Der ursprüngliche Plan war klar: 2026 sollten die dritten Generationen des Peugeot 208 und Peugeot 2008 auf den Markt kommen – ausschließlich mit Elektroantrieb. Dies entsprach der vorgesehenen Ausrichtung der französischen Marke und der Stellantis-Gruppe insgesamt.
Wie sich inzwischen zeigt, steigt die Nachfrage nach Elektroautos jedoch nicht in dem erwarteten Tempo. Viele Hersteller haben ihre Strategien daher überarbeitet: Elektrifizierungspläne wurden entweder verschoben oder grundlegend angepasst.
Bei Peugeot wird beides teilweise umgesetzt. Die aktuellen Modellgenerationen, die 2019 eingeführt wurden, bleiben länger im Angebot. Zudem wird zumindest eines der beiden Modelle nicht mehr ausschließlich elektrisch angeboten.
Eine Wiederholung der Entwicklung beim FIAT 500 verhindern
Stellantis möchte beim meistverkauften Peugeot-Modell vermeiden, was beim FIAT 500 passiert ist. Die dritte Generation des italienischen Kleinstwagens kam 2020 ausschließlich als Elektroauto auf den Markt. Während die Verkäufe anfangs ein beachtliches Niveau erreichten, brachen sie nach drei Jahren regelrecht ein. FIAT sah sich gezwungen, zurückzurudern: Anfang nächsten Jahres wird wieder ein 500 mit Verbrennungsmotor eingeführt.
Laut der Zeitung L’Automobile soll die nächste Generation des Peugeot 208 deshalb dem Beispiel des FIAT 500 folgen. Vorgesehen sind zwei Versionen des 208: eine rein elektrische Ausführung und ein Mildhybrid. Das entspricht zwar bereits dem Angebot der aktuellen Generation, doch künftig entfallen die ausschließlich mit Verbrennungsmotor angebotenen Varianten.
Die Planänderung verschiebt zugleich den Marktstart der neuen Generation: Statt 2026 kommt sie nun 2027. Dadurch entstand Raum für eine Hochleistungsversion des 208, die das Kürzel GTI wiederbelebt. Hier erfahren Sie mehr:
Peugeot 2008 bleibt länger im Programm
Während sich der Peugeot 208 nur um ein Jahr verspätet, wurde die dritte Generation des 2008 deutlich weiter nach hinten verschoben: von 2026 auf 2028.
Damit das Modell bis nahezu zum Ende des Jahrzehnts konkurrenzfähig bleibt, ist ein weiteres Update geplant – nachdem es bereits 2023 überarbeitet wurde. Neben neuen Technologien soll es auch Designänderungen geben. In diesem Fall wird ein „Facelift“ erwartet, ähnlich jenem, das bei 308 und 408 kurz vor der Vorstellung steht.
Anders als beim 208 bleibt die dritte Generation des 2008 jedoch dem ursprünglichen Konzept treu und wird ausschließlich elektrisch angeboten. Die Erwartung ist, dass der Elektroautomarkt 2028 ausreichend gewachsen sein wird, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Modells sicherzustellen.
STLA Small und neue LFP-Batterien für Peugeot 208 und 2008
Die neuen Generationen des Peugeot 208 und 2008 werden beide die neue Plattform STLA Small nutzen, welche die derzeitige CMP ablöst. Durch die Verzögerung könnte die Plattform nun erstmals in der neuen Generation des Opel Corsa eingesetzt werden, die kürzlich durch einen radikalen Prototypen für das Videospiel Gran Turismo angekündigt wurde.
Eine weitere Neuerung betrifft die Elektroversionen: Sie erhalten eine neue Generation kostengünstigerer LFP-Batterien mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie, allerdings auch mit geringerer Energiedichte. Derzeit setzen die elektrischen Peugeot 208 und 2008 auf Batterien mit NMC-Chemie aus Nickel, Mangan und Kobalt.
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