škoda 52 119 53 455 -2,5% 455 887 552 649 -17,5%
6. Toyota 49 279 52 849 -8,5% 429 786 516 196 -16,7%
7. BMW 47 204 55 327 -14,7% 420 363 511 337 -17,8%
8. Audi 47 136 40 577 +16,2% 379 426 489 416 -22,5%
9. Fiat 46 983 44 294 +6,1% 373 438 526 183 -29,0%
10. Ford 45 640 57 614 -20,8% 402 925 595 343 -32,3%
11. Citroën 41 737 47 295 -11,8% 344 343 498 404 -30,9%
12. Opel 39 006 39 313 -0,8% 311 315 574 209 -45,8%
13. Dacia 36 729 36 686 +0,1% 306 951 453 773 -32,4%
14. Kia 34 693 34 451 +0,7% 282 936 336 039 -15,8%
15. Hyundai 33 868 39 278 -13,8% 294 100 386 073 -23,8%

Volkswagen bleibt die bevorzugte Marke der Europäer. Im Oktober verteidigte die Marke ihre Spitzenposition vor Renault. Während der französische Hersteller im zehnten Monat des Jahres ein Zulassungsplus von 0,7% erreichte, verzeichneten die Deutschen aus Wolfsburg mit -18,6% einen der stärksten Rückgänge des Monats.

Positiv entwickelte sich Audi, das seinen Wachstumskurs auf dem europäischen Markt fortsetzte. Im Oktober legte die Marke des Volkswagen-Konzerns um 16,2% zu und erreichte damit Rang acht unter den in Europa meistzugelassenen Marken. Im September hatte Audi noch auf Platz 12 gelegen.

Auch Fiat setzte den Aufwärtstrend fort und steigerte sich gegenüber 2019 um 6,1%. Positive Ergebnisse erzielten ebenfalls Kia (+0,7%) und Dacia (+0,1%).

Kumuliert liegen jedoch alle 15 aufgeführten Marken gegenüber dem Vorjahr im Minus. Dies ist vor allem auf die durch (COVID-19) ausgelöste Wirtschaftskrise sowie auf die Restriktions- und Lockdown-Maßnahmen zurückzuführen, die die meisten europäischen Regierungen umsetzen.

Die ACEA hatte bereits prognostiziert, dass der Markt für neue Pkw in Europa 2020 um etwa 25% sinken dürfte.


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