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Performance Car of the Year: Elektroautos und Verbrenner gehen getrennte Wege

Verschiedene Luxus- und Sportwagen stehen auf einer Rennstrecke bei Sonnenuntergang, im Vordergrund ein orangefarbener Lambor

Seit einiger Zeit sprechen wir darüber, doch die Kluft wird nun zunehmend größer. Elektroautos dürften zur universellen Lösung für den Alltagsverkehr werden – für Fahrten von A nach B, Familienausflüge und Ähnliches. Verbrennungsmotoren hingegen werden wohl den Enthusiasten vorbehalten sein, die bereit sind, steigende Kraftstoffpreise und Abgaben in Kauf zu nehmen.

Eine vollständige Trennung gibt es natürlich noch nicht. Nach wie vor stehen viele hervorragende Benzin- und Dieselautos (ja, die gibt es noch) zur Auswahl, ebenso wie einige Elektroautos für Geschwindigkeitsfanatiker. Dennoch entsteht der Eindruck, dass sich die Branche mit genau dieser Zukunft abgefunden hat.

Performance Car of the Year und die wachsende Kluft

Besonders deutlich wurde dieses Phänomen bei unserem Test zum Performance Car of the Year sowie auf der jüngsten Automesse in München: 98 Prozent der dort präsentierten Neuwagen waren Elektroautos. Der mutige Renault Clio mit Benzinmotor und Handschaltung bildete die einzige Ausnahme. Bei der Zusammenstellung unseres PCOTY-Aufgebots suchten wir vergeblich nach einem kompakten, bezahlbaren Modell mit lediglich einem moderaten Leistungsplus. Normalerweise glänzt hier der bescheidene Hot Hatch mit Benzinmotor, doch in diesem Marktsegment herrscht derzeit gähnende Leere.

Von den zwölf versammelten Fahrzeugen fuhr deshalb nur eines elektrisch: der Ioniq 6 N. Das sagt viel darüber aus, dass Hyundai derzeit praktisch der einzige Hersteller ist, der mit einem Performance-Elektroauto Fahrspaß nahe dem Niveau eines Verbrenners bietet. Alle anderen schluckten Benzin und zeigten, dass kontrollierte Explosionen noch immer reichlich Leben in sich tragen – ebenso wie jede Menge Kreativität am oberen Ende des Marktes.

V12, Saugmotor und Handschaltung bleiben erhalten

Trotz unserer düsteren Prognosen lebt der V12 weiter – und zwar triumphal. Auch Saugmotoren und Handschaltgetriebe sind noch da. Beide Technologien galten lange als überholt, weil Leistung, Effizienz und Geschwindigkeit wichtiger wurden. Heute gehören sie jedoch fest zum Repertoire der Hersteller, um die Einbindung des Fahrers wieder weiter oben auf die Prioritätenliste zu setzen.

Das bedeutet allerdings auch: Wer nicht auf dem Gebrauchtmarkt suchen möchte, bekommt Performance nicht günstig. Ein Hyundai-Elektroauto für £70k war das „Schnäppchen“, ein BMW M2 für £90k das günstigste Verbrennermodell. Das leistungsschwächste Auto – zugleich aber das lauteste – war ein vollwertiger Dakar-Offroader, gefolgt von einem 911 GT3. Die Zeiten, in denen man mit einem Fronttriebler und gutmütigen 250bhp erste Erfahrungen sammeln konnte, sind vorbei: Jetzt heißt es alles oder nichts. Beschweren wollen wir uns darüber allerdings nicht.

Die ganze Geschichte zum Performance Car of the Year

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