Jeep veröffentlichte im Mai die ersten Bilder der neuen Cherokee-Generation. Ihr Auftritt folgt konsequent der robusten und „kantigen“ Designsprache, für die die US-Marke bekannt ist.
Zwar hält Jeep den Großteil der technischen Daten weiterhin unter Verschluss, doch einige Eckpunkte stehen bereits fest: Das Modell basiert auf der größten Stellantis-Architektur, STLA Large, und führt einen neuen Vollhybridantrieb ein. Dieser unterscheidet sich deutlich von den elektrifizierten Systemen der europäischen Konzernmodelle.
Neue Plattform für den Jeep Cherokee
Ähnlich wie bei Toyota, Renault und künftig Volkswagen kombiniert der neue Cherokee die Leistung eines Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor und einer kleinen Batterie. Welcher Motor die Grundlage dieses Systems bilden würde, war noch vor einigen Monaten offen – nun ist diese Frage geklärt.
Der Motor des Cherokee Hybrid
Entgegen früheren Erwartungen erhält der neue Cherokee Hybrid weder den 2,0-Liter-Turbomotor des Wrangler noch den größeren und stärkeren 3,0-Liter-Reihensechszylinder des Dodge Charger.
Stattdessen setzt das amerikanische SUV auf einen aufgeladenen 1,6-Liter-Vierzylinder. Dieser Motor ist bereits aus den Plug-in-Hybridsystemen mehrerer Modelle von Peugeot, Opel und Citroën bekannt.
Batterie und Leistung des Vollhybrids
Da es sich um einen konventionellen Hybrid handelt, fällt die Batterie mit 1,08 kWh kleiner aus als bei Plug-in-Hybriden. Sie ist jedoch größer als die Akkus, die beispielsweise in den Mildhybrid-Systemen europäischer Modelle verbaut werden (0,89 kWh).
Dadurch soll der Cherokee Hybrid länger und bei höheren Geschwindigkeiten rein elektrisch fahren können. Das Lademanagement der Batterie übernimmt das System automatisch.
Insgesamt leistet das Hybridsystem der kommenden Generation des US-SUV 210 PS und liefert 312 Nm Drehmoment. Damit liegt es deutlich über den 145 PS und 230 Nm der Mildhybrid-Angebote. Beim Verbrauch nennt Jeep rund 6,4 l/100 km sowie mehr als 800 km Reichweite, allerdings nach US-Normen.
Kommt der Jeep Cherokee nach Europa?
Der Jeep Cherokee wurde über viele Jahre auch in Europa angeboten. Die neue Generation richtet sich jedoch vor allem an den nordamerikanischen Markt, weshalb eine Einführung auf dem „alten Kontinent“ unwahrscheinlich erscheint.
Anders sieht es beim neuen Hybridantrieb aus. Weil er einen in Europa weit verbreiteten und bekannten Motor verwendet, könnte er künftig in mehreren Modellen auf dem hiesigen Markt eingesetzt werden.
Zumal Stellantis eine solche Technologie weiterhin fehlt und die Nachfrage danach stetig zunimmt.
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