Der neue Peugeot 408 ist jetzt in Portugal erhältlich. Außen zeigt er sich überarbeitet, innen wurde er aufgewertet – und er kommt mit drei elektrifizierten Antrieben: Hybrid, Plug-in Hybrid und 100% elektrisch. In diesem Artikel stellen wir alle Versionen vor und erklären die drei Motorisierungen.
Die Logik der Baureihe ist leicht nachvollziehbar: Der Hybrid richtet sich an alle, die den Verbrauch senken möchten, ohne sich mit Ladevorgängen zu beschäftigen. Der Plug-in Hybrid ist für Fahrerinnen und Fahrer gedacht, die regelmäßig laden können und viele Kilometer elektrisch zurücklegen wollen. Der E-408 ist schließlich die Wahl für alle, die ganz auf den Verbrennungsmotor verzichten.
Auch bei den Preisen gibt es eine Überraschung. Der elektrische Peugeot E-408 startet bei 38 785 Euro und liegt damit unter dem Plug-in Hybrid, der bei 41 165 Euro beginnt. Damit entscheidet nicht nur „mehr oder weniger Leistung“, sondern vor allem, wie das Auto im Alltag genutzt wird. Der Einstieg in die Modellreihe liegt bei 34 085 Euro.
Geändert, was geändert werden musste
Peugeot hat das Grundrezept des 408 nicht auf den Kopf gestellt. Das Modell verbindet weiterhin die etwas höhere Crossover-Sitzposition mit einer niedrigeren, dynamisch gezeichneten Dachlinie, die an einen Fastback erinnert. Die wichtigsten Neuerungen betreffen die neue Lichtsignatur, den roten Peugeot-Schriftzug sowie die neue exklusive Lackfarbe Verde Flare.
Mit dem Update wird zugleich eine der großen Stärken des Modells weiter betont: sein eigenständiger Auftritt. In einem Markt, in dem viele Familienautos wirken, als wären sie nach derselben Schablone gezeichnet, bleibt der 408 bewusst abseits des Erwartbaren.
Überarbeitetes Interieur und mehr Liebe zum Detail
Im Innenraum folgt die Weiterentwicklung derselben Linie. Laut Peugeot erhält der neue 408 höherwertige Materialien, eine neue Innenraumdekoration, neue Sitze sowie eine neue Darstellung für das Kombiinstrument.
Unverändert bleibt das Peugeot i-Cockpit mit kompakterm Lenkrad und hoch positionierter digitaler Instrumentierung. Das ist eine der markantesten Lösungen der Marke – und sorgt weiterhin für klare Abgrenzung zu konventionelleren Konzepten.
In den GT-Versionen kommen zusätzlich ein neues Emblem am Lenkrad und an den Einstiegsleisten sowie eine personalisierte Ambientebeleuchtung hinzu. Es sind Kleinigkeiten, die jedoch ins Gewicht fallen – besonders bei einem Modell, das sich nicht nur optisch, sondern auch bei der wahrgenommenen Qualität über dem klassischen Kompakt-Kombi positionieren möchte.
Motoren für jede Anforderung
Die Antriebspalette des neuen Peugeot 408 ist um drei elektrifizierte Varianten aufgebaut. Am einfachsten in den Alltag zu integrieren ist der Hybrid 145 cv e-DCS6.
Er kommt ohne Laden aus, verlangt keine Umstellung der Gewohnheiten und kombiniert 145 cv mit 230 Nm Drehmoment. Die kleine Batterie mit 0,4 kWh ermöglicht laut Peugeot, im Stadtverkehr bis zu 50% der Zeit rein elektrisch zu fahren. Damit ist es die passende Lösung für alle, die den Verbrauch reduzieren wollen, ohne sich auf das Thema Ladekabel einzulassen.
Darüber positioniert sich der Plug-in Hybrid 240 cv e-DCS7. Mit 240 cv, 360 Nm und einer nutzbaren Batteriekapazität von 14,6 kWh werden bis zu 85 km elektrische Reichweite angegeben. Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz regelmäßig laden kann, kann so einen großen Teil der wöchentlichen Wege ohne Benzin erledigen – behält für lange Strecken aber weiterhin die Flexibilität des Verbrenners.
Der E-408 setzt dagegen vollständig auf Elektrifizierung. Er leistet 213 cv, bietet 343 Nm Drehmoment, nutzt eine 58 kWh große, nutzbare Batterie und soll bis zu 456 km Reichweite nach WLTP erreichen. Zudem ist er von den drei Varianten beim Sprint von 0 auf 100 km/h am schnellsten: 7,2 Sekunden, wobei die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt ist.
