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Brabus Rocket 900: Die brachiale Limousine mit 900 PS

Schwarzer Lamborghini Rocket 900 Supersportwagen in modernem Showroom mit glänzendem Lack und gelben Bremsen.

Schon ein Blick auf die Bilder dieses verbreiterten, muskulösen und furchteinflößenden Brabus Rocket 900 macht klar: Hier wurde keinesfalls nur halbherzig gearbeitet – schließlich trägt er das Brabus-Emblem.

Stellt man den Brabus Rocket 900 neben den Poseidon GT 63 RS 830+, den wir vor einer Woche vorgestellt haben, wirkt Letzterer trotz seiner etwas höheren Leistung beinahe wie ein „Chorknabe“ – oder, wohlwollender formuliert, wie ein „Wolf im Schafspelz“.

Die umfangreiche Optik passt zu den gegenüber dem Basismodell massiv gesteigerten Fähigkeiten: Grundlage ist der ohnehin bereits respekteinflößende viertürige Mercedes-AMG GT 63 S 4MATIC+, eine kraftvolle Schöpfung aus Affalterbach, die wir bereits fahren konnten.

Breiter Auftritt des Brabus Rocket 900

Gegenüber dem Serienmodell wächst der Rocket 900 um 7,8 cm in die Breite, wobei der Zuwachs an der Hinterachse erzielt wird. Sichtbar wird das durch die verbreiterten Kotflügel. Hinzu kommen ein großzügig dimensionierter Heckflügel sowie ein markanter Heckdiffusor, beide aus Kohlefaser – und genau das verleiht ihm sein noch bedrohlicheres Erscheinungsbild.

Abgerundet wird das Paket von Brabus-eigenen Monoblock Z Platinum Edition-Rädern im stattlichen Format 21″x10,5″ vorn und 22″x12″ hinten. Darauf sitzen Reifen der Dimensionen 295/30 beziehungsweise 335/25.

Was leistet der Motor des Brabus Rocket 900?

Gerade beim Antrieb hebt sich der Brabus Rocket 900 deutlich von anderen Veredelungen ab. Der im GT 63 S eingesetzte M 177 wächst von 4,0 l auf 4,5 l Hubraum. Möglich macht dies eine neue, aus einem einzigen Metallblock „geschnitzte“ Kurbelwelle, durch die der Hub von 92 mm auf 100 mm steigen konnte. Doch damit nicht genug: Mit dem längeren Hub kommen neue Pleuel und geschmiedete Kolben, deren Bohrung ebenfalls von 83 mm auf 84 mm vergrößert wurde.

Das Aufladungssystem besteht nun aus zwei neuen, größeren Turboladern, deren Ladedruck auf 1,4 bar angehoben wurde. Selbstverständlich gehören auch ein neuer Kohlefaser-Ansaugtrakt mit Ram-Air-Effekt sowie eine neue Edelstahl-Abgasanlage mit elektronisch gesteuerten Klappen dazu. Diese Option verleiht dem erstarkten V8 mehrere Stimmen – vom zurückhaltenden Brummen bis zum donnernden Grollen, das wir an V8-Motoren so schätzen.

Kommen wir zu den Zahlen: Während sich der Mercedes-AMG GT 63 S mit seinen 639 PS und 900 Nm keineswegs verstecken muss, zerlegt ihn sein Brabus-Alter-Ego Rocket 900 förmlich: 900 PS bei 6200 U/min und 1250 Nm Drehmoment ab durchaus moderaten 2900 U/min. Damit das Getriebe angesichts dieser absurden Kraft nicht zerstört wird, begrenzt Brabus das Drehmoment allerdings auf „zivilisierte“ 1050 Nm…

Beschleunigung bis 330 km/h

Bei derart „üppigen“ Werten überrascht es nicht, dass der Sprint auf 100 km/h nur 2,8s dauert, 200 km/h nach lediglich 9,7s erreicht sind und 300 km/h in „bloßen“ 23,9s fallen – Werte, die man eher von reinrassigen Supersportwagen kennt. Der Rocket 900 beschleunigt jedoch auch jenseits der 300-km/h-Marke weiter, ehe bei 330 km/h eine elektronische Begrenzung greift. Das dient auch dazu, eine Selbstzerstörung der Reifen zu verhindern, schließlich bewegen sie 2120 kg mit der Geschwindigkeit einer… Rakete.

Nur 10 Exemplare

Vom Brabus Rocket 900 entstehen lediglich 10 Fahrzeuge. Erwartungsgemäß fällt auch der Preis ebenso exorbitant aus wie die Leistungsdaten und liegt bei 427.000 Euro… ohne Steuern.

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