Der neue Ford Mustang Mach 1 erweitert die Modellpalette des amerikanischen Pony Car und wird zwischen dem Mustang 5.0 V8 GT mit 450 PS und dem extremen Shelby Mustang GT500 mit 770 PS positioniert.
Ford Mustang Mach 1: Antrieb und Fahrdynamik
Im Mach 1 arbeitet ebenfalls der 5.0-V8-Coyote aus dem GT. Seine Leistung steigt jedoch auf 480 PS, das Drehmoment auf 569 Nm – ein Plus von jeweils 30 PS und 40 Nm. Erreicht werden diese Werte unter anderem durch den Ansaugkrümmer, den Kühler und den Ölfilteradapter des Shelby GT350.
Der Mustang Mach 1 schließt gewissermaßen die Lücke, die der Shelby GT350 – ebenso wie der noch kompromisslosere GT350R – hinterlässt. Dieser besonders konsequent auf Rennstrecken ausgelegte Mustang verschwindet in diesem Jahr aus dem Programm. Zwar soll der Mach 1 nicht dieselbe kompromisslose Ausrichtung wie der GT350 bieten, dennoch wurde er für den furchtlosen Einsatz auf der Rennstrecke optimiert. Dafür übernimmt er zahlreiche Komponenten sowie Erkenntnisse zur Fahrdynamik vom GT350 und GT500.
Vom GT350 stammt das manuelle Tremec-Sechsganggetriebe mit automatischem Zwischengas. Alternativ ist ein 10-Gang-Automatikgetriebe erhältlich, das beispielsweise auch im Ranger Raptor eingesetzt wird. Der GT500 liefert das Kühlsystem für die Hinterachse, den Heckdiffusor und die Abgasanlage mit 11,43 cm (4,5 Zoll) Durchmesser.
Am Fahrwerk wurden die Abstimmungen der MagneRide-Aufhängung überarbeitet. Vordere Federn, Stabilisatoren und Fahrwerksbuchsen fallen nun straffer aus. Zudem wurde die elektrisch unterstützte Lenkung neu abgestimmt und die Lenksäule verstärkt.
Optional wird ein Fahrdynamikpaket (Handling Pack) angeboten. Dazu gehören spezielle, breitere Räder sowie Aerodynamikteile wie ein größerer Frontsplitter, ein Gurney-Flap und weitere Komponenten. Gegenüber dem Mustang GT erhöht sich der Abtrieb dadurch um 128%. Selbst ohne dieses Paket erzeugt der Mustang Mach 1 dank eines neu gestalteten Unterbodens 22% mehr Abtrieb.
Unverwechselbare Optik
Während die mechanischen und fahrdynamischen Änderungen im Vordergrund stehen, erhält der Ford Mustang Mach 1 auch eine eigenständige Gestaltung, die ihn klar von den anderen Modellen der Baureihe abhebt.
Besonders auffällig sind die neue, aerodynamisch wirksamere Haifischnase und der spezifische Kühlergrill. Darin sitzen zwei Kreise, welche die Anordnung der runden Scheinwerfer des ersten Mustang Mach 1 von 1969 nachbilden. An der Front finden sich außerdem neue Lufteinlässe, die zu 100% funktional sind – was heutzutage nicht immer selbstverständlich ist.
Weitere optische Merkmale sind mehrere glänzend ausgeführte Elemente, darunter die Spiegelkappen und der Spoiler. Hinzu kommen speziell gestaltete 19-Zoll-Fünfspeichenräder, deren Design von den Felgen des ursprünglichen Mach 1 inspiriert wurde.
Kommt er nach Europa?
Alles deutet darauf hin, dass der Ford Mustang Mach 1 auf den europäischen Kontinent kommen wird. Zumindest berichtet Ford Authority, dass das Entwicklungsteam des Mustang dies bestätigt habe. Ob Portugal tatsächlich zu den vorgesehenen Märkten gehört, muss allerdings noch geklärt werden.
Weder der Shelby GT350 noch der GT500 wurden jemals offiziell in Europa angeboten, was vor allem an den geltenden Emissionsvorschriften lag. Der Mach 1 dürfte die Homologation leichter erhalten, da er denselben 5.0-V8 wie der GT nutzt – einen Motor, der im europäischen Mustang bereits verfügbar ist.
Sollte er nach Europa kommen, übernimmt der Mustang Mach 1 dort die Rolle des Spitzenmodells und ersetzt den Mustang Bullitt, dessen Laufbahn ebenfalls endet.
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