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Honda Jazz und Crosstar Hybrid: Erste Eindrücke

Weißer Honda Jazz Hybrid Kleinwagen steht in einem modernen, hellen Showroom.

In dieser neuen Generation möchte der Honda Jazz stärker auffallen. In Zuverlässigkeitsrankings ist er seit Langem vertreten und für seine Vielseitigkeit sowie sein geräumiges Interieur bekannt – nun soll der neue Honda Jazz auch in weiteren Disziplinen überzeugen.

Vom Exterieur bis zum Innenraum, von der Technik bis zu den Antrieben: Sowohl beim Honda Jazz als auch bei seinem abenteuerlicher auftretenden Bruder, dem Honda Crosstar Hybrid, gibt es zahlreiche Neuerungen.

Wir konnten ihn bei einer ersten Fahrt in Lissabon bereits testen – das sind unsere ersten Eindrücke.

Honda Jazz: Deutlich verbessertes Design

Gegenüber dem Vorgänger hat sich der Jazz äußerlich erheblich weiterentwickelt. Die zuvor komplexe Formensprache weicht einem stimmigeren und sympathischeren Auftritt; dabei ist unverkennbar eine Annäherung an den Honda e zu erkennen.

Zusätzlich verfügt der neue Honda Jazz nun über eine geteilte A-Säule, die die Sicht verbessert. Damit sieht der Honda Jazz nicht nur harmonischer aus, sondern erweist sich auch als praktischer.

Wem die MPV-ähnliche Karosserieform dennoch nicht zusagt, kann zur Alternative greifen: dem Honda Crosstar Hybrid.

Die SUV-Anleihen sind eindeutig. Kunststoffbeplankungen und Verbreiterungen rund um die Karosserie sowie der Eindruck einer größeren Bodenfreiheit machen aus dem Jazz ein kleines SUV. Diese Verwandlung bleibt überwiegend optischer Natur und kostet gegenüber dem Jazz 3000 Euro mehr.

Geräumiger Innenraum und … Magic Seats

Wer bei kompakten Außenmaßen besonders viel Platz im Innenraum sucht, ist mit dem Honda Jazz richtig bedient. In diesem Segment nutzt kein Modell den vorhandenen Raum so effizient wie Honda Jazz und Crosstar Hybrid.

Ob auf den vorderen oder den hinteren Plätzen: Im Honda Jazz/Crosstar mangelt es weder an Raum noch an Komfort. Die Honda-Techniker haben hier gute Arbeit geleistet.

Das Kofferraumvolumen beträgt bei normaler Sitzposition 304 Liter und wächst mit vollständig umgeklappten Sitzen auf 1204 Liter. Und das in einem Auto, das nur knapp länger als vier Meter ist – exakt 4044 mm. Bemerkenswert.

Neben diesem Raumangebot gibt es außerdem die Magic Seats, eine Lösung, die erstmals 1999 im ersten Jazz eingeführt wurde. Sie kennen das System nicht? Ganz einfach, sehen Sie selbst:

Überraschung auf der Straße: Fahrverhalten und Verbrauch

In dieser Generation ist der Honda Jazz nicht nur gefälliger gestaltet. Auch auf der Straße ist sein Fortschritt klar spürbar.

Er ist weiterhin nicht das aufregendste Auto auf dem Markt, erledigt sämtliche Fahraufgaben jedoch sehr souverän. Er vermittelt dem Fahrer jederzeit Sicherheit und animiert vor allem zu einer entspannten Fahrweise. Auch die Geräuschdämmung wurde deutlich verbessert.

Das Hybridsystem arbeitet ausgezeichnet. Vereinfacht gesagt funktionieren der neue Jazz und Crosstar – wie der Honda CR-V – elektrisch mit … Benzin. Zwar gibt es eine sehr kleine Batterie mit weniger als 1 kWh, doch der mit der Vorderachse verbundene Elektromotor mit 109 PS und 235 Nm bezieht die benötigte Energie vom Verbrennungsmotor, der in diesem Fall lediglich als Generator dient.

Der 1.5 i-MMD mit 98 PS und 131 Nm ist somit gewissermaßen die eigentliche „Batterie“ des Elektromotors. Deshalb besitzen Jazz und Crosstar auch kein Getriebe, wie es bei anderen Elektrofahrzeugen der Fall ist; vorhanden ist lediglich ein einstufiges Untersetzungsgetriebe.

Der Verbrennungsmotor arbeitet sehr unauffällig und wird akustisch nur bei kräftiger Beschleunigung oder hohen Geschwindigkeiten, etwa auf der Autobahn, wahrnehmbar. Bei hohem Tempo ist dies zugleich die einzige Fahrsituation, in der der Verbrenner als Antrieb dient: Eine Kupplung verbindet beziehungsweise trennt ihn von der Antriebsachse. Laut Honda ist der ausschließliche Betrieb mit Verbrennungsmotor unter diesen Bedingungen effizienter. In allen anderen Situationen treiben Elektromotor und Jazz beziehungsweise Crosstar voran.

Bei der Fahrleistung überraschte die Reaktion des Systems. Die 109 PS gehören möglicherweise zu den energischsten, die ich in den vergangenen Monaten gefahren bin. Sportliche Ansprüche hat der Honda Jazz und Crosstar Hybrid zwar nicht, doch beide beschleunigen entschlossen in nur 9,5 Sekunden auf 100 km/h.

Erfreulicherweise arbeitet die Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor auch sparsam. Der vom Hersteller angegebene kombinierte Verbrauch von 4,6 l/100 km nach WLTP liegt durchaus im realistischen Bereich. Bei diesem ersten Kontakt, der auch einige energischere Ampelstarts umfasste, wurden 5,1 l/100 km erreicht.

Preis des Honda Jazz und Crosstar Hybrid in Portugal

Es gibt gute und weniger gute Nachrichten. Beginnen wir mit den weniger erfreulichen.

Honda Portugal hat entschieden, im Land ausschließlich die Topausstattung anzubieten. Das Ergebnis: Die Ausstattung ist beeindruckend, zugleich fällt der Preis für den Honda Jazz stets erheblich aus. So erheblich, dass Honda den Jazz bei den kompakten Familienautos positioniert hat – also eine Klasse über dem Segment, in dem man ihn normalerweise erwarten würde. Lesen Sie aber weiter, denn danach wird das Bild erfreulicher.

Der Listenpreis des Honda Jazz liegt bei 29 268 Euro. Dank einer Einführungsaktion, die voraussichtlich noch viele Monate laufen wird, wird der Honda Jazz für 25 500 Euro angeboten. Für die Honda-Crosstar-Version steigt der Preis auf 28 500 Euro.

Eine weitere gute Nachricht betrifft eine exklusive Aktion für Honda-Kunden. Wer bereits einen Honda in der Garage hat, erhält zusätzlich 4000 Euro Rabatt. Eine Inzahlungnahme ist nicht erforderlich; es genügt, Eigentümer eines Honda zu sein.

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