De Havilland Canada DHC-515: Beginn der Endmontage in Calgary
De Havilland Canada kommt der Auslieferung seines ersten Löschflugzeugs DHC-515 näher: Die Endmontage soll noch 2026 am Standort Calgary starten.
Wie Neil Sweeney, Vice President Corporate Affairs des Herstellers, am 21. Juli während der Farnborough Airshow erklärte, ist die Auslieferung des Flugzeugs – einer modernisierten Ausführung der früheren CL-415 – für 2028 vorgesehen.
Die Fertigung ist bereits weit fortgeschritten. Der vordere und mittlere Rumpfabschnitt werden derzeit zusammengeführt, während der Flügelkasten mit einer Spannweite von 28,6 Metern gefertigt wird. Er soll bis Ende des Jahres zur Endmontage überführt werden. Die ersten Testflüge sind für das kommende Jahr geplant.
Weiterentwicklung der CL-415 mit moderner Ausrüstung
Angetrieben von zwei Pratt & Whitney Canada PW100-Triebwerken, stellt die DHC-515 die Weiterentwicklung der CL-415 dar. Diese Baureihe begann in den 1960er-Jahren mit der kolbenmotorgetriebenen CL-215. Nachdem Bombardier die Linie 2015 eingestellt hatte, übernahm Viking Aircraft, eine Tochtergesellschaft von Longview Aviation Capital, das Programm und übertrug es später an De Havilland.
Obwohl sich die Entwicklung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan verzögert hat, arbeitet das Unternehmen seit 2024 daran, das Auslieferungsziel für 2028 einzuhalten. Das neue Modell erhält Garmin-G300-Avionik, ein neues System zur Steuerung des Wasserabwurfs, verbesserten Korrosionsschutz sowie eine neue Klimaanlage.
DHC-515 für Brandbekämpfung, Überwachung und Rettungseinsätze
Die DHC-515 erreicht eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 187 Knoten (346 km/h) und kann bis zu 6.140 Liter Wasser aufnehmen. Dieses lässt sich während Überflügen von Seen und anderen Gewässern in Manövern von bis zu 12 Sekunden aufnehmen. Zusätzlich kann das Flugzeug 680 Liter Löschschaum mitführen.
Neben der Brandbekämpfung betont De Havilland die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Flugzeugs für Überwachungsaufgaben, maritime Patrouillen und medizinische Evakuierungen. Das Unternehmen verfügt über feste Bestellungen für 38 Flugzeuge – ein deutlicher Anstieg gegenüber den rund 20 Maschinen, die vor zwei Jahren unter Vertrag standen. Zu den Kunden zählen Regierungsbehörden aus Kroatien, Griechenland, Frankreich, Indonesien, Italien, Portugal und Spanien.
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