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Mercedes-Benz CLA: Endlich die richtige Formel für elektrische Modelle

Silberner elektrischer Mercedes CLA 2035 EV vor großem Fenster mit Stadtblick, modern aufladbar im Raum.

Mit dem neuen CLA hat Mercedes-Benz endlich die richtige Formel für seine Elektroautos gefunden und das beste Modell des Segments geschaffen.


Beim neuen Mercedes-Benz CLA beschränkt sich die deutsche Marke nicht auf einen bloßen Generationswechsel: Das Modell wurde von Grund auf neu entwickelt und dürfte etablierte Rivalen wie Tesla Model 3, BMW i4, BYD Seal und Polestar 2 unter Druck setzen.

Mit dem baldigen Aus des A-Klasse und der B-Klasse wird der CLA zwar zum Einstiegsmodell von Mercedes-Benz. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er Lösungen und Technologien bietet, die selbst in der mächtigen S-Klasse bislang nicht verfügbar sind.

Er führt die MMA-Plattform ein, die auch Hybridantriebe ermöglicht, nutzt ein 800-Volt-System, lädt mit bis zu 320 kW und verspricht im 350+ 4MATIC bis zu 770 km Reichweite. Diese Version konnten wir bereits auf den Straßen Kopenhagens testen. Sehen Sie selbst:

Effizienz als Schlüssel

Obwohl die Silhouette vertraut wirkt, ist der neue CLA vollständig neu. Von seinem Vorgänger ist im Grunde nur der Name geblieben.

Das vom Coupé geprägte Profil wurde nahezu unverändert beibehalten. Gleichzeitig nahm Mercedes-Benz zahlreiche Anpassungen vor, um ihn mit einem Cx-Wert von lediglich 0,21 zu einem der aerodynamischsten Modelle der Marke zu machen.

Dadurch wirkt das Außendesign stimmiger als etwa bei den verwandten EQE und EQS, obwohl diese interessanterweise vergleichbare Luftwiderstandsbeiwerte aufweisen.

Ein großer Fortschritt

Während Mercedes-Benz außen die wichtigsten Stilmerkmale der vorherigen Generation bewahren wollte, vollzieht der Innenraum einen klaren Bruch mit der Vergangenheit.

Das Armaturenbrett wird serienmäßig von zwei Displays geprägt: einem 10,25-Zoll-Bildschirm für die Instrumente und einem zentralen 14-Zoll-Display für das Infotainment. Optional lässt sich ein dritter, ebenfalls 14 Zoll großer Bildschirm vor dem Beifahrer installieren, auf dem sich auf längeren Fahrten Filme ansehen, Musik hören oder sogar Spiele spielen lassen.

Zudem debütiert im CLA das neue Betriebssystem MB.OS. Es bindet künstliche Intelligenz (KI) von Microsoft und Google ein und vereint mehrere KI-Werkzeuge in einem System.

Darüber hinaus kann der Sprachassistent MBUX Virtual Assistant nun mehrere aufeinanderfolgende Fragen verstehen. Zumindest zu Beginn wird dieser KI-Assistent allerdings nur verfügbar sein, wenn er auf Englisch oder Deutsch angesprochen wird.

Bei Materialien und Verarbeitung – einem der am häufigsten kritisierten Punkte des Vorgängers – hat der CLA ebenfalls deutlich zugelegt. Das hatten wir bereits vor einigen Monaten festgestellt, als wir diesem Modell erstmals „von Angesicht zu Angesicht“ begegneten. Das Video dazu können Sie hier ansehen oder erneut anschauen:

Wie sieht es mit dem Platzangebot aus?

Dank der neuen MMA-Plattform wächst der Radstand des CLA um 61 mm. Im Innenraum macht sich das allerdings nur begrenzt bemerkbar: Die Beinfreiheit im Fond ist nicht größer geworden, sondern sogar 7 mm geringer. Dafür steht mehr Kopffreiheit zur Verfügung, und der Mitteltunnel entfällt.

