Für französische Autofahrer, insbesondere für Menschen über 30 Jahre, geht bald eine Ära zu Ende. Der rosafarbene Führerschein aus Papier, der vor 2013 ausgestellt wurde, wird künftig durch den Führerschein im blauen Kartenformat ersetzt – eine praktischere und besser geschützte Lösung. Dieses Format ist bereits in den meisten europäischen Ländern sowie in den USA erhältlich.
Die Vorteile des neuen Führerscheins
Der rosafarbene Führerschein, dessen Ursprung auf das Jahr 1922 zurückgeht, besteht aus einem großformatigen Dokument mit drei Falzen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Er wird leicht beschädigt, da sich die Falze schnell lösen können, lässt sich vergleichsweise einfach fälschen und wird international nicht anerkannt. Zudem kann mit ihm die verbleibende Zahl der Punkte im Punktekonto nicht eingesehen werden.
Seit 2013 erhalten neue Führerscheininhaber den Führerschein im blauen Kartenformat. Das laminierte Dokument hat die Größe einer Bankkarte. Für Autofahrer bietet es außerdem den Vorteil, dass sie ihren aktuellen Punktestand online abrufen können. Darüber hinaus soll der Führerschein auch auf dem Smartphone gespeichert werden können. Für das neue Format spricht damit alles, weshalb der alte rosafarbene Führerschein kaum noch Vorteile bietet. Sein einziger Pluspunkt war seine unbegrenzte Gültigkeit, während die blaue Karte nur 15 Jahre gültig ist. Das bedeutet: Das Dokument selbst gilt nicht mehr lebenslang.
Wann und wie wird der Führerschein umgetauscht?
Inhaber des rosafarbenen Führerscheins haben bis zum 19. Januar 2033 Zeit, den neuen Führerschein zu beantragen. Nach diesem Stichtag verliert das alte Dokument seine Gültigkeit. Wer den Führerschein nicht vorzeigen kann, riskiert ein Bußgeld von 11 Euro, das auf 38 Euro erhöht werden kann. Wird überhaupt kein gültiger Führerschein vorgelegt, kann die Geldstrafe 135 Euro betragen. Auch eine Stilllegung des Fahrzeugs ist möglich.
Derzeit muss der Führerschein nur bei Verlust, Diebstahl oder Beschädigung des Dokuments umgetauscht werden. In diesen Fällen erfolgt der Antrag über die Website der ANTS (Agence nationale des titres sécurisés); für die Ausstellung des neuen Führerscheins fallen 25 Euro an. In allen anderen Fällen ist der neue Führerschein kostenlos. Das Innenministerium erklärt, dass „keine Entscheidung über einen Austausch vor 2033 getroffen wurde“.
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