Peugeot E-408 mit neuen Argumenten
Beim Peugeot E-408 endet das Thema Elektrifizierung nicht bei der Batterie. Hinzu kommt Technik, die den Alltag vereinfachen soll – besonders für alle, die wissen: Bei einem Elektroauto zählen nicht nur Reichweite, sondern ebenso Ladeplanung und Ladepraxis.
Eine davon ist die Batterie-Vorkonditionierung: Sie bringt den Akku vor einem Schnellladevorgang auf die passende Temperatur. Das klingt technisch, kann aber die Ladezeiten spürbar beeinflussen – vor allem an kalten Tagen oder wenn man nach einer Autobahnfahrt an einer Schnellladesäule ankommt.
Plug & Charge reduziert den Aufwand an kompatiblen Stationen. Statt Karten, Apps und manueller Freigaben wird das Fahrzeug automatisch erkannt, sobald das Kabel eingesteckt ist. Das erhöht nicht die Reichweite, senkt aber Reibung im Ablauf – und genau das zählt im Alltag.
Zusätzlich gibt es Vehicle-to-Load (V2L), womit sich externe Geräte über die Traktionsbatterie betreiben lassen. Das kann für kleinere Geräte, Werkzeuge, portable Beleuchtung oder Freizeitequipment nützlich sein. Aus dem 408 wird dadurch kein Kraftwerk, aber er gewinnt eine Vielseitigkeit, die ein klassisches Auto nicht bieten kann.
Allure oder GT wählen?
In Portugal teilt sich die Baureihe in die Ausstattungslinien Allure und GT. Allure deckt die Kernpunkte ab und macht den 408 beim Preis attraktiver. GT setzt stärker auf Technik und einen hochwertigeren Auftritt.
Bereits der Allure bringt Peugeot Full LED Technology-Scheinwerfer, das Peugeot i-Cockpit mit 10” digitalem, personalisierbarem Kombiinstrument, eine HD-Rückfahrkamera, hintere Parksensoren sowie das Pack Drive Assist mit.
Der GT ergänzt Peugeot Matrix LED-Scheinwerfer, Peugeot i-Connect Advanced, Pack Drive Assist Plus und eine elektrisch betätigte Heckklappe. Dazu kommen die spezifischen Interieur-Details wie das neue GT-Emblem am Lenkrad und an den Einstiegsleisten sowie die personalisierte Ambientebeleuchtung.
Preise des 408 in Portugal
In der Version Allure Hybrid 145 cv e-DCS6 beginnt der neue Peugeot 408 bei 34 085 Euro. Mit demselben Motor liegt der GT bei 37 885 Euro. Diese Einordnung ist wichtig: Die elektrische Variante liegt – wie zu erwarten – über dem Hybrid, aber unter dem Plug-in Hybrid.
Wenn man die Entscheidung an der Nutzung ausrichtet, wird der E-408 für alle, die regelmäßig laden können, zur Alternative, die man kaum ignorieren kann. Wer die Flexibilität eines Verbrennungsmotors weiterhin braucht, findet im Plug-in Hybrid nach wie vor eine stimmige Lösung. Und wer sich nicht mit Ladevorgängen beschäftigen möchte, bleibt beim Hybrid mit seiner unkomplizierten Handhabung.
Eine Entscheidung, die einfacher ist als sie wirkt
Der neue Peugeot 408 besetzt weiterhin eine eigene Nische. Er ist keine klassische Limousine, kein typischer SUV und will auch nicht einfach nur ein weiteres elektrifiziertes Familienauto sein.
Das Update bringt eine neue Optik, mehr Sorgfalt im Innenraum und eine klarere Modellstruktur. Hybrid für alle, die es unkompliziert mögen. Plug-in Hybrid für alle, die elektrische Reichweite und Verbrenner kombinieren wollen. E-408 für alle, die den Schritt zum reinen Elektroantrieb komplett gehen können.
Im Kern zwingt der 408 niemanden, Elektrifizierung auf nur einem Weg zu nutzen. Stattdessen bietet er drei unterschiedliche Schlüssel für denselben Bedarf: eine Alternative für alle, die keinen SUV möchten, aber eine Karosserie mit Platz für die Familie und einem eigenständigen Auftritt suchen.
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