SUV-Fieber. In weiten Teilen Europas verlieren Kombis zunehmend an Bedeutung. An ihre Stelle treten SUVs, die bei Privatkunden und Unternehmen fast die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn mehr Platz und Vielseitigkeit gefragt sind.
Portugal bildet trotz seiner traditionsgemäß großen Vorliebe für Kombis keine Ausnahme. Genau in diesem Umfeld bringt SEAT den Leon Sportstourer auf den Markt – einen Kombi, der in dieser neuen Generation mit (deutlich) stärkeren Argumenten antritt.
SEAT Leon Sportstourer: Für wen ist er gedacht?
Wer heute einen Kombi sucht, entscheidet sich nicht mehr nur wegen des zusätzlichen Stauraums oder der Optik dafür. In beiden Punkten bieten SUVs meist mehr, ohne das Budget übermäßig zu belasten.
Genau hier liegen nicht die entscheidenden Stärken des SEAT Leon Sportstourer, der mich eine Woche lang begleitet hat – auch wenn die Bilder seine optischen Qualitäten für sich sprechen lassen.
Beim Testwagen handelt es sich um den FR 1.5 eTSI und damit um eine der leistungsstärkeren und dynamischeren Versionen im Leon-Sportstourer-Programm. Seine Fahrdynamik ist tadellos und richtet sich an Menschen, die gern fahren – umso bedauerlicher ist es, dass sich das ESP nicht vollständig abschalten lässt.
Fahrdynamik und Komfort im SEAT Leon Sportstourer FR
Wer sich für einen solchen Kombi entscheidet, tut dies, weil das Fahren Freude bereiten soll. Die in der neuen Generation des SEAT Leon Sportstourer FR 1.5 eTSI erreichte Balance aus Dynamik und Komfort schaffen die allermeisten SUVs nicht. Zudem bietet er für nur 1340 Euro mehr Platz und Komfort als der SEAT Leon 5P.
Auch Passagiere im Fond werden positiv überrascht sein: Der SEAT Leon Sportstourer stellt dort reichlich Raum bereit. Die größte Freude hat aber zweifellos die Person hinter dem Lenkrad.
Unterwegs im Leon Sportstourer FR
Auf der Straße zeigt der Leon Sportstourer FR 1.5 eTSI seine größten Stärken. Er ist nicht bloß ein Kombi, um die Kinder zur Schule zu bringen oder den Monatseinkauf im Supermarkt zu erledigen. Er kann etwas mehr.
Auf kurvigen Strecken ist er ein guter Begleiter, ohne dem Rücken am Ende des Tages eine allzu hohe Rechnung zu präsentieren. Dennoch: Der SEAT Leon Sportstourer FR 1.5 eTSI zählt nicht zu den komfortabelsten Kombis seines Segments – und genau das will er auch nicht sein.
Nicht, dass er unkomfortabel wäre, denn das ist er keineswegs. Im Vergleich etwa mit dem Skoda Octavia Combi, mit dem er sich die Plattform teilt, ist die Ausrichtung auf Dynamik jedoch klarer spürbar.
Das zeigt sich an der sehr direkten und entschlossenen Lenkung ebenso wie am Verhalten der Federung auf schlechteren Straßen. Selbst das DCC-System (Dynamic Chassis Control) kann diese Tendenz nicht vollständig aufheben.
1.5 eTSI mit 150 PS und DSG-7
Hinzu kommt der 1.5 eTSI mit 150 PS und der internen Bezeichnung EA211, eines der „Kronjuwelen“ des VW-Konzerns. Der Motor verfügt über einen Turbolader mit variabler Geometrie, Zylinderabschaltung, ein 48-V-Mildhybrid-System und einige weitere Geheimnisse. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann dies über diesen Link tun.
Wird im SEAT Drive Profile der Sport-Modus gewählt, lässt die Reaktion des Motors nicht lange auf sich warten. Bereits bei niedrigen Drehzahlen spricht er sehr gut an und findet im DSG-7-Getriebe einen ausgezeichneten Partner, um sein gesamtes Potenzial auszuspielen. Schließlich stehen 150 PS und 250 Nm zur Verfügung.
Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in 8,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 221 km/h.
Neben der überzeugenden Leistung stimmen auch die Verbrauchswerte. Während dieser Testtage, in denen ich das Gaspedal nicht gerade schonend behandelte, lag der Durchschnitt bei 7,5 Litern/100 km. Das ist kein Rekordwert, aber angesichts dessen, was dieser spanische Kombi bietet, ein angemessener Verbrauch.
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