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Honda Super-N: Das kleine Elektroauto für großen Fahrspaß

Kompakter grauer Honda Super-One Prototyp auf einer Messe mit futuristischem Design und runden LED-Scheinwerfern.

Klein. Leicht. Und ohne jede Scham darauf ausgelegt, erschwinglich zu sein: Der Honda Super-N verkörpert alles, was moderne Autos angeblich nicht mehr sein können. Honda widersetzt sich diesem Trend und will den Fahrspaß passend dimensionierter Kei-Cars ins Vereinigte Königreich bringen.

Honda Super-N: Prototyp statt bloßer Studie

Nur keine vorschnelle Euphorie: Der Super-N ist bislang ausschließlich ein Prototyp. Als Konzeptauto lässt er sich allerdings kaum abtun, denn er besitzt Außenspiegel, Scheibenwischer und Sicherheitsgurte. Es handelt sich um ein echtes Auto. Dass es auch außerhalb des Standes fährt, ist ebenfalls bekannt: Honda brachte im Sommer einen getarnten Super-N als Erprobungsfahrzeug zum Goodwood Festival of Speed mit.

Jetzt zeigt Honda erstmals sein Erscheinungsbild, während die Marke noch berechnet, was das Auto kosten soll und wann der Verkaufsstart erfolgen kann.

Fotos: Toby Thyer/Hersteller

Kantiges Kei-Car-Design mit großer Attitüde

Optisch ist der Wagen vor allem eines: kantig. Ganz in der Tradition der enorm erfolgreichen Kei-Cars – die Japans Stadtstraßen mit kleinen, senkrechtflächigen Autos auf winzigen Rädern prägen und deren Motoren maximal 660 cm³ Hubraum haben – wirkt der Super-N geradliniger als ein Block Cheddar, während seine Räder beinahe Babybel-Format besitzen. Doch diese kräftig ausgestellten Kotflügelverbreiterungen sind kaum zu übersehen. Wenn dieses Ding erwachsen wird, möchte es offenbar von Liberty Walk tiefergelegt und verbreitert werden.

Die kämpferische kleine Front erinnert etwas an den Honda e. Hoffentlich verkauft sich der Super-N jedoch in größeren Stückzahlen als die dreieinhalb Exemplare des wunderschön gestalteten, aber durch Reichweite und Preis eingeschränkten e. Immerhin beherrscht der Touchscreen nicht das gesamte Cockpit.

Für Heizung und Klimaanlage gibt es echte Tasten. Und was befindet sich da hinter dem Lenkrad? Schaltwippen? Wer sie nutzen möchte, muss den „Boost Mode“ aktivieren. Honda erläutert: „Dieser steigert nicht nur die Fahrzeugleistung, um die Performance zu maximieren, sondern simuliert mit Active Sound Control auch Schaltvorgänge eines mehrgängigen Getriebes.“ Das vermittelt eindeutig kompakte Hyundai-Ioniq-5-N-Stimmung.

„In Verbindung mit speziellen Innenraum-Anzeigen und abgestimmten Lichtsequenzen sorgt dies für ein Maß an Begeisterung und ein intensiveres Fahrerlebnis, das für ein Fahrzeug dieser Größe einzigartig ist“, behauptet Honda selbstbewusst. Und damit könnte die Marke recht haben. Zwar wächst das Angebot kleiner Elektroautos mit Spaßfaktor endlich; weder der Renault 5, sein Alpine-Verwandter noch der kommende Volkswagen ID.1 bieten jedoch simulierte Getriebe.

Verkaufsstart 2026 und vorerst nur im Vereinigten Königreich

Der Super-N soll 2026 kommen, sobald Honda entscheidende offene Fragen beantwortet hat: Gewicht, Leistung, Batteriereichweite – und vor allem der Kaufpreis.

Man könnte meinen, der Wagen sei genau das, worauf ganz Europa gewartet hat: ein niedliches, flink zu fahrendes Elektroauto, das hoffentlich sehr günstig zu kaufen ist. Weil der übrige Teil Europas jedoch Lenkräder auf der linken Seite bevorzugt – was natürlich falsch ist –, plant Honda den Verkauf laut eigener Aussage nur im Vereinigten Königreich, in Japan und in Asien.

Offiziell erklärt Honda, man habe „keine unmittelbaren Pläne, den Super-N Prototype in weiteren europäischen Märkten einzuführen“. Zugleich räumt das Unternehmen ein: „Der Erfolg dieses neuen Modells wird helfen, das Interesse der Verbraucher an möglichen künftigen kleinen Elektroautos in der Region zu verstehen.“

Also kein Druck: Wenn viele von uns den Wagen kaufen, könnte er eine neue Ära günstiger Fahrspaßautos einläuten. Honda soll bitte rasch mit den Zahlen herausrücken. Und wenn wir schon dabei sind: Würde sich ein „Type R“-Emblem nicht hervorragend auf dem Kofferraumdeckel machen?

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