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Italienisches Heer bestellt erste 21 Lynx KF-41

Zwei Soldaten im Gespräch vor drei gepanzerten Militärfahrzeugen mit Ketten und drehbaren Geschütztürmen.
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Italienisches Heer bestellt Lynx KF-41

Das Gemeinschaftsunternehmen Leonardo Rheinmetall Military Vehicles, das jeweils zur Hälfte den italienischen und deutschen Unternehmen gehört, hat heute mitgeteilt, dass das Italienische Heer den ersten Vertrag für die Beschaffung neuer Schützenpanzer Lynx KF-41 vergeben hat. Der offiziellen Mitteilung zufolge umfasst die Bestellung 21 Fahrzeuge. Sie bilden das erste Los einer deutlich umfangreicheren Beschaffung, entsprechend den bereits zu Beginn dieses Jahres von Rom geäußerten Absichten, als ein erstes Fahrzeug für Erprobungen und Bewertungen übergeben wurde.

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David Hoeder, Präsident von Leonardo Rheinmetall Military Vehicles, begrüßte die Nachricht mit den Worten: „Dieser erste gemeinsame Auftrag nach der Entscheidung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von Rheinmetall und Leonardo ist ein wichtiger Meilenstein. Er stärkt die Beziehungen zwischen beiden Unternehmen sowie zwischen zwei der größten Länder Europas weiter. Zusammenarbeit ist nicht länger optional: Sie ist der Kern unserer europäischen strategischen Souveränität.

Zusammensetzung des ersten Loses und Ausbildungsoptionen

Die Bestellung über insgesamt 21 Fahrzeuge gliedert sich in zwei Teile: fünf IFV mit Lance-Turm sowie 16 weitere Fahrzeuge in einer neuen Konfiguration mit dem von Leonardo gefertigten 30-mm-Turm Hitfist. Beide Ausführungen nutzen dasselbe Fahrgestell des KF-41 und können auf diesen neuesten Standard nachgerüstet werden. Darüber hinaus beinhaltet die jüngst bekannt gegebene Vereinbarung eine Option auf rund 30 zusätzliche gepanzerte Fahrzeuge zur Verstärkung der Flotte sowie die Lieferung von Ausbildungs- und Simulationssystemen für die Schulung der künftigen Besatzungen.

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A2CS-Programm und Modernisierung des Italienischen Heeres

Die Beschaffung ist Teil des Programms Armoured Combat System of the Army (A2CS). Im Rahmen dieses Vorhabens beabsichtigt das italienische Verteidigungsministerium, insgesamt 1.050 gepanzerte KF-41 zu beschaffen, um seine IFV-Flotte zu modernisieren und die von der NATO festgelegten Anforderungen zu erfüllen. Erste Schätzungen gingen dabei von einem Investitionsvolumen von 15.000 Millionen Euro aus. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls hervorzuheben, dass das Italienische Heer die Beschaffung von etwa 76 neuen 8×8-Radschützenpanzern VBM Freccia Plus sowie von mehr als 1.400 Iveco-SMR6-Lastwagen vorangetrieben hat, welche die logistischen Fähigkeiten der Streitkraft verbessern sollen.

Abschließend ist daran zu erinnern, dass das Italienische Heer die Partnerschaft zwischen Leonardo und Rheinmetall nicht nur für die Fertigung neuer IFV nutzen wird, sondern auch für die Produktion des künftigen Kampfpanzers für seine Verbände. Wie wir Anfang Juli 2024 berichteten, fiel diese Entscheidung, nachdem der Kauf von bis zu 132 Kampfpanzern Leopard 2A8 vom deutschen Unternehmen KNDS wegen Differenzen bei der Frage des Technologietransfers gescheitert war. Dadurch verzögerten sich die Pläne, die derzeitigen Ariete-Panzer der Streitkraft zu ersetzen.

Die verwendeten Bilder dienen lediglich der Veranschaulichung.

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