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Toyota GR Supra 2.0 FUJI SPEEDWAY im Test

Weißer Toyota Supra Sportwagen mit roten Akzenten und Heckspoiler in moderner Ausstellungshalle.

Toyotas Entscheidung war zumindest ungewöhnlich: Für die erste limitierte Sonderserie des neuen Toyota GR Supra setzte die japanische Marke auf den 2,0-Liter-Vierzylinder mit 258 PS – und nicht auf den 3,0-Liter-Sechszylinder mit 340 PS.

Er heißt Toyota GR Supra 2.0 FUJI SPEEDWAY und trägt seinen Namen als Hommage an die bekannte japanische Rennstrecke in der Nähe der Stadt Shizuoka.

War die Wahl des 2,0-Liter-Motors für ein Sondermodell wirklich die richtige Entscheidung?

Die Besonderheiten des Toyota GR Supra 2.0 FUJI SPEEDWAY

Bevor wir uns ans Steuer setzen, sollte eines klargestellt werden: Gegenüber den regulären 2.0-Signature-Versionen beschränken sich die Unterschiede beim Toyota GR Supra 2.0 FUJI SPEEDWAY ausschließlich auf die Optik.

Äußerlich erkennt man diese Ausführung an der metallicweißen Lackierung, die einen gelungenen Kontrast zu den mattschwarzen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und den roten Außenspiegeln bildet. Auch im Innenraum fallen die Abweichungen überschaubar aus: Das Armaturenbrett erhält Einsätze aus Carbonfaser, während die Sitze mit rotem und schwarzem Alcantara bezogen sind.

Bei der Ausstattung umfasst die Speedway-Version sämtliche Funktionen der für die GR-Supra-Baureihe verfügbaren Ausstattungspakete Connect und Sport.

Eine Frage des Stolzes?

Die Fuji-Speedway-Edition wurde entwickelt, um die Einführung des 2,0-Liter-Motors in der GR-Supra-Familie zu feiern – ein Modell, das wir bereits in diesem Video getestet haben. Die Produktion ist auf 200 Exemplare begrenzt, von denen lediglich zwei Fahrzeuge für Portugal vorgesehen waren. Wenn ihr diese Zeilen lest, könnten sie bereits alle verkauft sein.

Für Toyota ist das eine eher untypische Entscheidung. Üblicherweise wählen Hersteller für Sondermodelle die leistungsstärksten Varianten als Grundlage. Hier war das anders.

„Vielleicht, weil Toyota den GR Supra 2.0 Signature nicht als »armen Verwandten« des GR Supra 3.0 Legacy betrachtet.“

Nach mehr als 2.000 km am Steuer der neuen Toyota GR Supra muss ich Toyota zustimmen: Die 2,0-Liter-Version des GR Supra ist tatsächlich genauso berechtigt wie das stärkere Modell.

Wie ich bereits früher gesagt habe, fehlen natürlich die Leistung und das Drehmoment des 3,0-Liter-Motors. Der Unterschied von 80 PS und 100 Nm ist spürbar. Doch ebenso deutlich bemerkbar machen sich die 100 kg weniger Gewicht dieser Vierzylinder-Version.

Das verändert auch die Fahrweise des leistungsschwächeren Supra. Man bremst später, nimmt mehr Tempo in die Kurve mit und profitiert von einer agileren Vorderachse. Dennoch lässt sich auch bei diesem Modell das Heck herauslocken, wie im obigen Video zu sehen ist.

Welche Variante bevorzuge ich? Den Sechszylinder. Mit ihm gelingen Drifts leichter und sie fallen spektakulärer aus. Dennoch macht auch der Toyota GR Supra 2.0 FUJI SPEEDWAY ausgesprochen viel Freude am Steuer.

Die Daten des weniger starken Toyota GR Supra

Wir haben es mit einem Sportwagen zu tun, der den Sprint von 0 auf 100 km/h in lediglich 5,2 Sekunden absolviert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Gleichzeitig betragen die CO₂-Emissionen im WLTP-Zyklus 156 bis 172 g/km.

„Kommt euch das langsam vor? Das ist es nicht. Bei einem Sportwagen ist Leistung schließlich nicht alles.“

Tatsächlich trägt der kleinere und leichtere Motor sogar zu einer dynamischeren Abstimmung des GR Supra bei. Durch diesen Antrieb ist der GR Supra 2.0 100 kg leichter als das 3,0-Liter-Modell. Dazu kommen unter anderem Bremsscheiben mit kleinerem Durchmesser an der Vorderachse. Weil der Motor kompakter gebaut ist, sitzt er außerdem näher am Fahrzeugzentrum, was eine Gewichtsverteilung von 50:50 unterstützt.

Beim Fahrwerk bietet der Toyota GR Supra unabhängig vom Motor stets dieselbe „perfekte Beziehung“ (Golden Ratio). Diese Eigenschaft wird über das Verhältnis zwischen Radstand und Spurweite definiert. Alle GR-Supra-Versionen erreichen einen Wert von 1,55 und liegen damit im idealen Bereich.

Wenn ihr also über den Kauf eines Toyota GR Supra nachdenkt, werdet ihr von dem Angebot dieser 2,0-Liter-Version nicht enttäuscht sein – weder als Signature noch in dieser Fuji-Speedway-Sonderedition.

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