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Dongfeng Mach 1.5T erreicht 48,09 % thermischen Wirkungsgrad

Rotes Elektroauto Efficiency-1 in moderner Ausstellungshalle mit Motormodell und Digitalanzeige im Hintergrund.

„Die Nachrichten über meinen Tod sind stark übertrieben.“ Dieses Zitat stammt von Mark Twain, könnte aber ebenso gut auf den Benzinmotor bezogen werden.

Während viele ihn technologisch bereits für ausgereizt hielten, legt Dongfeng eine Zahl vor, die sich kaum übersehen lässt: 48,09 % thermischer Wirkungsgrad. Damit bewegt sich der neue Hybridmotor Mach 1.5T in einem Bereich, der bislang den effizientesten Dieselmotoren vorbehalten war. Zugleich entfacht er die Diskussion über das tatsächliche Ende des Verbrennungsmotors neu.

Um die Bedeutung dieses Werts einzuordnen, ist ein kurzer Blick auf die Grundlagen hilfreich. Der thermische Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der im Kraftstoff enthaltenen Energie tatsächlich in mechanische Arbeit umgesetzt wird. Bei Benzinmotoren lag dieser Wert über Jahrzehnte hinweg meist bei 30–35 % und überschritt die 40-Prozent-Marke erst in den vergangenen Jahren – vor allem dank Hybridantrieben.

Werte von 48 % waren bis vor Kurzem nahezu ausschliesslich bei industriellen Dieselmotoren oder bei den Antrieben riesiger Seeschiffe wie Grosscontainerschiffen denkbar.

Wie erreicht Dongfeng die 48 %?

Der als Mach 1.5T bezeichnete Benzinmotor von Dongfeng wurde von Beginn an für den Einsatz in Hybridsystemen entwickelt.

Zu seiner technischen Basis zählen ein Verdichtungsverhältnis von über 15,5:1, ein Hochenergie-Zündsystem sowie eine Direkteinspritzung mit 500 bar. Diese Werte tragen dazu bei, dass die Verbrennung schneller und vollständiger abläuft.

Hinzu kommen ein speziell für Hybride ausgelegter Turbolader mit variabler Geometrie, eine elektrische variable Ventilsteuerung, der Verzicht auf Ventilsitze sowie mehr als 10 Massnahmen zur Verringerung mechanischer Verluste. Dazu gehören unter anderem eine elektrische Ölpumpe und eine thermische Spritzbeschichtung an den Zylinderinnenseiten.

In der Summe senken diese Lösungen die mechanischen Verluste deutlich. Dadurch kann der Motor in diesem besonders effizienten Betriebsbereich über mehr als 50 % seines Einsatzprofils arbeiten.

Nach Angaben von Dongfeng sollen sich die Fortschritte sowohl bei der Leistungsabgabe als auch beim Verbrauch bemerkbar machen. Versprochen wird eine um 10 % höhere Reichweite – sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn.

Schnelle Entwicklung

Dieser Effizienzrekord kam nicht aus dem Nichts. Dongfeng hebt selbst die Entwicklung des Mach 1.5T hervor: 45,18 % im Jahr 2023, 47,06 % im Jahr 2024 und nun 48,09 % im Jahr 2025. Dieser kontinuierliche Fortschritt erklärt mit, weshalb der Motor bereits mehrere Auszeichnungen der chinesischen Industrie erhalten hat.

Die Marke bestätigt, dass der neue Mach 1.5T schon bald in Serienmodellen zum Einsatz kommen wird. Das unterstreicht, dass es sich nicht bloss um einen Laborversuch handelt, und zeigt, dass im Verbrennungsmotor weiterhin „Leben“ steckt.

Wie schlägt er sich gegen die besten Motoren am Markt?

Mit diesen Werten liegt der Mach 1.5T über etablierten Vergleichsgrössen. Die Hybridmotoren von Toyota, einschliesslich der Dynamic-Force-Familie, die beispielsweise im Prius eingesetzt wird, erreichen rund 40–41 % thermischen Wirkungsgrad. BYD nannte im vergangenen Jahr für die fünfte Generation des Hybridantriebs DM-i Werte von etwa 46–46,5 %.

Auch Nissan stellte in diesem Jahr einen neuen Benzinmotor für das e-Power-System vor, das derzeit im Qashqai erhältlich ist. Er arbeitet ausschliesslich als Generator und erreicht einen thermischen Wirkungsgrad von 42 %. Mazda verkauft wiederum den Skyactiv-X, dem ebenfalls ein thermischer Wirkungsgrad von mehr als 40 % zugeschrieben wird. Er ist nahezu ein Einzelfall, da er nicht Teil eines Hybridsystems ist.

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