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Mazda2: Test des überarbeiteten Kleinwagens mit Mildhybrid

Roter Mazda 2 HY Stadtauto auf hell glänzendem Boden in modernem Ausstellungsraum.

Nach einem besonders ereignisreichen Jahr 2019 im B-Segment, in dem die neuen Generationen von Renault Clio, Opel Corsa, Peugeot 208, Toyota Yaris und Honda Jazz vorgestellt wurden, wollte Mazda den Anschluss nicht verpassen und hat sein kleinstes Modell, den Mazda2, überarbeitet.

Die Marke aus Hiroshima ging dabei behutsam vor: Statt einer umfassenden Neugestaltung konzentrierte sie sich darauf, einige Stärken ihres Kleinwagens auszubauen, dessen Design inzwischen seit sechs Jahren bekannt ist.

Was hat sich optisch verändert?

Das Facelift des Mazda2 fällt äußerlich zurückhaltend aus. Neu sind ein anderer Kühlergrill, überarbeitete Stoßfänger, neue Felgen sowie ebenfalls neu gestaltete Rückleuchten.

Im Innenraum setzt Mazda dagegen auf eine „Evolution in Kontinuität“. Das grundsätzliche Layout bleibt erhalten, wird aber durch angenehmere Oberflächen ergänzt, die den Qualitätseindruck verbessern sollen. Auch die Verarbeitungsqualität wurde überarbeitet.

Bei diesem ersten Kontakt hinterließ das Ergebnis einen guten Eindruck. Außen bewahrt der Mazda2 seine sachliche Erscheinung, mit der er sich von den meist jugendlicher auftretenden Konkurrenten abhebt. Innen ist die Verarbeitung auf einem guten Niveau; Mazdas Bemühungen um mehr Raffinesse und hochwertigere Materialien sind deutlich spürbar.

Mildhybrid: Jedes Gramm zählt

Während die optischen Anpassungen dezent ausfallen, sieht es bei der Technik anders aus. Um die zunehmend strengeren Abgasvorschriften zu erfüllen, hat Mazda den überarbeiteten Mazda2 mit einem Mildhybrid-System ausgestattet.

Es wird mit dem 1.5 Skyactiv-G kombiniert, der entweder 75 PS und 135 Nm oder 90 PS und 148 Nm leistet. Das System mit Startergenerator sorgt nicht nur für ein sanfteres Arbeiten des Start-Stopp-Systems, sondern auch für weichere Gangwechsel. Beide Motorvarianten sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe verbunden.

Wie erreicht Mazda diese Laufruhe durch das Mildhybrid-System? Ganz einfach: Sobald das Kupplungspedal gedrückt wird, gleicht der kleine Elektromotor die Drehzahl der Räder an jene des Motors an. Dadurch werden Ruckler oder Vibrationen beim Gangwechsel vermieden.

Durch das Mildhybrid-System sanken die CO₂-Emissionen beider Varianten des 1.5 Skyactiv-G von 111 g/km auf 94 g/km. Den Verbrauch gibt Mazda mit 4,1 l/100 km an.

Auch bei Lenkung und Fahrwerk will Mazda Verbesserungen vorgenommen haben. Damit soll der Mazda2 nicht nur komfortabler werden, sondern zugleich dynamischere Fahreigenschaften bieten.

Die Technologie kommt nicht zu kurz

Erwartungsgemäß nutzte Mazda die Überarbeitung des Mazda2 auch für ein erweitertes Technologieangebot. Das weiterhin über einen Drehregler zwischen den Sitzen bediente, einfach und intuitiv nutzbare Infotainment-System unterstützt nun die „obligatorischen“ Funktionen Apple CarPlay und Android Auto.

Bei der Sicherheit verfügen jetzt alle Ausstattungen serienmäßig über LED-Scheinwerfer, die optional adaptiv erhältlich sind. Darüber hinaus erhielt das System „Advanced Smart City Brake Support“ eine Funktion, mit der es nachts Fußgänger erkennen kann.

Als Sonderausstattung ist der japanische Kleinwagen nun mit dem System „Lane Keep Assist“, einer Verkehrszeichenerkennung sowie einer 360°-Kamera mit vorderen Parksensoren erhältlich.

Unterwegs im überarbeiteten Mazda2

Bei diesem ersten Kontakt mit dem überarbeiteten Mazda2 zeigte sich, dass die von Mazda angekündigten Verbesserungen im Innenraum nicht bloß „fürs Schaufenster“ gedacht sind. Sowohl die Verarbeitung als auch die Materialien bewegen sich auf gutem Niveau. Dank der gewählten dunklen Farben wirkt der Innenraum sachlich und solide.

Diese Qualität wird auch während der Fahrt auf Landstraße und Autobahn deutlich: Für ein Modell des B-Segments erwies sich die Geräuschdämmung des Mazda2 als durchaus akzeptabel.

Sobald der Mazda2 rollt, werden auch die dynamischen Qualitäten sichtbar, die bereits sein „Bruder mit hochgekrempelten Hosenbeinen“, der CX-3, gezeigt hatte. Der Kleinwagen ist grundsätzlich komfortabel, bleibt in Kurven jedoch souverän und sicher.

Das Fahrverhalten ist präzise, die Dämpfung findet einen gelungenen Kompromiss zwischen Komfort und Handling, und die Lenkung überzeugt mit Genauigkeit und vor allem mit einer guten Gewichtung.

Beim Antriebsstrang erwies sich die 90-PS-Variante – die einzige, die ich testen konnte – als angenehm. Der 1,5-Liter-Saugmotor arbeitet gleichmäßig und bietet für seine Leistungsklasse akzeptable Fahrleistungen.

Dabei hilft vor allem das gut abgestufte Getriebe. Wie bei Mazda üblich, besitzt es eine angenehme Schaltbarkeit, die dazu einlädt, häufiger zu schalten, als es der Motor eigentlich verlangen würde.

Beim Verbrauch erreichte ich bei entspannter Fahrweise durchschnittlich rund 5,1 l/100 km. Damit liegt der Mazda2 im üblichen Rahmen seines Segments.

Wann kommt er und was kostet er?

Der Mazda2 ist bereits auf dem heimischen Markt erhältlich, wird mit drei Ausstattungsniveaus angeboten und startet bei 18 053 Euro.

Version Leistung Preis
Essence 75 PS 18 053 €
Evolve 90 PS 19 788 €
Evolve Navi 90 PS 20 188 €
Advance 90 PS 20 133 €
Advance Navi 90 PS 20 533 €

Fazit

Der von Haus aus zurückhaltende Mazda Mazda2 hat durch diese Überarbeitung zusätzliche Argumente erhalten. Obwohl der japanische Kleinwagen bereits seit sechs Jahren auf dem Markt ist, scheint ihm das Alter kaum anzusehen zu sein. Gegen ihn spricht vor allem, dass das Platzangebot inzwischen etwas hinter den Maßstäben der Klasse zurückbleibt.

Ansonsten präsentiert sich der Mazda2 sachlich, solide verarbeitet, sicher und gut ausgestattet. Zusammen mit einem willigen, angenehmen und sparsamen Motor, der auch längere Strecken problemlos ermöglicht, ist der Mazda2 eine passende Wahl für alle, die einen reifen und unaufdringlichen Kleinwagen suchen.

Zwar besitzt er weder die optische und technologische Anziehungskraft eines Peugeot 208 oder Renault Clio noch den Raum eines SEAT Ibiza. In den rationalen Disziplinen kann der Mazda2 jedoch mit diesen Modellen mithalten, etwa bei Materialqualität und Raffinesse.

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