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Foton Tunland G7 Pick-up: Hält der Motor in Europa?

Blauer Dongfeng Tunland G7 Pickup auf Messeplattform mit reflektierendem Boden und grauem Hintergrund.

Viele chinesische Marken nehmen beim Schritt nach Europa dieselbe Frage mit: Hält der Motor durch? Bei einer Pick-up ist diese Unsicherheit noch schwerer zu ignorieren.

Denn wer sich für ein Fahrzeug dieser Kategorie entscheidet, schaut nicht nur auf Ausstattung oder Preis. Gesucht wird ein Arbeits- oder Freizeitgerät, das laden, ziehen und über Jahre hinweg harte Einsätze verkraften muss.

Foton hat diese Vertrauensfrage bei der Tunland G7 nicht mit Versprechen beantwortet, sondern mit bekannten Namen aus der Zulieferindustrie. In diesem Video zeigen wir, welche Partner Foton für die Entwicklung des Motors und für Komponenten wie Turbolader, Getriebe, Differentiale und Verteilergetriebe ins Boot geholt hat.

Eine halbe Million Kilometer

Im Zentrum steht der Antrieb: Die Tunland G7 nutzt einen Vierzylinder-Dieselmotor aus der Aucan-Familie. Der Hubraum beträgt 2,0 Liter; die Leistung liegt bei 163 PS, das maximale Drehmoment bei 390 Nm. Laut Foton wurde das Aggregat so ausgelegt, dass es den Parametern von Cummins entspricht und die von der US-Marke verwendeten B10-Kriterien erfüllt.

Dieses Kriterium bedeutet, dass von 100 Motoren 90% die Marke von 500.000 Kilometern überschreiten, ohne dass ein struktureller mechanischer Eingriff erforderlich wird. Es handelt sich nicht um eine individuelle Garantie, sondern um einen statistischen Haltbarkeitswert, der in der technischen Validierung eingesetzt wird.

Auch bei den übrigen Schlüsselkomponenten setzt Foton auf etablierte Zulieferer: Das Achtgang-Automatikgetriebe stammt von ZF. Der Turbolader kommt von BorgWarner – ebenso wie das Verteilergetriebe. Achsen und Differentiale liefert Dana, ein US-Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung in Pick-ups, Nutzfahrzeugen und Offroad-Fahrzeugen.

Eine Pick-up für Arbeit oder Freizeit

In Portugal wird die Tunland G7 mit Allradantrieb, Untersetzung und einer Nutzlast angeboten, die je nach Version bis zu 975 kg erreichen kann. Die maximale Anhängelast liegt bei drei Tonnen.

Abseits befestigter Strassen nennt Foton 210 mm Bodenfreiheit, 27 Grad Böschungswinkel vorn, 24 Grad Böschungswinkel hinten sowie eine Wattiefe von bis zu 600 mm.

Damit erfüllt sie klassische Pick-up-Werte – kann aber auch andere Rollen übernehmen, vor allem im Freizeitbereich. Serienmässig verfügt die Tunland G7 über beheizte Sitze, eine Klimaautomatik, eine 360-Grad-Kamera und mehrere Fahrerassistenzsysteme.

Was sie in Portugal kostet

Die Preise für die Foton Tunland G7 starten in Portugal bei 29.369 Euro zzgl. MwSt. für die Dreisitzer-Versionen. Zusätzlich gibt es Varianten für fünf Insassen, sodass sich die Konfiguration an den Einsatzzweck anpassen lässt. Inklusive MwSt. entspricht das rund 36.124 Euro – ein Betrag, der deutlich unter dem der direkten Wettbewerber liegt.

Für Unternehmen kann das Angebot noch attraktiver ausfallen, da je nach Nutzung und steuerlicher Einordnung der Tätigkeit eine Vorsteuerabzugsberechtigung bestehen kann.

In Portugal wird Foton von JAP vertreten, einer portugiesischen Gruppe mit über einem Jahrhundert Präsenz im nationalen Automobilsektor. Nach Angaben dieses Importeurs soll sich das Modell im portugiesischen Markt über seine Bauweise, die ausgewählten Zulieferer und die internen Validierungsprozesse positionieren.

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