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Porsche Taycan GT4 RS: Angriff auf den Nürburgring-Rekord

Weißer Porsche Taycan RS Sportwagen in moderner Ausstellungshalle mit Ladestation im Hintergrund

Porsche hat nicht vergessen, was vor einigen Monaten auf der Nürburgring-Strecke passiert ist: Xiaomi SU7 Ultra nahm dem deutschen Hersteller den Rekord für die schnellste elektrische Serienlimousine ab. Seine Zeit betrug 7min4,957s.

Damals fragten sich alle, wie Porsche darauf reagieren würde. Offenbar lautet die Antwort auf den radikalsten Taycan, der bislang unterwegs war: mit verbreiterten Spurweiten und einem Aerodynamikpaket, das einem Rennwagen alle Ehre macht. Auch die Gerüchteküche brodelt weiter – könnte dies der erste elektrische RS der Geschichte werden?

Nachdem er bereits am Nürburgring gesichtet worden war, wurde der mutmaßliche Taycan GT4 RS – diese Bezeichnung muss noch bestätigt werden – nun bei Wintertests fotografiert. Dabei zeigte sich eine noch konsequenter auf die Rennstrecke ausgelegte Ausführung mit Details, die an den „aggressivsten“ 911 erinnern: den GT3 RS.

Porsche Taycan GT4 RS: Angriff auf den Nürburgring-Rekord

Das Ziel ist eindeutig: den Thron zurückzuerobern und möglicherweise als erste elektrische Serienlimousine die Sieben-Minuten-Marke auf der Nürburgring-Nordschleife zu unterbieten. Bisher gelang das unter den Elektro-Serienfahrzeugen nur dem Yangwang U9 Xtreme, allerdings mit seinem exotischen Charakter.

Aerodynamik nach Vorbild des 911 GT3 RS

Gegenüber den ersten, am Nürburgring gesichteten Fahrzeugen fallen die Änderungen nicht grundlegend aus. An der Front trägt der Prototyp einen ausgeprägteren Splitter, ergänzt durch neue Aerodynamikelemente an den äußeren Bereichen, darunter Canards.

In der Seitenansicht stechen die „handgemachten“ Verbreiterungen der Kotflügel mit Luftauslässen hervor, ganz im Stil des 911 GT3 RS. Dazu kommen stärker ausgeformte Seitenschweller, die auf Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten abgestimmt sind.

Am Heck zieht vor allem der gewaltige Diffusor die Blicke auf sich, doch das ist nicht alles: Der Prototyp nutzt außerdem einen markanten Heckflügel, um Abtrieb zu erzeugen – ähnlich wie beim Taycan Turbo GT.

Leistung über dem Taycan Turbo GT

Anders als bei den ersten Nürburgring-Prototypen sind die hinteren Räder nicht verkleidet. Das Abdeckungsdetail bei einigen Exemplaren bleibt jedoch eines der Anzeichen, die auf eine Beteiligung von Manthey an der Entwicklung dieser Version hindeuten.

Der Porsche Taycan Turbo GT ist derzeit die leistungsstärkste Variante der Baureihe: 760 kW (1033 cv) und 1240 Nm Drehmoment. Berichten zufolge soll dieser Taycan GT4 RS noch mehr leisten. Schließlich verfügt der Xiaomi SU7 Ultra über 1138 kW (1548 cv) und 1770 Nm, was ihm in der schnellen „grünen Hölle“ einen gewissen Vorteil verschafft. 100 km/h erreicht er in 1,98 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 350 km/h.

Wann kommt er?

Ein Marktstarttermin steht noch nicht fest. Da zwischen der ersten Sichtung und der aktuellen bereits fast ein Jahr vergangen ist, wäre es jedoch keine Überraschung, wenn dieser mögliche Porsche Taycan RS noch in diesem Jahr vorgestellt wird.

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