Suzuki gehörte nicht zu den Marken, die früh auf den „Zug“ der Elektroautos aufgesprungen sind. Als der Hersteller diesen Schritt vollzog, hatten viele Wettbewerber bereits mehrere Modelle im Programm, die ausschliesslich mit Strom fahren.
Mit dem e Vitara ist die Wartezeit nun vorbei: Er ist das erste rein elektrische Auto in der Geschichte von Suzuki und zugleich der Auftakt einer Modellfamilie, die in den kommenden Jahren weiter wachsen soll.
Eine Flut neuer Elektroautos ist dennoch nicht zu erwarten. Suzuki bleibt seiner vorsichtigen Strategie treu und hat die eigenen Ziele sogar nach unten korrigiert: Während 2023 noch fünf Elektromodelle für Europa bis 2030 vorgesehen waren, nennt der aktuelle Plan vier. Die übrigen elektrifizierten Antriebe – von Mildhybriden bis zu Plug-in-Hybriden – bleiben weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Angebots.
Der e Vitara als Türöffner für Suzuki Elektroautos
Der e Vitara ist bereits in Portugal erhältlich und steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, Suzuki in einem der umkämpftesten Marktsegmente zu etablieren: bei den kompakten Elektro-SUV.
Preislich startet er nicht mit einem klaren Vorteil. Die Baureihe beginnt bei etwas mehr als 36.000 Euro und liegt damit über mehreren Konkurrenten.
Dafür fällt das Angebot vergleichsweise vielseitig aus. Zur Wahl stehen Akkus mit 49 kWh und 61 kWh, Leistungen von 106 kW (144 PS) bis 135 kW (184 PS) sowie WLTP-Reichweiten von bis zu 426 km.
Hinzu kommt eine bei den Wettbewerbern eher seltene Besonderheit: Varianten mit Allradantrieb, möglich durch einen zweiten Elektromotor an der Hinterachse. Aus dem e Vitara wird dadurch kein elektrischer Jimny, doch im Gelände bietet er Fähigkeiten, an die nur wenige Rivalen herankommen. Lesen Sie unseren ersten Eindruck vom japanischen Elektroauto oder rufen Sie ihn erneut auf:
Das nächste Modell wird deutlich kleiner
Suzukis zweites Elektroauto wird einem völlig anderen Konzept folgen. Geplant ist ein rund 3,4 m langer Kleinstwagen, der vom Vision e-Sky vorweggenommen wurde.
Die Serienausführung soll im Frühjahr 2027 auf den Markt kommen und Suzukis Rückkehr zu europäischen Kleinstwagen markieren, nachdem der Ignis Anfang 2025 aus dem Angebot verschwunden ist.
Zu den technischen Daten des endgültigen Modells ist bislang noch nichts bekannt. Der Prototyp stellt mehr als 270 km Reichweite in Aussicht und behält die für einen Kei Car typischen Proportionen bei: eine hohe, sehr kompakte Karosserie.
Auch der Preis dürfte zu seinen wichtigsten Argumenten zählen. David Kateley, Verantwortlicher von Suzuki im Vereinigten Königreich, rechnet dort mit weniger als 20.000 Pfund. Damit würde das Modell direkt gegen Fahrzeuge wie den Renault Twingo, künftige Dacia Spring und den Volkswagen ID. 1 antreten, der in Palmela gebaut werden soll.
Ein weiteres Elektroauto steht noch aus
Der nächste Schritt dürfte 2029 folgen. Über Suzukis drittes Elektroauto ist weiterhin wenig bekannt, doch alles deutet auf ein SUV des B-Segments hin, das zwischen dem kleinen Stadtauto und dem e Vitara positioniert wird.
Eine Möglichkeit scheint allerdings ausgeschlossen: Einen elektrischen Swift wird es nicht geben. David Kateley hat bereits bestätigt, dass das bekannteste Modell der Marke von dieser Offensive getrennt bleibt. Suzuki dürfte daher weiter auf seine Hybridantriebe setzen und den Swift nicht in die Elektrostrategie einbeziehen.
Danach fehlt noch ein Baustein. Der derzeitige Plan sieht bis 2030 vier rein elektrische Modelle in Europa vor, doch Suzuki hat das letzte davon bislang nicht vorgestellt.
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