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Stellantis: Elektrifizierung bei Alfa Romeo, DS und Lancia – Fiat zurück ins Segment B

Weißes, futuristisches Elektroauto in einem modernen Showroom mit großen Fensterflächen.

Im Rahmen der Präsentation der Finanzzahlen des Konzerns hat Stellantis seine Roadmap für die Elektrifizierung der drei Premium-Marken Alfa Romeo, DS und Lancia offengelegt – und die Ziele fallen, wenig überraschend, ausgesprochen ambitioniert aus.

Alfa Romeo: 2027 als Wendepunkt zur 100%igen Elektromarke

Bei Alfa Romeo, einer der emotionalsten Marken im Konzernportfolio, ist der Zeitplan klar: Ab 2027 soll der traditionsreiche italienische Hersteller den Verbrennungsmotoren den Rücken kehren und vollständig auf Elektroantrieb umstellen.

Diese Entscheidung betrifft die wichtigsten Absatzregionen – Europa, Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko) und China. Da die übrigen Märkte, in denen Alfa Romeo angeboten wird, keine nennenswerten Stückzahlen liefern, könnte dieser Schritt faktisch den endgültigen Abschied der Marke vom Verbrenner bedeuten.

STLA Medium als technische Basis der künftigen Elektro-Alfa-Romeo

Das Fundament für die kommenden Elektro-Modelle von Alfa Romeo bildet vor allem die Plattform STLA Medium. Sie ist für 2023 vorgesehen (unter anderem mit einer neuen Generation des Peugeot 3008) und kann Batterien mit 87–104 kWh aufnehmen. Stellantis stellt damit eine maximale Reichweite von 700 km in Aussicht – diese Architektur soll zur „Wirbelsäule“ der Premium-Marken des Konzerns werden.

Noch bevor Alfa Romeo vollständig elektrisch wird, kommt ab 2022 das erste elektrifizierte Modell: der Tonale. Dabei handelt es sich um ein SUV der Kompaktklasse (Segment C), bei dem insbesondere Plug-in-Hybrid-Antriebe im Mittelpunkt stehen.

DS und Lancia ziehen nach

Wie Alfa Romeo setzen auch DS Automobiles und Lancia stark auf Elektrifizierung. Allerdings fällt die Umstellung bei diesen Marken weniger kompromisslos aus als bei der Marke aus Mailand.

Bei DS gibt es bislang keinen fixen Termin für das offizielle Ende der Verbrennungsmotoren. Ab 2024 scheint jedoch eines gesetzt: Jeder neue DS, der dann auf den Markt kommt, wird ausschließlich elektrisch sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass Verbrenner sofort verschwinden – Modelle, die sie heute anbieten (zum Beispiel der neue DS 4), sollen sie bis zum Ende ihres jeweiligen Produktlebenszyklus weiterhin im Programm behalten.

Lancia wiederum, eine Marke, die aktuell auf dem italienischen Markt im Wesentlichen nur den Ypsilon verkauft, bereitet gleichzeitig die Einführung von drei neuen Modellen vor. Bereits 2024 soll die Marke vollständig elektrifiziert sein – also eine Modellpalette aus Elektro- und Hybridfahrzeugen anbieten. Rein elektrische Neuheiten folgen dann erst ab 2026.

Fiat kehrt ins Segment B zurück

Zu den weiteren Punkten, die Stellantis bei der Ergebnispräsentation genannt hat, zählt auch die (erneut) bestätigte Rückkehr von Fiat ins Segment B. Lange Zeit als „ewige“ Königin dieser Klasse angesehen, will Fiat 2023 wieder in dieses Segment einsteigen und damit an frühere Erfolge anknüpfen, die Modelle wie 127, Uno oder Punto ermöglicht hatten.

Über das Fahrzeug, das die seit drei Jahren entstandene Lücke nach dem Punto schließen soll, ist bislang wenig bekannt – zeitweise wurde sogar der „südamerikanische“ Fiat Argo als Kandidat gehandelt.

Vieles deutet jedoch darauf hin, dass das Comeback als Crossover erfolgt – produziert in Tychy in Polen, wo heute bereits der 500 und der Ypsilon gebaut werden, wie vor einigen Monaten angekündigt wurde. Es wäre zudem keine große Überraschung, wenn der neue Segment-B-Fiat als Serienableitung des auf dem Genfer Salon 2019 gezeigten Centoventi-Konzepts käme.

Fest steht bereits: Er wird auf die flexible Plattform CMP (ehemals PSA) setzen, die auch dem Peugeot 208 oder dem Opel Mokka als Basis dient. Damit ist zugleich die Möglichkeit eröffnet, dass es eine Variante gibt, die zu 100% elektrisch fährt.

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