Wie bereits seit dem vergangenen Freitag erwartet, ist diese Woche (20. Juli) mit einem deutlichen Sprung bei den Kraftstoffpreisen gestartet. Sowohl Standard-Diesel als auch Standard-Benzin sind spürbar teurer geworden.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels lag der Anstieg bei Standard-Diesel bereits bei 6,5 Cent pro Liter. Standard-Benzin verteuerte sich um 3,5 Cent pro Liter. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Preise im Laufe des Tages weiter anpassen.
Auf Basis dieser Erhöhungen steigt der durchschnittliche Preis für Standard-Diesel auf 1,918 €/l, während Standard-Benzin im Schnitt 1,949 €/l erreicht.
Ein Blick auf die grossen Tankstellenketten zeichnet ein noch konkreteres Bild der Entwicklung: BP hat die Preise am stärksten angehoben - Standard-Diesel um 12,5 Cent pro Liter und Standard-Benzin um sieben Cent. Repsol und Galp erhöhten den Preis für Standard-Diesel jeweils um 11,5 Cent pro Liter. Beim Standard-Benzin legte Repsol um sechs Cent pro Liter zu, Galp um 5,9 Cent.
Bis zum Tagesende sind beim durchschnittlichen Kraftstoffpreis ähnliche Zuwächse zu erwarten, sobald die zugrunde liegenden Daten weiter aktualisiert werden.
Als Berechnungsgrundlage für den Kraftstoffpreis dienen - wie üblich - die von der Direção-Geral de Energia e Geologia (DGEG) veröffentlichten Zahlen; in diesem Fall die Daten vom vergangenen Freitag, dem 17. Juli.
Die von der DGEG ausgewiesenen Werte berücksichtigen bereits die von den Mineralölgesellschaften gewährten Rabatte sowie die aktuell gültigen staatlichen Massnahmen. Dennoch gilt: Es handelt sich um Durchschnitts- und Orientierungswerte, die von den Preisen an den einzelnen Tankstellen abweichen können.
Was verursacht diesen deutlichen Anstieg?
Der Preisanstieg bei Kraftstoffen hängt direkt mit dem Ende des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran zusammen. Der Brent-Index, der in Europa als Referenz gilt, hat in der vergangenen Woche erneut stark zugelegt. Nachdem er nach der Ankündigung des Waffenstillstands zeitweise um 70 US-Dollar lag, wird er zu Beginn dieser Woche bei 89 US-Dollar gehandelt.
Zum Vergleich: Vor dem Konflikt lag der durchschnittliche Preis für Standard-Diesel bei 1,635 €/l, während Standard-Benzin bei 1,705 €/l stand.
Kürzung beim ISP-Rabatt
Angesichts der Entwicklung der Kraftstoffpreise hat die Regierung eine neue Anpassung beim ausserordentlichen Rabatt auf den ISP (Steuer auf Erdölprodukte und Energieträger) angekündigt, der seit Anfang März gilt.
Gemäss Verordnung Nr. 301-A/2026/1 vom 17. Juli wurde der auf Standard-Diesel angewendete Rabatt von 4,23 Cent pro Liter auf 6,01 Cent pro Liter geändert. Beim Standard-Benzin stieg der entsprechende Wert von 4,05 Cent pro Liter auf 4,64 Cent pro Liter.
Zur Erinnerung: Diese ausserordentliche Massnahme war ursprünglich bis Ende Juni befristet. Die Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, stellte jedoch klar, dass die Unterstützung bestehen bleibt, solange die aktuellen Marktbedingungen anhalten. Zugleich kündigte sie an, dass der Rabatt schrittweise zurückgenommen wird, sobald sich die Lage stabilisiert.
„Continuaremos a aumentar o desconto para pouparmos os portugueses e não termos o Estado a lucrar“, sagte António Leitão Amaro, Minister im Präsidium, Ende der vergangenen Woche.
Diese ausserordentliche Senkung des ISP kommt zusätzlich zu dem seit 2022 bestehenden Mechanismus, der die Folgen der Kraftstoffverteuerung nach der russischen Invasion in der Ukraine abfedern soll. Dabei wird die auf Benzin und Diesel erhobene Steuer teilweise reduziert; die Parameter wurden im Zeitverlauf mehrfach angepasst, parallel zur Preisentwicklung.
Worum geht es dabei?
Die Verteuerung der Kraftstoffe in Portugal und in Europa steht in direktem Zusammenhang mit der Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, die zur Schliessung der Strasse von Hormus geführt hat - einer der wichtigsten Routen für den Abtransport von Öl aus dem Persischen Golf. Etwa 20% des weltweiten Rohölhandels passieren diese Meerenge.
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