Die aktuelle Generation C8 des Audi RS 6 Avant hat im ersten Halbjahr 2025 ihr bislang stärkstes Verkaufsergebnis erzielt. Obwohl die neue Generation des A6 Avant bereits bekannt ist, bleibt der RS 6 der Vorgängergeneration weiterhin erhältlich und verzeichnet eine Rekordzahl an Bestellungen.
Gegenüber der deutschen Zeitung Automobilwoche erklärte Alina Seysen, Audi-Sprecherin für Vertrieb und Marketing, dass die Bestellungen von Audi-Sport-Modellen – darunter fallen ausschliesslich die Fahrzeuge mit dem Kürzel RS – bis Juni im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 um rund 41 % gestiegen sind. Massgeblich verantwortlich dafür ist der Audi RS 6.
In Portugal erscheint der Audi RS 6 (C8) nicht mehr im Konfigurator der Marke. Mit einem Anruf bei einem Audi-Händler könnte sich jedoch noch eines der letzten produzierten Exemplare sichern lassen. Dieser Anruf dürfte kostspielig werden: Die Marke mit den vier Ringen verlangte für den RS 6 rund 175.000 Euro.
Warum ist das Interesse am Audi RS 6 gestiegen?
Wie bereits erwähnt, lassen sich die Zahlen des Audi RS 6 Avant in dieser Phase seines Modellzyklus womöglich einfach erklären. Die Marke aus Ingolstadt hat bereits bestätigt, dass die nächste Generation des RS 6 Avant ein Plug-in-Hybridsystem erhalten wird. Das könnte traditionell orientierte Kunden dazu bewegen, sich noch vor der Teilelektrifizierung ein Exemplar des aktuellen Modells zu sichern.
Der aktuelle Audi RS 6 wird von einem 4,0-Liter-V8 ohne jegliche elektrische Unterstützung angetrieben. In den Performance-Versionen leistet er 630 PS. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in nur 3,6 Sekunden.
Die deutschen Rivalen des RS 6
Bei den wichtigsten Konkurrenten hat Mercedes-AMG die E-63-Version der neuen E-Klasse noch nicht vorgestellt und prüft weiterhin die beste Lösung. Beim BMW M5 Touring wirkte sich der Einsatz eines Plug-in-Hybridsystems hingegen positiv auf die Bestellungen aus. Trotz Kritik am hohen Gewicht übertreffen die Bestellungen – insbesondere in den USA – die Erwartungen der Marke.
Unabhängig von technischen Fragen dürfte die Vorherrschaft der deutschen Hochleistungskombis also weitergehen. In diesem Segment haben die deutschen Premiumhersteller nach wie vor das erste und das letzte Wort.
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