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Embraer und Saab planen Produktion von 20 zusätzlichen Gripen in Gavião Peixoto

Zwei Männer im Anzug schütteln sich vor einem Militärjet in einem Hangar die Hand.

Embraer und Saab haben am Montag (21.) die Unterzeichnung einer Absichtserklärung (Head of Agreement – HoA) bekannt gegeben, die die mögliche Produktion von 20 zusätzlichen Gripen-Kampfjets im Embraer-Industriekomplex in Gavião Peixoto im Landesinneren des Bundesstaats São Paulo vorsieht.

Die Mitteilung erfolgte auf der Farnborough International Airshow 2026 und markiert einen weiteren Schritt in der zehnjährigen Zusammenarbeit beider Unternehmen. Gemäß der Vereinbarung soll Embraer die Endmontage der Flugzeuge übernehmen und damit die Saab-Produktionslinie in Linköping, Schweden, ergänzen, um die weltweit steigende Nachfrage nach dem schwedischen Kampfjet zu bedienen.

Nach Angaben der Unternehmen wird das Vorhaben die Produktionskapazität des Gripen-Programms in einem global integrierten Fertigungsmodell erweitern. Dies soll eine höhere Flexibilität schaffen, um künftige internationale Kunden beliefern zu können.

Embraer und Saab erweitern die Gripen-Produktion

Der Ausbau dieser Partnerschaft mit Saab spiegelt das gegenseitige Vertrauen wider, das in den vergangenen zehn Jahren entstanden ist, und stärkt die strategische Rolle von Embraer im Gripen-Programm. Wir sind sehr gut aufgestellt, um den Ausbau der Produktionskapazität zu unterstützen, sobald die Nachfrage dies erforderlich macht“, erklärt Bosco da Costa Junior, Präsident und CEO von Embraer Defesa & Segurança.

Für Saab bekräftigt die Vereinbarung das Engagement des schwedischen Herstellers in Lateinamerika und bereitet das Unternehmen auf zukünftige Geschäftschancen vor: „Die Partnerschaft zwischen Saab und Embraer unterstreicht unser langfristiges Engagement für Lateinamerika. Gemeinsam stärken wir unsere Fähigkeiten, sichern zusätzliche Kapazitäten für künftige Geschäftsmöglichkeiten und verfolgen einen zukunftsorientierten Ansatz, um die sich wandelnden Anforderungen unserer Kunden in der gesamten Region zu unterstützen“, sagte Micael Johansson, Präsident und CEO von Saab.

Der Embraer-Standort in Gavião Peixoto hat sich als einer der wichtigsten Industriezentren des Unternehmens etabliert. Dort kommen moderne Fertigungskapazitäten, qualifizierte Fachkräfte sowie ein Netzwerk nationaler und internationaler Zulieferer zusammen. Nach Einschätzung der Hersteller nimmt der Komplex eine strategische Rolle beim Ausbau der Produktion und bei der Stärkung der hochtechnologischen Luft- und Raumfahrtindustrie ein.

Technologietransfer für das Gripen-Programm

Die Zusammenarbeit von Embraer und Saab begann vor mehr als einem Jahrzehnt im Rahmen des Gripen-Programms für die brasilianische Luftwaffe (FAB). Seither haben die Unternehmen ein umfassendes Programm zum Technologietransfer entwickelt. Dieses umfasst die Qualifizierung von Ingenieuren, Technikern, Montagepersonal und Wartungsspezialisten durch Schulungen sowohl in Brasilien als auch in Schweden.

Den Herstellern zufolge hat dieser Austausch die industriellen Kompetenzen beider Unternehmen gestärkt, den Wissenstransfer ausgeweitet und die Grundlage für neue Wachstumschancen im Verteidigungssektor geschaffen. Sollte die Vereinbarung umgesetzt werden – vorausgesetzt, die FAB unterzeichnet den Zusatzvertrag zum Kauf weiterer F-39-Flugzeuge –, würde die Fertigung der 20 Kampfjets in Gavião Peixoto einen weiteren Schritt darstellen, um den brasilianischen Standort als Teil der globalen Gripen-Fertigungskette zu festigen.

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