Russland hat die Finanzierung für den Bau von 18 Verkehrsflugzeugen des Typs MC-21 im Flugzeugwerk Irkutsk gesichert. Damit will die Regierung die heimische Produktion ziviler Flugzeuge weiter ausbauen.
Ministerpräsident Michail Mischustin erklärte, dass zusätzliche Maßnahmen die fortlaufende Fertigung absichern sollen. Dazu gehört auch ein Kreditprogramm zu Vorzugskonditionen. Mit diesen Schritten soll der bis 2035 vorgesehene Produktionsplan für das Flugzeug eingehalten werden.
IL-114-300 für russische Regionalfluggesellschaften
Unabhängig davon stellt die russische Regierung in diesem Jahr 2,6 Milliarden Rubel, entsprechend rund 32,1 Millionen US-Dollar, bereit. Das Geld soll die Fertigstellung der ersten drei seriengefertigten Turbopropflugzeuge IL-114-300 ermöglichen. Die Förderung dient dazu, die industrielle Aktivität zu stärken und die Erneuerung der Flotten russischer Fluggesellschaften mit im Land hergestellten Flugzeugen zu beschleunigen.
Die von der zur Rostec gehörenden United Aircraft Corporation (UAC) entwickelte IL-114-300 der Sparte Iljuschin erhielt im Juni ihre Musterzulassung. Das regionale Turbopropflugzeug ist für 66 Passagiere ausgelegt, hat eine Reichweite von 1.450 Kilometern und wurde für regionale Einsätze konzipiert. Die ersten drei Maschinen sollen an die Arkhangelsk Aviation Enterprise ausgeliefert werden.
MC-21 als Teil der Importsubstitution
Der russische Leasinganbieter GTLK hatte den inländischen Bedarf bereits auf etwa 40 IL-114-300 geschätzt. Russland setzt seine Bemühungen fort, importierte Verkehrsflugzeuge durch lokal gefertigte Modelle zu ersetzen.
Auch das Programm für den Jet MC-21 ist Teil der russischen Strategie, die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern zu verringern. Dies gilt insbesondere seit internationalen Sanktionen den Zugang der russischen Luft- und Raumfahrtindustrie zu westlichen Komponenten und Flugzeugen eingeschränkt haben.
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