Die Allianz von Renault und Nissan ist längst keine unbekannte Grösse mehr. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 hat sie zahlreiche Modelle hervorgebracht, die trotz klar eigenständiger Markenidentitäten aus gemeinsamer Entwicklung entstanden sind und Motoren, Plattformen sowie Technologien teilen.
Diese Strategie hat sich bewährt und dürfte auch künftig fortgeführt werden. Während Renault bereits den R5, R4 und Twingo auf den Markt gebracht hat, geht Nissan seinen eigenen Weg. Im vergangenen Jahr wurde der neue Micra vorgestellt, der sich die AmpR-Small-Plattform, Batterien und Elektromotoren mit dem Renault 5 teilt.
Im kommenden Jahr folgt der Nissan Wave. Dieser Name sagt auf den ersten Blick wenig aus, steht jedoch einem bereits bestens bekannten Modell sehr nahe: dem Renault Twingo. Ein Blick auf die von uns gesichteten Prototypen genügt, um die Gemeinsamkeiten zu erkennen.
Ein Twingo ohne Renault-Emblem
Nissan hatte die Einführung dieses Modells bereits zu Beginn des Jahres angekündigt. Damals sprach die Marke von einem neuen Elektro-Einstiegsmodell, das unterhalb des Micra positioniert wird. Jetzt ist es da.
Unter der dichten Tarnung der Prototypen verbirgt sich unverkennbar der neue Renault Twingo. Anstelle der Raute wird an Front und Heck jedoch das Nissan-Logo sitzen.
Optisch wird der künftige Nissan Wave dem Renault Twingo ähnlich stark ähneln, wie der Micra dem R5. Die wichtigsten Abweichungen dürften sich auf die Front- und Heckleuchten sowie die Stossfänger beschränken, die voraussichtlich die Designsprache der japanischen Marke übernehmen.
Nissan Wave mit eigenständiger Lichtsignatur
Der Wave ersetzt die stärker gerundete Lichtsignatur seines französischen „Cousins“ durch eckige, C-förmige Lösungen, die dem neuen Nissan Leaf ähneln. Sie sind in eine Motorhaube integriert, deren Form traditioneller zu wirken scheint.
Auch am Heck erhalten die Rückleuchten eine eigene Gestaltung. Zudem verzichten die Stossfänger auf die beim Renault Twingo sichtbaren Anschläge, was für eine klarere und schlichtere Optik sorgen soll.
Vom Innenraum ist nur wenig zu erkennen, doch alles deutet darauf hin, dass Nissan dieselben Lösungen wie beim französischen Modell übernimmt. Da das Fahrzeug vor allem erschwinglich sein soll, werden bei den Materialien voraussichtlich härtere Kunststoffe dominieren.
Zwei Displays im Innenraum
Bei der Technik wird das gleiche Display-Duo wie im Twingo erwartet: ein 7″-Bildschirm für das Kombiinstrument und ein etwas grösseres 10″-Display für das Multimediasystem.
Mehr als 260 km Reichweite
Unter der Karosserie dürfte die Strategie identisch ausfallen: Der Nissan Wave soll denselben Antriebsstrang wie der Twingo nutzen. Demnach wird er voraussichtlich von einem Elektromotor mit 60 kW (82 PS) und 175 Nm Drehmoment angetrieben, der seine Energie aus einer LFP-Batterie mit 27,5 kWh Kapazität bezieht.
In der Praxis sollten diese Werte dieselbe Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h sowie eine Reichweite ermöglichen, die beim Twingo mit 263 km (WLTP) angegeben wird.
Der Marktstart des künftigen Nissan Wave ist für 2027 vorgesehen, sein Preis ist jedoch noch nicht bekannt. Als Orientierung dient der Renault Twingo, dessen Preise bei 19 490 Euro beginnen.
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