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Jaecoo 7 und Jaecoo 8: Expansion in Europa und Portugal

Zwei moderne Elektro-SUVs, grün und weiß, stehen in einem hellen Raum mit großen Fenstern und Stadtblick.

Als Jaecoo Anfang 2025 in Europa antrat, wirkte die Marke zunächst wie ein weiterer chinesischer Neuzugang, der in einem immer härter umkämpften Markt Fuss fassen will. Gut ein Jahr später lässt sich diese Einordnung kaum noch halten.

Vor allem der Jaecoo 7 hat sich in kurzer Zeit zu einem der gefragtesten Plug-in-Hybride der Europäer entwickelt. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden laut DataForce mehr als 27 000 Exemplare neu zugelassen. Damit lag er bei den Modellen mit dieser Technologie nur hinter dem BYD Seal U (etwa 36 000 Einheiten).

Für eine Marke, die bis vor Kurzem in Europa praktisch unbekannt war, ist das ein ungewöhnliches Ergebnis. Im Vereinigten Königreich schaffte es der Jaecoo 7 im März sogar auf Platz eins der gesamten Verkaufsstatistik.

Der Markteintritt gelang schnell – doch Jaecoo will sich nicht dauerhaft auf einen einzigen Erfolgsträger verlassen. In der nächsten Etappe soll die Modellpalette wachsen, neue Märkte sollen hinzukommen und mittelfristig ist eine Fertigung von Autos auf europäischem Boden geplant.

Portugal ist Teil der Expansion

In Portugal startete Jaecoo Ende 2025, der Import wird dort vom Grupo JAP übernommen. Das nationale Angebot ist bislang überschaubar und stützt sich auf zwei Modelle: den Jaecoo 7 als Plug-in-Hybrid sowie den Jaecoo 5, der sowohl mit Elektroantrieb als auch als Hybrid erhältlich ist.

Auch wenn der Auftritt in Portugal noch jung ist, gehört er zu einer breiter angelegten Europa-Strategie von Chery – dem chinesischen Konzern hinter Jaecoo und Omoda. Die Iberische Halbinsel zählt zu den priorisierten Regionen für das europäische Wachstum des Herstellers, der seine Verkäufe in Spanien zuletzt zügig steigern konnte.

Der Jaecoo 7 bleibt dabei vorerst die zentrale Figur – allerdings voraussichtlich nicht mehr allzu lange allein.

Jaecoo 8 soll das neue Topmodell werden

Als nächster Schritt gilt der Jaecoo 8: der bislang grösste SUV der Marke und der naheliegendste Kandidat, um das Angebot in Portugal auszubauen. Einen Marktstart oder Preise für Portugal hat Jaecoo zwar noch nicht bestätigt, in anderen europäischen Ländern ist das Modell jedoch bereits erhältlich.

Mit knapp 4,8 m Länge, sechs oder sieben Sitzplätzen und Allradantrieb zielt der Jaecoo 8 auf das Segment grosser Familien-SUV.

Der Plug-in-Hybridantrieb kombiniert einen Benzinmotor mit drei Elektromotoren und kommt so auf eine Systemleistung von 428 PS. Die Batterie ermöglicht eine angegebene elektrische Reichweite von bis zu 134 km.

In Spanien beginnen die Preise bei rund 44 500 Euro. Sollte die Positionierung in Portugal ähnlich ausfallen, könnte der Jaecoo 8 zu einer besonders konkurrenzfähigen Alternative gegenüber etablierteren europäischen und asiatischen Angeboten werden.

Produktion in Europa

Das Wachstum von Jaecoo geht mit einer wichtigen Weichenstellung in Cherys Industrieplanung einher. Der Konzern bereitet den Start der europäischen Produktion in der ehemaligen Nissan-Fabrik in Barcelona vor – über eine Partnerschaft mit dem spanischen Unternehmen Ebro.

Zum Auftakt sollen dort Modelle von Omoda vom Band laufen. Der Jaecoo 7 dürfte später folgen, sobald die Fertigung Schritt für Schritt hochgefahren wird.

Eine lokale Produktion würde Lieferzeiten verkürzen, Logistikkosten senken und die Abhängigkeit von den von der Europäischen Union erhobenen Zöllen auf in China gefertigte Elektroautos reduzieren. Zugleich unterstreicht sie, welchen Stellenwert Europa für Cherys internationale Ambitionen hat.

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