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Genesis Magma GT Concept: Der überraschende V8-Supersportwagen

Oranger Sportwagen mit aerodynamischem Design vor Garage auf Asphaltparklatz.

Nun, das kam wirklich unerwartet. Genesis – die Luxusmarke von Hyundai, die sich bislang vor allem auf weich abgestimmte Limousinen und verchromte SUVs konzentriert hat – will einen eigenen Supersportwagen auf den Markt bringen. Und angetrieben wird er von einem V8-Biturbo!

Sind wir etwa eingeschlafen und in den 1990er-Jahren wieder aufgewacht? Falls ja, dann lasst uns bitte noch einen Moment in dieser goldenen Ära verweilen.

Nein, wir befinden uns tatsächlich im Jahr 2025, doch Genesis meint es ernst. Bei der Vorstellung seiner Performance-Linie Magma auf dem Circuit Paul Ricard lieferte die Marke weitere Details zum GMR-001-Hypercar, das sie für Le Mans entwickelt, und enthüllte anschliessend den seriennahen GV60 Magma.

Genesis Magma GT Concept und die GT3-Pläne

Während Letzterer im Grunde ein Hyundai Ioniq 5 N im sehr orangefarbenen Gewand ist, handelt es sich bei diesem überraschenden Supersportwagen – von Designchef Luc Donckerwolke ganz im Stil von Steve Jobs präsentiert, inklusive kernigem Motoraufheulen und durchdrehenden Rädern – um eine komplette Eigenentwicklung. Und um eine ausgesprochen coole noch dazu.

In der offiziellen Mitteilung heisst es, das hier gezeigte Magma GT Concept werde „das Halo-Modell sein, das die langfristige Performance-Strategie von Genesis einschliesslich künftiger GT-Rennsportambitionen prägt“. Später erklärte Donckerwolke gegenüber TG jedoch, dass er Genesis in den Kunden-GT3-Rennsport führen möchte. Dafür braucht es ein Auto, das gegen Ferrari 296 und McLaren Artura antreten kann. Entsprechend muss es über mindestens 200 Exemplare homologiert werden. Der Weg zu dieser Homologation beginnt mit einem Konzeptfahrzeug – und genau dieses sehen wir hier.

V8-Biturbo aus dem Le-Mans-Hypercar

Donckerwolke bestätigte ausserdem den Einsatz des 3,2-Liter-V8-Biturbos, den Genesis für seinen Le-Mans-Hypercar entwickelt hat, indem zwei 1,6-Liter-Vierzylinder-Rallyemotoren von Hyundai zusammengefügt wurden. Während dieser Motor den Rennwagen allein antreiben wird, erhält die Strassenversion ein Hybridsystem nach Art von Artura und 296. Auch diese beiden verzichten für ihre Renneinsätze auf die elektrische Unterstützung.

Luc zufolge ist das Design noch nicht vollständig abgeschlossen, doch bei der Serienversion soll der Grossteil der aktuellen Gestaltung erhalten bleiben. Das sind gute Nachrichten, denn der Wagen sieht umwerfend aus. Er besitzt Scherentüren, kräftig ausgeformte hintere Radhäuser und einen unmittelbar hinter einer sich nach hinten verjüngenden „Boat-Tail“-Kabine montierten Motor, der ihn schon im Stand richtig schnell wirken lässt. Besonders gut gefallen uns auch die in die Scheinwerfer integrierten Dive-Planes. Für GT3-Rennen könnte das etwas kostspielig werden, aber hoffentlich bleiben sie beim Strassenauto erhalten.

Design, Balance und Performance des Genesis Magma GT

„Das Magma GT Concept verkörpert den Höhepunkt unserer Performance-Vision und ist ein Symbol für unser Engagement für echte Motorsportkompetenz“, sagte Donckerwolke.

„Es wird nicht durch rohe Aggressivität oder kompromisslose Geschwindigkeit definiert – sondern durch Ausgewogenheit. Dieses Auto vermittelt seinem Fahrer intuitiv eine enge Verbindung, bleibt unter Druck souverän und ist bis ins kleinste Detail so abgestimmt, dass jede Komponente einem einzigen Zweck dient: Performance mühelos zu machen.

„Dies ist nicht einfach ein schnellerer Genesis. Es ist der bislang umfassendste Ausdruck von Genesis Performance.“

Schon als Genesis vor einigen Jahren seine Absicht ankündigte, mit einem Hypercar in Le Mans anzutreten, waren wir mehr als nur ein wenig überrascht. Doch nun auch noch ein strassenzugelassener Supersportwagen und ein GT3-Programm? Wir sind schlichtweg völlig verblüfft.

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