Bei den Elektroversionen fasst der Kofferraum 405 Liter – 35 Liter weniger als beim Vorgänger –, während unter der vorderen Haube weitere 101 Liter im Frunk bereitstehen.

Insgesamt ist das mehr Ladevolumen, als ein CLA mit Benzinmotor der vorherigen Generation bot. Im Vergleich mit Rivalen wie dem BMW i4 mit 440 Litern, dem BYD Seal mit 453 Litern und dem Tesla Model 3 mit 513 Litern hinterlässt der CLA jedoch keinen besonders beeindruckenden Eindruck.

Wer mehr Platz benötigt, wird den CLA auch als Shooting Brake bestellen können. Dort fasst der hintere Kofferraum bereits 455 Liter, beziehungsweise insgesamt 556 Liter einschließlich Frunk.

Jetzt elektrisch, später hybrid

Die MMA-Plattform wurde vorrangig für reine Elektroautos konzipiert, kann aber weiterhin Verbrennungsmotoren aufnehmen. Entsprechend wird der CLA zunächst elektrisch und später auch als 48-Volt-Mildhybrid angeboten.

Der Mildhybrid, der im März 2026 auf den Markt kommt, erhält einen neuen 1,5-Liter-Benzinmotor von Horse, dem Gemeinschaftsunternehmen von Renault und Geely für Verbrennungsmotoren.

Mehr über diesen Motor, für den Mercedes-Benz Verbrauchswerte auf Diesel-Niveau verspricht, erfahren Sie hier:

Vorerst stehen jedoch die rein elektrischen Varianten im Mittelpunkt. Schließlich ist dies der erste Mercedes-Benz in der Geschichte mit 800-Volt-Architektur, die Ladeleistungen von bis zu 320 kW mit Gleichstrom (DC) ermöglicht – in zehn Minuten lassen sich 300 km Reichweite nachladen.

Zum Marktstart wird der neue rein elektrische CLA mit zwei Antriebsvarianten angeboten: mit Hinterrad- oder Allradantrieb, also mit einem beziehungsweise zwei Motoren:

  • CLA 250+ - 1 Heckmotor; 200 kW (272 PS); Batterie mit 85,5 kWh; Reichweite zwischen 694 km und 792 km;
  • CLA 350 4MATIC - 2 Motoren (vorn und hinten); 260 kW (354 PS); Batterie mit 85,5 kWh; Reichweite zwischen 670 km und 770 km.

Bei diesem ersten Kontakt in Kopenhagen – der leider kürzer ausfiel, als es all die Neuerungen dieses Modells verdient hätten – konnten wir die stärkere Version mit zwei Motoren fahren, die eine maximale Reichweite von bis zu 770 km angibt.

Das ist eines der stärksten Argumente des Modells, das einen kombinierten Verbrauch von nur 12,6 kWh/100 km verspricht. Solche Werte verbindet man üblicherweise mit kleinen Elektroautos des B-Segments.

Das ungewöhnliche Zweiganggetriebe, das bei Elektroautos selten ist, dient ebenfalls der Effizienz. Nur wenige Elektroautos setzen auf diese Lösung, und bei ihnen steht meist die Leistung stärker im Vordergrund – ja, gemeint ist der Porsche Taycan, der sich auf deutschen Autobahnen nicht blamieren möchte.

Hinzu kommt, dass der CLA als Elektroauto überraschend angenehm zu fahren ist. Wenn Sie genauer wissen möchten, wie sich dieses Modell am Steuer anfühlt, sehen Sie sich das in diesem Artikel hervorgehobene Video an:

Was kostet er?

Der neue Mercedes-Benz CLA kann in Portugal bereits bestellt werden. Die Preise beginnen bei 55 500 Euro für den CLA 250+ und bei 60 050 Euro für den CLA 350 4MATIC.

Damit liegt er auf dem Niveau des BMW i4, aber etwas über dem BYD Seal. Gegenüber dem Tesla Model 3 fällt der Abstand noch deutlicher aus. Das ist jedoch der Preis für ein wahrhaftiges Premium-Angebot, das sich unmittelbar zu den besten Modellen seines Segments zählt.

Urteil

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